In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Titel: „Den Standard endlich auf “Offen” setzen: Deutschland verschenkt mit dem geplanten Datenportal GovData.de eine große Chance“ auf der Webseite fordern Vertreter der deutschen Open-Data-Community „zugängliche Plattformen und offene Lizenzen für unsere Daten“ und begründen, warum „die Plattform govdata.de in der jetzt vorgesehenen Form nicht akzaptabel ist“.

Open Government (Data) ist ein Begriff, mit dem das geplante Datenportal für Deutschland bis dato wenig zu tun hat. Sollte es in der momentanen Form gestartet werden, würde das die Entwicklung hin zu offenem und transparentem Regieren in Deutschland nachhaltig bremsen.

Die Unterzeichner kritisieren dabei vor allem, dass die „bisherigen Einblicke in die Plattform einen Ansatz offenbaren, der weder offen, noch zeitgemäß oder effektiv im Hinblick auf Umsetzung, Bedienbarkeit und Sicherheit“ ist. Das vorgesehene Lizenzmodell ist im internationalen Vergleich eine Insellösung, die die Verbreitung und Weiternutzung der Daten maßgeblich behindert. Es ist darüber hinaus nicht ersichtlich, wie eine aktive Community rund um das Datenangebot zur Nachnutzung motiviert und gefördert werden soll.

Der Erfolg der Plattform und der Open-Government-(Data)-Strategie von Bund und Ländern hängt maßgeblich davon ab, dass Datensätze zugänglich gemacht werden die für potenzielle Nachnutzer interessant und relevant sind. Bis heute sind in Deutschland viele relevante Datensätze nicht als offene Daten zugänglich.

Daniel Dietrich, Vorsitzender der Open Knowledge Foundation Deutschland sagt: „Wir haben lange versucht dem BMI und der Bund-Länder Arbeitsgruppe zu Open Government zu helfen. Das für das Datenportal von Bund und Ländern vorgesehene Lizenzmodell ist ungeeignet für offene Daten und erschwert oder verhindert die Nachnutzung der Daten. Damit läuft es dem Zweck der Plattform zuwider, die ja die Weiterverarbeitung der Daten und damit Innovationen fördern will. Wir müssen den Standard endlich auf offen setzen!“