Seit letzter Woche stehen die „Stadt Land Code“ Stipendiaten fest. Eine Jury aus Vertretern der Open Knowledge Foundation Deutschland, dem Open-Data-Projekt Offenes Köln und der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister hat sich auf drei Teams geeinigt. Insgesamt wurden 59 Projekte eingereicht, was zeigt, dass es in Deutschland eine rege Community gibt, die sich mit gesellschaftlich relevanten Software Applikationen - kurz Civic Apps - beschäftigt.

Für ein Stipendium ausgewählt worden ist unter anderem das Projekt “Bürger baut Stadt” von pinkoding. Ziel des Projektes ist es, Planungsprozesse für Bürgerinnen und Bürger transparent zu machen. Egal ob Großbaustelle oder geplante Bauvorhaben im eigenen Kiez, BürgerInnen sollen darüber auf dem Laufenden gehalten werden, wo, was gebaut wird und wie man sich an dem Planungsprozess beteiligen kann.

Ein weiteres Projekt im Bereich digitale Werkzeuge für BürgerInnen ist die Applikation “Argufactum” von Felix Ebert. Die App soll dabei helfen Entscheidungen, wie beispielsweise bei Großbauvorhaben wie Stuttgart 21, einfacher und transparenter zu gestalten. Felix hat bereits einen Prototypen, den er in den kommenden Monaten ausbauen und an die Bedürfnisse von Politik, Bürgern und Verwaltung anpassen will.

Als drittes Projekt ist “Teikei” ausgewählt worden. Teikei will Bürger und Bauernhöfe enger zusammenbringen und eine digitale Plattform für Menschen, die sich an solidarischer Landwirtschaft (Community Supported Agriculture: CSA) beteiligen möchten.

Ein Sonderpreis von Vitako ging an das Projekt “Stadtretter” von Knut Kühne. Eine Plattform, auf der BürgerInnen ihre guten Taten eintragen und veröffentlichen können.

Die drei Stipendiaten werden ihre Projekte in den nächsten Monaten umsetzen und ihre Fortschritte auf dem „Stadt Land Code“-Blog dokumentieren. Auch alle anderen Projekte sind dazu eingeladen, sich auf dem Blog der Öffentlichkeit zu präsentieren! Denn unser wichtigstes Ziel ist es, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der nicht nur die Stipendiaten teilhaben können - „Stadt Land Code“ wird von all denen getragen und mit Bedeutung gefüllt, die an digitalen Werkzeugen für Bürger arbeiten.

Dazu freuen wir uns auch auf das „Stadt Land Code“-Barcamp im Mai - dort werden wir nicht nur die Ergebnisse der ersten Hackstipendien sehen, sondern hoffentlich auch die Fortschritte der vielen anderen Projekte, die sich hier entwickelt haben!

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