Zwischen Hamburg und Berlin, 31.12.2015 – Chaos, Spaß und Kommunikation: Wir waren in Hamburg beim 32. Chaos Communication Congress oder kurz 32C3. Der Chaos Communication Congress ist ein mehrtägiges, in Deutschland stattfindendes Treffen der internationalen Hackerszene, das vom Chaos Computer Club (CCC) ausgerichtet und organisiert wird. Der Kongress widmet sich in zahlreichen Vorträgen und Workshops technischen und gesellschaftspolitischen Themen. Über 13.000 Teilnehmer*innen waren Ende Dezember 2015 in Hamburg mit dabei. Und wir haben uns sehr über den Austausch mit vielen lieben Menschen und anderen Communities gefreut.

Aus der großen Familie des Freien Wissens waren wir gleich mit mehreren Ablegern in einer der Assemblies vertreten – zwischen der OpenStreetMap-Assembly und den Chaospatinnen waren wir Anlaufpunkt für Jugend hackt, die deutschlandweit auf lokaler Ebene arbeitenden Open Knowledge Labs und das „Mutter-Raumschiff“ Open Knowledge Foundation Deutschland

Es blieb jedoch nicht nur bei Stickern, Kuchen, Händedesinfektionsmittel und den von Walters Mama gebackenen Plätzchen an der Assembly, unsere Mitstreiter*innen sorgten auch für inhaltliche Beiträge auf dem Congress:

Arne Semsrott brachte alle Interessierten mit Crypto ist Abwehr, IFG ist Angriff! auf den neuesten Stand rund um das IFG-Anfragenportal FragDenStaat – und zwar in einem so fulminanten Tempo, dass es auch noch für eine ausführliche Fragerunde reichte.

Unser Herzensprojekt Jugend hackt war gleich zwei Mal auf den Congressbühnen vertreten. Einmal führte monoxyd im großen Saal durch die Projekte des vergangenen Jahres, und einmal gingen Daniel Seitz und Juliane (Juka) Wessalowski im Sendezentrum noch einmal genauer auf einzelne Projekte ein.

Auch abseits der großen Bühnen gab es Angebote rund um offene Daten. Wir freuten uns sehr über den mit 48 Teilnehmer*innen gut besuchten Workshop rund um die Frage, wie die Community künftig Open Data aus der Deutschen Bahn herauskitzeln kann. Hier kannst Du noch gerne weitere Daten- und Prozesswünsche einbringen.

Die Deutsche Bahn stellt sich den harten Fragen der Community ;)

(Themenverwandter Einwurf: Wer gerne über das WLAN im ICE schimpft, konnte sich von Anna-Lena Baecker bei der Chaoswelle die technischen Hintergründe erklären lassen – leider ohne Aufzeichnung. Update: Den Vortrag über Hochgeschwindigkeitsinternet in Hochgeschwindigkeitszügen hat AnnLe__ noch einmal beim Datengarten/63 gehalten – eine Aufzeichnung gibt es ebenfalls!)

Das waren jedoch bei weitem nicht die einzigen Workshops zu freiem Wissen. Der Congress war auch Gelegenheit zum Austausch mit der Open-Science-Community, dem Open Data Incubator als Förderprogramm für Open Data in Europa, sowie der Initiative EITI für mehr Transparenz im Rohstoff-Sektor – aber eben auch eine Gelegenheit, mal etwas Neues über Fluxus-Kunst kennenzulernen ;)

Das waren jetzt nur die „offiziellen“ Meetups, ganz ohne die vielen zufälligen Treffen im CCH und erst recht nicht die Treffen in Halle H zu berücksichtigen. Schön war das – 2016 kommen wir gerne wieder. Mit noch mehr Stickern. Und hoffentlich auch wieder Plätzchen ;)