Deutschland fällt in Sachen Open Data hinter einen Großteil der Industrienationen zurück. Das geht aus dem Open Data Index 2015 hervor, der heute von der Open Knowledge Foundation veröffentlicht wurde.

Landete Deutschland im letzten Jahr noch auf Platz 9, liegt es jetzt auf Platz 26 der Rangliste. Während das Land sich in keiner der Kategorien verbessern konnte, verlor es in den Bereichen Gesetzgebung und Unternehmensregister sogar an Punkten, da dieses Jahr das Vergleichsverfahren mit anderen Ländern verfeinert wurde.

Bewertet wird im Open Data Index, ob staatliche Daten zu insgesamt 13 gesellschaftlich relevanten Bereichen existieren, in digitaler Form vorliegen und öffentlich zugänglich sind. Darüber hinaus wird bewertet, ob sie online und kostenfrei sind, und in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. Weiterhin gibt es Punkte für offene Lizenzen, Maschinenlesbarkeit und große zusammenhängende Datenmengen.

In einigen Bereichen liegt Deutschland besonders weit hinten. Dazu zählt die Transparenz bei Vergabeausschreibungen (60%), Landeigentumsdaten (20%), Daten zu Wasserqualität (10%), Wettervorhersagen (0%) und Regierungsausgaben (10%).

Bei den Daten zu Wahlergebnissen fällt Deutschland von 100% im vergangenen Jahr auf 0% in diesem Jahr zurück. Das liegt daran, dass die Definition der zu veröffentlichenden Daten spezifiziert wurde. Alle Daten sollen auf Ebene der Wahlstationen verfügbar sein. In Deutschland sind Daten nur an Orten mit über 100.000 Personen verfügbar. Auch andere Länder wie Großbritannien haben aufgrund dieser Änderungen Punkte verloren. Bei den Wetterdaten gab es auch eine Nullnummer für Deutschland, Grund dafür sind hier die nicht erreichten fünf Prognosetage der Wetterdaten. Taiwan landet nach dieser Bewertung auf dem auf dem ersten Rang, gefolgt vom Vorjahresersten Großbritannien und Dänemark, Kolumbien und Finnland.