Brexit, ein wachsender Rechtsradikalismus und eine andauernde wirtschaftliche Stagnation. Die Probleme mit der die Europäische Union (EU) momentan zu kämpfen hat sind gewaltig. Aber wie kann die gegenwärtige Euroskepsis überwunden werden und eine europaweites, starkes Zeichen gegen Rechts gesetzt werden? Beim Campus Event von European Alternatives vergangene Woche sind politische Aktivisten zusammengekommen, um Europa neu zu denken. OpenBudgets und die Datenschule waren dabei und haben mitdiskutiert.

Unter dem Motto „Shifting Baselines“ wurde in mehreren Workshops erarbeitet, wie politischer ARTivism, eine alternative Stadtentwicklung und transeuropäische Netzwerke ein positives Zeichen für Europa setzen können. OpenBudgets und die Datenschule haben in den Workshops zur Stadtentwicklung und europaweiten Netzwerken teilgenommen und einen Input gegeben.

##Shifting Networks Im Netzwerk-Workshop wurde diskutiert, wie pro-europäische Bewegungen gebildet werden können und wie lokale Akteure sich derzeit gegenseitig unterstützen. Dabei wurde auch gefragt, wie wichtige Organisationen und deren Beziehungen zueinander erkannt werden können. Am Beispiel der sozialen Netzwerkanalyse verdeutlichten wir, wie die Teilnehmer miteinander in Verbindung stehen und wo weitere Brücken gebaut werden können. Um zu zeigen wie gemeinnützige Organisationen Daten für ihr politisches Engagement besser nutzen können, haben wir auch auf unsere Workshops der Datenschule aufmerksam gemacht.

##Workshop: Rebel Cities Insbesondere urbane Gebiete bekommen die verstärkte Spaltung in Europa zu spüren. Im Workshop zur alternativen Stadtentwicklung wurden die Folgen wachsender Ungleichheit, Austeritätspolitik und Arbeitslosigkeit in Europa diskutiert. Besonders in Städten zeigt sich dies am Beispiel steigender Mieten und Wohnungsräumungen, wodurch Gentrifizierung und Leerstand forciert werden.

Um europäische Institutionen zur Verantwortung zu ziehen brauchen wir bessere Quellen, um uns als Bürger informieren zu können. Budget- und Spending-Data können ein erster Schritt sein, politisches Engagement zu stärken und eine fakten-basierte Grundlage zu schaffen. Die Erfahrungen aus den beiden Workshops zeigten aber auch, dass es proaktive Institutionen braucht, um Partizipation und einen offenen Dialog zwischen Staat und Bürger zu fördern.