Deutschland ist ein Land mit einer überdurchschnittlich guten Versorgungssicherheit. Wenig Grund – möchte man meinen – sich Gedanken um Versorgungsengpässe oder gar Blackouts zu machen. Was viele jedoch nicht wissen: In der Vergangenheit haben starke Schneestürme oder Kurzschlüsse im Stromnetz in Teilen der Bundesrepublik zu mehrtägigen Stromausfällen mit der Folge von ausfallenden Kommunikationsmöglichkeiten und kritischer Versorgungsinfrastrukturen geführt.

Mit Energyhack Reloaded, der zweiten Reihe der Hacks zum Thema Energieversorgung, wollen wir uns überlegen, welche Anwendungen und Geräte zur Sensibilisierung des Themas Versorgungssicherheit in der Gesellschaft beitragen könnten.

Wie lassen sich Stromausfälle simulieren? Welche Tools und Services könnten im Falle eines plötzlichen Stromausfalls nützlich sein? Welche Notfall-Kommunikationssysteme und Adhoc-Netzwerke können die Information und Kommunikation zwischen Bürger/innen und den Katastropenschützer/innen sicherstellen?

Am 11. November 2015 wollen wir gemeinsam mit euch im Impacthub (Friedrichstr 246, Berlin-Kreuzberg) hacken.

Fragestellungen

In Vorbereitung auf den zweiten Energyhackday zum Thema „Blackout“ hat die Open Knowledge Foundation Deutschland gemeinsam mit Stromnetz Berlin einen Workshop mit Energie-Experten und der Open Data-Community durchgeführt.

Workshop Workshop zum Thema Stromverbrauch und Blackout

Ziel des Workshop war es in drei Themenblöcken erste Fragestellungen für den Hackday zu entwickeln, darunter:

01 Der Strom ist weg. Berlin hat ein Problem.

Vor welche Probleme stellt ein Blackout die Berliner*innen? Erarbeitung der Probleme aus Sicht von Privatpersonen im Falle eines Blackouts anhand der drei Personas Sophie (Studentin), Thomas (Familienvater) und Daniel (Mitarbeiter bei Stromnetz Berlin).

02 Material für den Hackday

Welches Wissen und welches Datenmaterial benötigen die Teilnehmer*innen des Hackdays, um Lösungen zu den Problemen zu entwickeln, die Privatpersonen im Falle eines Blackouts begegnen?

03 Hackday und nun?

Mögliche Szenarien für die nachhaltige Nutzung der Ergebnisse des Hackdays seitens SNBs und für die Verstetigung der Beziehung zur technikaffinen Hacker-Community.

Die Dokumentation des Workshops kann man sich hier anschauen.