Konsultation zur bundesweiten OER-Strategie gestartet

    Im vergangenen Jahr hat die OKF gemeinsam mit dem Bündnis Freie Bildung an einem Entwurf für die lange überfällige OER-Strategie des Bundes gearbeitet und den Prozess maßgeblich mitgestaltet. Nun ist es endlich soweit und die Strategie wird angegangen. Dazu hat das BMBF einen neuartigen Konsultationsprozess aufgelegt. Wir sind beteiligt und werden lange notwendige Entwicklungsbereiche im Bildungsbereich konkret benennen, damit Bildung partizipativer, gerechter und offener wird.

    Offenen Bildungsmaterialien wird vor allem im Rahmen von digital gestütztem Lehren und Lernen eine besondere Rolle zugeschrieben. Wie diese Rolle aussehen könnte und wie OER bundesweit gefördert werden kann, soll nun gemeinsam erarbeitet werden. Das BMBF möchte bei der Erarbeitung der Strategie auf “wissenschaftliche Erkenntnisse, Empfehlungen der UNESCO und Anregungen aus der Community” aufbauen.

    Das Bundesministerium holt sich dazu Input zu drei Themenbereichen: Mensch, Technik und Gesellschaft. Im Themenbereich “Mensch” adressiert es u.a. die Zugänglichkeit von Bildungsprozessen und die notwendigen Kompetenzen von Lehrenden und Lernenden. “Technik” bezieht sich auf die Infrastruktur, die es nachhaltig ermöglichen soll, OER in der Breite verfügbar und nutzbar zu machen. Welche gesellschaftlichen Theorien mit OER einhergehen und wie OER andere Diskurse verändert, wird im Themenbereich “Gesellschaft” behandelt.

    Bis zum 21. Februar haben die angefragten - dazu zählen einige Mitglieder des Bündnis freie Bildung - Zeit, ihre schriftlichen Eingaben zu diesen und weiteren Fragen zu machen. Danach finden im April digitale Gesprächsrunden statt. Die Veröffentlichung der OER-Strategie ist für Ende Mai angesetzt. Was mit dieser OER-Strategie dann passiert, dazu hat sich das BMBF noch nicht öffentlich geäußert.