Schule soll neben Mathe, Deutsch und Physik gesellschaftspolitische Kompetenzen aufbauen und Schüler/innen auf die Welt “da draußen” vorbereiten. Nicht immer klappt das gut - wenig Schulbudget, konservative Lernformate und (viel zu?) hohe Anforderungen an die Lehrer/innen machen den Wandel von einer konservativen Schule zu einer gesellschaftsfähigen Schule zu einer Herausforderung. Neuere Themen, bspw. das Programmieren und Medienkompetenzen, werden vor allem über neue Lernmethoden von außerschulischen Programmen vermittelt.

Auch unser erster Partner BildungCent e.V. ist eine außerschulische Initiative, die seit 2003 im gesamten Bundesgebiet mit mehr als 4.400 Schulen und Bildungseinrichtungen zusammenarbeitet und eine neue Lehr- und Lernkultur fördert. BildungsCent e.V. setzt verschiedene Programme zu den Themen Klimaschutz und Klimawandel, Partizipation und Engagement, Schulleitungshandeln und Leadership um. Alle Programme verfolgen das Ziel, die Schule als einen Lebensraum zu entwickeln, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale entfalten und an der Gestaltung des Schullebens aktiv teilhaben.

Gesellschaftspolitische Themen in den Schulalltag tragen

Nach dem Brainstorming

In den nächsten drei Monaten werden wir uns mit dem Thema Schule und Bildung auseinandersetzen. Beim ersten Workshop mit BildungsCent e.V. am 21. September ging es darum, das System Schule besser zu verstehen und Input für relevante Themen zu sammeln, an denen wir gemeinsam mit unserem Partner arbeiten werden.

Ein Bestandteil des Workshops war der Blick auf die Daten des Vereins und weiterer externer Datenquellen sowie deren Anwendungsmöglichkeiten. Ziel war es, besser zu verstehen, welche Themenfelder für BildungsCent und weitere Akteure aus dem Bildungsbereich interessant und für ihre Arbeit hilfreich sein könnten.

Projektbeispiele rund um Schuldaten

Verschiedene Projekte nutzen bereits Schuldaten und zeigen, wie man die Institution Schule transparenter darstellen kann.

Das Open Syllabus Project aus den USA macht Lehrpläne verschiedener Universitäten zugänglich, maschinenlesbar und durchsuchbar. Außerdem wird über ein Scoresystem ermittelt, welche Texte und Themen besonders häufig unterrichtet werden. Zukünftig sollen Visualisierungen dabei helfen, die Menge der gescrapten Daten von Uniwebseiten besser zu verstehen.

Das Projekt Wo unsere Kinder lernen widmet sich der Schulsanierung und zeigt auf einer Karte die Sanierungskosten einzelner Berliner Schulen. Die Daten stammen von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft und beinhalten vor allem Informationen zum Berliner Bezirk Lichtenberg.

Bei der richtigen Schulwahl helfen die Projekte Schulradar Ruhrgebiet und Berliner Schulen. Beide Projekte zeigen vorhandene Schulinformationen auf einer Karte, mit einem Klick kann man sich näher zu Schulart, besonderen Angeboten und Barrierefreiheit informieren.

Das Projekt Schulen in Köln verknüpft Informationen zu Schuldaten mit Bevölkerungsstatistik einzelner Kölner Bezirke. Auf der Karte werden Altersstruktur, Anzahl der Schüler/innen und Angaben zu Schulen auf Bezirksebene dargestellt.

Mehr zur Datenschule

Die Datenschule vermittelt gemeinnützigen Organisationen die nötigen Fähigkeiten, Daten und Technologien zu verstehen, um sie zielgerichtet für ihre gesellschaftlichen Aufgaben einzusetzen.

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