Der Turing-Bus kommt nach Cottbus

    Turing-Bus in Cottbus

    Der Turing-Bus, ein mobiles Bildungsangebot der Gesellschaft für Informatik und der Open Knowledge Foundation Deutschland, fährt am 26. April 2018 seine erste Station in Cottbus an. Der Bus hält im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018 unter dem Motto- „Arbeitswelten der Zukunft" an Schulen und Jugendclubs in kleinen bis mittelgroßen Städten in Deutschland.

    Erste Station des Turing-Busses ist der Zukunftstag an der BTU Cottbus-Senftenberg. Mit einem speziellen Angebot werden anlässlich des Girls’Day am gleichen Datum Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 19 Jahren angesprochen. In zwei Hands-On-Workshops und einem Podiumsgespräch wird die Rolle von Digitalisierung und Informatik für Beruf und Gesellschaft ergründet, diskutiert und kritisch hinterfragt.

    Für die Mädchen-Förderung im MINT-Bereich besteht nach wie vor Handlungsbedarf, bestätigt auch Dr. Ursula Köhler, Sprecherin der GI-Fachgruppe »Frauen und Informatik«: „Der Anteil weiblicher IT-Fachkräfte ist in den Industrienationen seit Jahrzehnten sehr gering. In Deutschland sind es derzeit nur 17 Prozent, auch bei Google und Apple liegt der Anteil weiblicher Tech Worker deutlich unter einem Viertel. In den IT-Ausbildungsberufen sind die Zahlen besonders niedrig. Besser, aber auch nicht rosig, sieht es bei den Gehaltsunterschieden aus: Durchschnittlich zehn Prozent weniger als Männer verdienen Frauen im MINT-Bereich in Deutschland."

    Der Turing-Bus (benannt nach Computerpionier Alan Turing) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2018 mit dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft" gefördert. Auf Stationen im ländlichen Raum und in Gegenden jenseits der üblichen Metropolen möchte das Projekt Grundlagen der Informatik und gesellschaftliche Konsequenzen der Digitalisierung vermitteln und diskutieren. Das Projekt leistet so einen Beitrag zur Auseinandersetzung Jugendlicher mit diesen Themen und Veränderungen und bereitet sie auf die Zukunft der Arbeit und die Arbeitswelten der Zukunft vor.

    Auf dieser ersten von zwölf Stationen können die Teilnehmerinnen lernen, ein digitales Flugblatt zu programmieren, mit dem Botschaften per WiFi verbreitet werden können und haben im zweiten Workshop die Möglichkeit, sich ein digitales und interaktives Haustier bauen. Dazu wird ein Podiumsgespräch angeboten. Alle Informationen zur Station und der Bewerbung finden sich unter https://turing-bus.de/stationen.html.

    Der offizielle Start des Projekts findet am 22. Mai in Bernau statt. Weitere Stationen sind aktuell in Planung und werden in Kürze auf der Webseite des Turing-Bus veröffentlicht. Interessierte können sich außerdem zum Turing-Bus Newsletter anmelden.