Jugend hackt beim Festival of Code

Ein Erfahrungsbericht – Nach Jugend hackt konnten wir, das sind Leander Berg, Daniel Petri, Timo Denk, Felix Schwarzer, Anne Keune und Björn Ternes, es bis zum nächsten Jahr einfach nicht mehr abwarten. Deshalb haben wir uns entschlossen nach England aufzubrechen: Seit nunmehr sechs Jahren findet dort das Young Rewired State Festival of Code statt, dieses Jahr vom 28. Juli bis zum 3. August. Das Projekt ist so ähnlich wie Jugend hackt nur um einiges größer. Montags bis Freitags treffen sich junge Hacker in Centern, die über ganz Großbritannien verteilt sind. Dort wird, wie bei Jugend hackt, fleißig an kleinen Webseiten oder Apps gearbeitet – das ganze basierend auf offenen Daten. Am abschließenden Wochenende kommen dann die knapp 1000 Teilnehmer zusammen um ihre Hacks vorzustellen. Der wohl größte kulturelle Unterschied: Weit und breit keine Club-Mate.

Bis an die Küste Englands

Die meisten Mitglieder unserer Gruppe machten sich bereits am Sonntag vor dem Festival auf den Weg nach England. Um zu unserem eigentlichen Veranstaltungsort Plymouth an der Südwestküste Englands zu gelangen steuerten wir zuerst einen der Londoner Flughäfen an und mussten uns dann noch einmal auf eine 3-4 stündige Bus- und Bahnreise begeben. Die Begrüßung in der kleinen Studentenstadt durch die Geräusche von Möwen machte das jedoch schnell wieder vergessen.

Eine Woche an der Plymouth University

Die eigentliche Hack-Woche verbrachten wir somit in Plymouth, wo wir am Montag durch den “Centre Lead” Chris Hunt empfangen wurden, der uns in alle organisatorischen Dinge einführte. Untergebracht waren wir im “Babbage Building” auf dem Gelände der Universität, weshalb wir am abschließenden Festival of Code (also am Freitag) eine komfortable Anreise von nur 200 Metern zu absolvieren hatten. Die gesamte Woche hindurch arbeiteten wir fleißig an unseren Projekten und konnten zwischen durch mit den neusten Gadgets (u.a. Oculus Rift, Smartwatch) spielen.

Jugend hackt Teilnehmer an der Plymouth University Jugend hackt Teilnehmer an der Plymouth University

“Let’s Combine” im Finale

Am Wochenende, dem Festival of Code trafen sich somit alle beteiligten Nachwuchshacker in Plymouth um sich über die Projekte der anderen Teams zu informieren. Kurz nach unseren Halbfinalpräsentationen wurde für alle Teilnehmer zum Essen gerufen, allerdings entschieden sich die meisten von uns sich lieber in der Stadt nach einem Snack umzusehen – bis zur Bekanntgabe der Finalteilnehmer um 20:00 Uhr war schließlich noch jede Menge Zeit. Große Hoffnungen machten wir uns allerdings eher nicht. Weit gefehlt: Als wir (Björn und Daniel) uns wieder dem Universitätsgelände und somit dem WLAN-Netz näherten erreichte uns die frohe Kunde: Leanders und unser gemeinsames Projekt „Let’s Combine“ stand als einziges Projekt mit deutscher Beteiligung im Finale. Und wir waren fast zu spät um uns vorzubereiten! Schnell machten wir uns auf den Weg zu den “Plymouth Pavilions” um dort gemeinsam mit den Vertretern aller anderen Finalprojekte die Location des Finales am nächsten Tag zu besichtigen. Wir waren begeistert: Die Veranstaltungshalle ist riesig, überall waren Lautsprechern angebracht und auch die Bühne war mit Lichteffekten und allem was dazu gehört ausgestattet.

**“Best Example of Code” **

Dann kam auch schon der Finalsonntag. Gestärkt mit einem echten Full English Breakfast brach unser Team von „Let’s Combine“ auf zu den Plymouth Pavilions. Nach ein Paar letzten Vorbereitungen nahmen wir in der ersten Reihe Platz und beobachteten wie sich der Saal mit Jugendlichen und Mentoren füllten. Es wurde spannend! Kurz vor unserer Präsentation erreichten uns noch letzte Glückwünsche bevor es dann endlich losging und wir unsere Arbeit der vergangenen Woche vorstellen durften. Am Ende der wunderbaren Veranstaltung konnten wir uns schließlich über die Auszeichnung in der Kategorie “Best Example of Code” freuen.