Am 19. Februar 2011 haben wir die Open Knowledge Foundation Deutschland (OKFN DE) als gemeinnützigen Verein gegründet. Am 21. Februar wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen. Ein Grund zum feiern! Wir freuen uns darauf mit dieser Neuausrichtung und gemeinsam mit Euch die Ziele der OKF in Deutschland weiter voranzutreiben!

Bereits am 6. Mai 2010 haben einige von uns, im Rahmen des Leipziger Semantic Web Tages, mit einer feierlichen Gründungszeremonie den deutschen Zweig der Open Knowledge Foundation ins Leben gerufen. Seit diesem Tag ist dieser symbolische Akt unter www.okfn.de verewigt. Einige von uns waren bereits in den verschiedenen Arbeitsgruppen der OKF engagiert, aber abgesehen davon ist seitdem nicht viel geschehen. Das soll sich nun ändern.

Wir  wollen die Aktivitäten der OKF in Deutschland ausweiten. Dazu haben wir den Verein „Open Knowledge Foundation Deutschland“ (kurz: OKF Deutschland) gegründet. Der Verein hat den Zweck die Ziele der OKF, wie sie im „Mission Statement“ formuliert sind, zu verfolgen: sich für den freien und uneingeschränkten Zugang zu offenem Wissen im digitalen Zeitalter einzusetzen. Der Charakter und große Erfolg der OKF wird vom ehrenamtlichem Engagement der vielen klugen Köpfen in den Arbeitsgruppen geprägt, das soll auch bei der OKF Deutschland so sein.

Das Konzept der Organisation soll möglichst nah am britischen Vorbild modelliert sein:

  1. viele, viele motivierte Leute, die sich im Selbstverständnis der OKF in offenen Formen der Zusammenarbeit für die Ziele der OKF einsetzen und sich ehrenamtlich in den Arbeitsgruppen der OKF engagieren.
  2. einen wissenschaftlichen Beirat, der sich mit dem Thema offenes Wissen praktisch und theoretisch auseinandersetzt und beratend zur Seite steht
  3. einen kleinen Vorstand der in der Lage ist, anstehende Entscheidungen zu fällen

Anders als bei deutschen Vereinen üblich wird das Verhältnis zwischen den Beteiligten und dem Verein OKF Deutschland nicht über eine Mitgliedschaft definiert, sondern über persönliches Engagement in den Arbeitsgruppen. Das bedeutet auch, dass der Verein keine regulären Mitglieder neben dem Vorstand haben wird. Dies hat den Vorteil, die Struktur schlank und effektiv zu halten. Der Verein ist kein Selbstzweck, sondern soll den rechtlichen Rahmen bieten um bestehende Projekte der OKF in Deutschland zu fördern sowie neue Projekte zu starten und zu betreiben.

Der Vorstand des Verein „Open Knowledge Foundation Deutschland“ wird einen Memorandum of understanding (MOU) mit der OKF unterzeichnen. Dieses ist bindend und regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten. Ausserdem wird ein Mitglied des OKF Board (Rufus Pollock) im Vorstand der OKF Deutschland vertreten sein um eine inhaltliche Abstimmung und Kommunikation zu gewährleisten. Darüber hinaus soll sich die OKF Deutschland an den unter „Governance“ formulierten Regeln für die OKF-Community orientieren.

Hier ist die Satzung und hier das Mission Statement der OKF Deutschland.

Für den Vorstand konnten wir gewinnen:

  • Daniel Dietrich, TU Berlin Fachbereich Informatik und Gesellschaft, Koordinator der OKFN Working Group Open Government Data & Eu Open Data
  • Friedrich Lindenberg, Programmierer, Koordinator der OKFN Working Group WDMMG
  • Christian Kreutz, Politologe und Gründer von Frankfurt gestalten
  • Marcus Dapp, IT-Strategie Landeshauptstadt München und Lehrbeauftragter ETH Zürich
  • Sören Auer, AKSW Forschungsgruppenleiter, Institut für Informatik, Universität Leipzig
  • Adrian Pohl, Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen, Koordinator der OKFN Working Group on Open Bibliographic Data
  • Rufus Pollock, Wissenschaftler, OKF Co-founder
  • Jonathan Grey, Wissenschaftler, OKF Community coordinator