Warum gibt es große Nachwuchsprogramme für junge ForscherInnen und musisch begabte Jugendliche, aber keine Förderung für gesellschaftlich interessierte Programmiertalente? Seit diesem Wochenende stellt sich diese Frage nicht mehr: Die Open Knowledge Foundation Deutschland hat zusammen mit Young Rewired State aus Großbritannien das erste Jugend hackt organisiert. Jugend hackt hat das Ziel, programmierbegeisterte Jugendliche mit Gleichgesinnten zu vernetzen und gemeinsam ein Wochenende lang Soft- und Hardwareanwendungen auf der Grundlage von offenen Daten zu entwickeln. (Eine ausführlichere Erklärung könnt ihr hier nachhören.)

An diesem Wochenende (7.-8. September) kamen 63 programmierbegeisterte Jugendliche aus 12 Bundesländern nach Berlin, um gemeinsam zu programmieren:

(Mehr Fotos von Jugend hackt hier.)

Obwohl die meisten 12- bis 18-jährigen TeilnehmerInnen bis zum Wochenende das Konzept offener Daten nicht kannten, haben sie bei Jugend hackt in weniger als 30 Stunden im wunderbaren Jugendhaus Königstadt extrem spannende Projekte auf die Beine gestellt (Auflistung aller Projektideen). An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an die vier Gewinnerteams von PlateCollect („best in show“), borderless („code a better country“), AppartMapp („best example of code“) und KleiderFrosch („should exist“)! Die zugehörigen Projektpräsentationen waren ebenfalls sehr beeindruckend. Wer kann schon aus dem Stand vor 100 Zuschauern sprechen?

Danke an die ehrenamtlichen MentorInnen, Sponsoren - allen voran SAP -, Kooperationspartner und allen anderen, die dieses Wochenende möglich gemacht haben! Wir alle sind uns einig: Jugend hackt muss wiederholt werden. Wer über die Terminankündigung für 2014 und sonstige Neuigkeiten rund um Jugend hackt auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich in diesen Verteiler eintragen.

Und falls nach diesem Wochenende überhaupt noch jemand Zweifel an der Jugend von heute haben sollte: The kids are alright!