Am 03.09.2011, um 11 Uhr findet im Berliner Betahaus die Konferenz “Netz für Alle“ statt. Auf dem Panel 2 geht es um die Informationsfreiheit. Stefan Wehrmeyer ist mit dabei und stellt die IFG-Anfrageseite www.fragdenstaat.de vor. Aus der Ankündigung:

Unter dem Begriff der Informationsfreiheit lassen sich eine Vielzahl von netzpolitischen Themen fassen. Das Internet und die Möglichkeiten digitaler Kommunikation können die lange gehegten Idee von einer umfassenden Transparenz staatlichen Handelns wahr machen. Mit dem Prinzip des Open Data gerät können wir alle zum Abbau von Herrschaftswissen beitragen. Heute können alle Daten, die Staat, Verwaltung und Politik im Auftrag von Bürgerinnen und Bürgern erheben, erstellen und erarbeiten, mit geringstem Aufwand bereitgestellt werden. Journalisten, zivilgesellschaftliche Akteure und alle anderen Interessierten sind in der Lage, die Grundlagen für staatliches Handeln selbst zu bewerten und eigenständig für völlig neue Zwecke zusammenführen zu können. Das Ende des Herrschaftswissens scheint aber nicht nur im öffentlichen Bereich gekommen zu sein. Das Internet bietet eine bisher einmalige Chance um Informationen weltweit nahezu kostenlos und unabhängig von traditionellen Medien zu verbreiten. Damit einher geht auch eine neue Kultur des Whistleblowing als einer Möglichkeit, Missstände öffentlich zu machen. Egal ob im Bereich privater Unternehmen oder im Dunkelfeld von Polizei, Geheimdienst und Militär. Egal ob in Deutschland oder am Hindukusch.

Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Möglichkeiten des Internets für staatliche Akteure? Wie kann ein Bewusstsein für einen transparenten Staat und eine transparente Verwaltung geschaffen werden? Wie kann ein positives gesellschaftliches Bild vom Whistleblowing vermittelt und das Vorurteil des Denunziantentums zurückgedrängt werden?

 

Mit: Annette Mühlberg (ver.di, EIDG), Halina Wawzyniak (MdB), Stefan Wehrmeyer (Open Knowledge Foundation) und Juliane Witt (Sprecherin LAG Netzpolitik DIE LINKE.Berlin).