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Wir wollen wissen, welche Daten ihr braucht!

November 24, 2011 in offene Daten

Liebe Leute,

wir haben im Rahmen des “Apps für Deutschland” -Wettbewerbs mehrfach Nachfragen von einzelnen Entwicklern nach sehr konkreten Datensätzen erhalten: “Ich arbeite an einer App XY und möchte die Daten von Behörde YZ dafür nutzen, leider scheinen die nicht als offene Daten zur Verfügung zu stehen. Hat jemand einen Rat?”

Bisher konnten wir leider bei diesen Fragen nicht wirklich weiterhelfen. Klar, das BMI hat als Schirmherr des Apps4DE eine Anfrage an einige Behörden (vor allem Bundesbehörden) gestellt, die auch teilweise zur Veröffentlichung von sehr interessanten Daten geführt hat. Siehe dazu die wachsende Anzahl von Datensätzen auf www.offenedaten.de

Aber das reicht einfach noch nicht! Deshalb schlage ich vor, dass wir eine gezielte Aktion starten:

Wir ermitteln in der Community den Bedarf nach konkreten Datensätzen und schreiben dann im Namen der Community und der Organisatoren des Wettbewerbs Briefe/Mails an die entsprechenden Behörden um nochmals auf den Wettbewerb und die Freigabe der Daten hinzuweisen.

In diesem Sinne: Wir wollen wissen, welche Daten ihr braucht!

Dazu haben wir ein Formular eingerichtet, bitte seit möglichst konkret und präzise! Allgemeinplätze, wie “alle Daten sollten allen zugänglich sein”, bringen uns an diesem Punkt nicht weiter. Es geht darum noch ein paar Schätze zu bergen:

 

[button size="large" align="center" link="https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?formkey=dDVwN1drTEV2ZnFPaGxMWm9KZ2k2eUE6MQ#gid=0" color="magenta"]Zum Formular[/button]

 

Bitte mitmachen und weiter verteilen! und auf Twitter den Hashtag #apps4de nutzen.

Pressemitteilung: Urheberrecht für das 21. Jahrhundert schaffen!

November 24, 2011 in Positionen

In ihrem gemeinsamen Positionspapier “Was zu tun wäre: ein Urheberrecht für das 21. Jahrhundert” fordern Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e.V. und Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. die Urheber und die Politik zu einem Dialog mit den Nutzern digitaler Werke auf. Anlass der Veröffentlichung des Positionspapiers ist eine Rede der für die Digitale Agenda zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes, die festgestellt hatte, dass “Copyright” von einem begrüßenswerten Recht zu einem Hasswort für die Nutzer geworden sei.

“Wir sind der Meinung, dass Kommissarin Kroes leider Recht hat”, stellt Jan Engelmann, Bereichsleiter Politik und Gesellschaft bei Wikimedia Deutschland fest. “Das liegt daran, dass das Urheberrecht in seiner heutigen Form nur noch scheitern kann und dringendst reformbedürftig ist.” Überlange Schutzfristen führten dazu, dass zu viele Werke unnötig der Allgemeinheit vorenthalten würden, manche analoge Prinzipien wie der Erschöpfungsgrundsatz seien im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß.

Das Urheberrecht sei unverständlich und komplex geworden, überfordere Nutzer und Politiker gleichermaßen. “Was niemand versteht, ist zum Scheitern verurteilt. In seiner derzeitigen Form führt das Urheberrecht zu Exklusion und künstlicher Verknappung statt die Produktion von kulturellen Werken zu fördern und Teilhabe an der Wissensgesellschaft zu ermöglichen”, sagt Daniel Dietrich von der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.

Die Verfasser des Positionspapiers fordern die Politik auf, das Urheberrecht von Grund auf neu zu denken und rufen zum Dialog zwischen Urhebern und Nutzern auf. “Wenn wir das Urheberrecht nicht in absehbarer Zeit neu gestalten und der Zeit anpassen, wird es sich nicht mehr mit verhältnismäßigen Mitteln durchsetzen lassen und an der zunehmenden Inakzeptanz scheitern. Das wäre schlecht für Urheber und Nutzer gleichermaßen”, erklärt Lavinia Steiner, Vorstand des Digitale Gesellschaft e.V.

 

[button size="large" align="center" link="http://wiki.okfn.de/Positionen/Urheberrecht" color="magenta"]Zum Positionspapier[/button]

 

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Jan Engelmann, Wikimedia Deutschland e.V., jan.engelmann@wikimedia.de Tel: 030-219158260

Daniel Dietrich, Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., info@okfn.de Tel: 0171-1006855

Lavinia Steiner, Digitale Gesellschaft e.V., presse@digitalegesellschaft.de

PDF dieser Pressemitteilung: Urheberrecht – PM Gemeinsames Positionspapier – Wikimedia Deutschland, Digitale Gesellschaft, Open Knowledge Foundation Deutschland

Offene Geodaten Berlin: Wir fangen dann schon mal an…

November 21, 2011 in Open Knowledge Foundation

Wir begrüßen die Initiative des neuen Berliner Senats:

Die Koalition wird die Open-Data-Initiative des Landes fortsetzen und ausbauen. Dazu setzt sie sich für eine Prüfung der weitgehenden Offenlegung von öffentlichen Daten (z. B. Geoinformationsdaten) unter Wahrung des persönlichen Datenschutzes ein.

(Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU in Berlin).

Geoinformationsdaten? Hey, die finden wir auch spannend! Wir möchten allerdings nicht warten, bis die Koalition bestätigt und die neue Regierung gewählt ist, sondern wollen gleich loslegen und spannende Möglichkeiten zur Weiterverarbeitung von Geodaten zeigen und erforschen.

Deshalb laden wir ganz herzlich ein zum Open Data Hackday am 03. und 04. Dezember 2011 in Berlin. Wir wollen jeweils den ganzen Tag von 10 Uhr – bis 19 Uhr hacken und uns dabei vor allem die Daten des FIS-Brokers anschauen. Diese können natürlich nach belieben mit anderen Datensätzen z.B. aus dem Berliner Datenportal daten.berlin.de oder dem Katalog für offene Daten www.offenedaten.de oder anderen Fundstellen kombiniert werden. Bitte hier anmelden:

 

[button size="large" align="center" full="false" link="http://www.doodle.com/mk8y5ikqhzkyks53" color="magenta"]Mach mit![/button]

 

Netterweise haben unsere Freunde von co-up sich bereit erklärt uns ihre Hallen zur Verfügung zu stellen. Der Open Data Hackday in Berlin ist Teil des internationalen Open Data Day. Dieser findet rund um die Welt in verschiedenen Ländern und Städten. Frankfurt am Main ist auch schon dabei :) Deine Stadt auch?

In der nächsten Zeit werden weitere Hackdays in (hoffentlich vielen) Städten in Deutschland stattfinden. Damit wollen wir den Bedarf nach mehr offenen Daten unterstreichen und gleichzeitig die im Rahmen des Open Data Wettbewerbs “Apps für Deutschland” stattfindende Datenfreigabe von Behörden anregen und unterstützen. Aktuelle Termine findet ihr unter opendata.hackday.net.

Offene Daten brauchen Apps und Apps brauchen offene Daten!

Wenn jemand einen lokalen Hackday organisieren möchte, schreibe er oder sie bitte eine Mail an team[at]okfn[punkt]de, wir helfen gerne weiter und rühren ordentlich die Werbetrommel für euch. Man kann dem Hackday auch bei Twitter folgen, um nix zu verpassen.

Der Hashtag für den Hackday am 3. & 4. ist, dem internationalen Open Data Day folgend, #odhd + #you <= (dein Airport Code) und für den Wettbewerb ist #apps4de. Wer bei dem Apps4DE-Wettbewerb mitmachen möchte kann sich hier mit Informationen versorgen.

Ein paar schöne Zitate zum Apps4DE Wettbewerb

November 19, 2011 in offene Daten, Open Knowledge Foundation

Rechtzeitig zum Apps für Deutschland Wettbewerb haben wir ein paar besonders schöne Zitate sammeln können.

Spending data has made the workings of government much clearer to journalists and citizens

Tim Berners-Lee: In the UK, with clear request from the very top levels, with dedicated people working within government, with strong support from academic and non-profit sides, there has been a major shift toward Open Government Data as the default. Spending data has made the workings of government much clearer to journalists and citizens, encouraging citzen engagement in the process and in democracy. Logistical and geospatial data has made it more efficient to run a company. Data on the performance of schools and hospitals has helped people chose where to live, and of course provided publicly visible feedback to the managers .. and so on. The US and UK governments have competed in an informal race to get the data out, and to reap the benefits. We welcome Germany joining that race, for Germany’s sake but also because we know that as more countries provide data about more things, so we all will get a picture of the state of the whole world, a picture which is very important in this crucial era.

Tim Berners Lee, W3C Consortium and Advisor of the UK Government on Linked Open data

Open public data benefits everybody

Neelie Kroes: Open public data benefits everybody – and more and more public authorities across Europe are recognising this and opening up. The recent EU Open Data Challenge showed innovative applications using these data – made by citizens, for citizens. By demonstrating the usefulness of open data, competitions like this can increase awareness, stimulate innovation, and boost European competitiveness. I am delighted that Germany is joining the movement towards open government data!

Neelie Kroes, European Commission Vice-President for the Digital Agenda

We hope this is a trend that cannot be reversed

Jose M. Alonso: We have seen the number of Open Government Data initiatives increasing from 2 to nearly 200 in less than three years. The benefits of these programs are just starting to be realized: from increased transparency and accountability to economic growth and job creation and improved government efficiency and effectiveness. We hope this is a trend that cannot be reversed as it provides the means for a much needed change on the way governments and their constituencies relate, allowing a two-way interaction and, in the end, improving people’s lives. It’s crucially important to take all the challenges into account and address them properly for those initiatives to become a successful success over time and for the people at large to enjoy the aforementioned benefits. Germany interest in joining the Open Data movement should not but add to the greater impact of Open Data worldwide and will help to provide more examples on how to address those challenges and reap those benefits.

Jose M. Alonso, Program Manager, Open Data, World Wide Web Foundation

It’s great to see the launch of Apps Für Deutschland

Andrew Stott: It’s great to see the launch of Apps für Deutschland, with three federal agencies, Berlin and Bremen leading the way in contributing open data and with the opportunity for developers to show politicians, officials and the public new and innovative ways to generate economic and social value from open government data.

Andrew Stott, UK Transparency Board and former Director of data.gov.uk

#Apps4De Opendata Hackday in Bremen

November 17, 2011 in Open Knowledge Foundation

Am 9 November wurde der Apps 4 Deutschland Wettbewerb gestartet. Begleitend zu diesem Wettbewerb veranstaltet die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. eine Reihe von Hackdays.

Den Aufschlag dazu macht an diesem Wochenende (19.11) Bremen. Die Hansestadt war in den letzten Monaten sehr aktiv im Bereich offener Daten und hat auch ein richtungsweisendes Informationsfreiheitsgesetz auf den Weg gebracht. Wir dürfen daher auf die bremischen Daten besonders gespannt sein und hoffen auf viele neue, spannende Apps für Bremen und Deutschland. Nähere Informationen findet man hier.

In der nächsten Zeit werden weitere Hackdays in (hoffentlich vielen) verschiedenen Städten in Deutschland stattfinden. Aktuelle Termine findet ihr unter www.opendata.hackday.net.

Falls jemand gerne einen lokalen Hackday organisieren möchte schreibe er oder sie bitte eine Mail an team[at]okfn[punkt]de, wir helfen dann gerne weiter und rühren ordentlich die Werbetrommel für euch. Man kann dem Hackday auch bei Twitter folgen, um nix zu verpassen.

Hashtag für die Hackdays und den Wettbewerb ist #apps4de. Wer bei dem Wettbewerb mitmachen möchte kann sich hier mit Informationen versorgen.

Start des “Apps für Deutschland” -Wettbewerbs

November 9, 2011 in Deutschland, offene Daten, Open Knowledge Foundation

Am 8. November 2011 wurde mit “Apps für Deutschland” der erste Open Data-Wettbewerb hierzulande eröffnet. Träger und Organisatoren des Wettbewerbs sind drei gemeinnützige Vereine: die Open Knowledge Foundation Deutschland, das Open Data Network und das Government 2.0 Netzwerk. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums und wird unterstützt durch den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom).

Bis zum 1. Februar können Ideen und Anwendungen eingereicht werden. Eine hochkarätige Jury entscheidet über die Gewinner. Es gibt interessante Preise zu gewinnen. Die Preisverleihung findet im März 2012 auf der CeBIT in Hannover statt.

Eine Besonderheit ist, dass “Apps für Deutschland” kein reiner Apps-Wettbewerb ist, sondern ein Schwerpunkt auf der Veröffentlichung von Daten liegt. Entsprechend gibt es neben der Kategorie Ideen und Apps auch die Kategorie Daten.

Für den Wettbewerb werden vom Bundesministerium des Innern, dem Statistischen Bundesamt sowie dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie Daten unter einer ‘offenen‘ Lizenz bereitgestellt. Diese Datensätze werden, zusammen mit den Daten aus dem Bremer und dem Berliner Datenkatalog, für den Wettbewerb in einem umfangreichen Datenkatalog zusammengefasst. Die OKF DE kümmert sich im Rahmen des Wettbewerbs um den Datenkatalog für den wir die Seite www.offenedaten.de überarbeitet haben.

Die Freie Hansestadt Bremen stellt Daten aus dem Bremer Datenkatalog, aus den Bereichen Bildung, Finanzen, Soziales, Statistik und Umwelt zur Verfügung. Das Land Berlin stellt sämtliche Daten von Open Data Berlin zur Verfügung. Diese umfassen u. a. Daten aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Demographie, Umwelt und Klima.

Wir möchten Deutsche Behörden ermutigen im Rahmen des Wettbewerbs Datensätze bereitstellen, die vorher nicht als offene Daten zugänglich waren. Hier geht es zum Anmeldeformular für Daten.

Es gibt eine offene Mailingliste für Diskussionen rund um den Wettbewerb. Auf Twitter kann man @Apps4DE folgen. Der Hashtag ist #apps4de Die OKF DE möchte in den nächsten Monaten helfen eine Reihe von Hackdays in verschiedenen Städten zu organisieren. Der erste davon bereits am 19. November in Bremen. Hier mehr dazu und hier die Pressemitteilung der Hansestadt Bremen zum Hackday. Weitere werden folgen: in Berlin, Hamburg, Frankfurt, … stay tuned!

Wir freuen uns um Anregungen un d Kritik und auf viele gute Ideen und nützliche Anwendungen. Besonders gespannt sind wir auf die Daten, die im Rahmen von Apps4DE geöffnet werden!

Hier gibt es die Pressemitteilung der drei Vereine zum Start des Wettbewerbes (PDF), hier die Pressemappe Apps4Deutschland- Informationen für die Medien (PDF) sowie den Flyer Apps4Deutschland (PDF). Desweiteren findet sich hier eine Sammlung mit Presseartikelnund hier das Video von der Eröffnung. Weitere Informationen zum Wettbewerb findet sich auf:  www.apps4deutschland.de

Freies Wissen für Berlin

August 16, 2011 in Open Knowledge Foundation

Unsere Freunde und Kollegen von der Wikimedia bereiten eine weitere interessante Veranstaltung vor zu der ihr alle herzlich eingeladen seid: Wikipedia für Berlin – Berlin für Wikipedia?

  • Freitag, 2.9.2011 – 19 Uhr
  • Berlin Agora im
  • RADIALSYSTEM V
  • Holzmarktstr. 33
  • 10243 Berlin

Wissen erstellen, nutzen und weiterverbreiten – das ist im digitalen Zeitalter einfacher als je zuvor. Wir wollen darüber sprechen, wie das Wissen Berlins zusammenkommen und unter Freien Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann und uns dabei über Wikipedia und das Freie Medienarchiv Wikimedia Commons unterhalten.

Wie kann Berlin von Wikipedia profitieren, in der Freiwillige aus aller Welt das Wissen der Welt sammeln und frei zur Verfügung stellen? Und wie kommt das Wissen Berlins in die Wikipedia? Wir wollen mit Medienexperten, netzpolitischen Akteuren, aktiven Wikipedianer und Nutzerinnen und Nutzern der Wikimedia-Projekte in der “Berlin Agora” darüber sprechen, wie das Wissen der Hauptstadt gesammelt werden kann.

Wir stellen den Fotowettbewerb “Wiki Loves Monuments” vor, der helfen soll, das kulturelle Erbe der Kultur- und Baudenkmälern für alle frei zugänglich zu dokumentieren. Welche weiteren Wege gibt es, das Wissen Berlins gemeinsam zu erstellen, zu nutzen und weiterzuverbreiten?

Und wir wollen über die Aktion “Wikipedia muss Weltkulturerbe werden!” sprechen. Ist das eine utopische Vorstellung? Stellt das gesammelte Wissen der Menschheit tatsächlich ein “Meisterwerk menschlicher Schöpfungskraft” dar?

Wie sind Berliner Weltkulturerbestätten entstanden – und wie entsteht heute die größte Enzyklopädie mit dem Wissen der Menschheit. Wird Wikipedia das erste Weltkulturerbe werden, das alles Weltkulturerbewissen in sich vereint?

Apps für Deutschland

July 15, 2011 in Deutschland, Open Knowledge Foundation

Es ist soweit: Nach ein paar Wochen der Vorbereitung freue ich mich euch heute mitteilen zu dürfen, dass die Open Knowledge Foundation Deutschland gemeinsam mit dem Open Data Network und dem Government 2.0 Netzwerk den Wettbewerb “Apps für Deutschland ausrichten wird. Die Idee zu einem solchen bundesweiten Wettbewerb um offene Verwaltungsdaten entstand bereits vor über einem Jahr. Jetzt haben wir mit dem Bundesministerium des Innern als Schirmherr und dem BITKOM als Unterstützer zwei Partner gefunden um die Idee endlich umzusetzen. Das Statistische Bundesamt und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie werden Daten für den Wettbewerb bereitstellen, andere Behörden werden dem Beispiel hoffentlich folgen.

Die drei Vereine sind für die konzeptionelle Arbeit und die Durchführung des Wettbewerbs zuständig. Der BITKOM ist mit der Aktivierung von Unternehmen der IKT-Industrie zur kommunikativen und finanziellen Unterstützung (Sponsoring) des Wettbewerbs betraut. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat seine Unterstützung bei der Mobilisierung von Kommunen zugesagt.

Der Start des Wettbewerbs ist für den 8. November 2011 auf der Messe “Moderner Staat” vorgesehen. Die Prämierung der Gewinner wird auf der CeBIT im März 2012 stattfinden. Hier findet ihr ein Informationsblatt mit weiteren Fakten zum Wettbewerb.

Ein solcher Wettbewerb kann nur gelingen, wenn möglichst viele kluge Köpfe Ideen und Engagement einbringen. Wir würden uns daher sehr über eure Beteiligung freuen. Ein erstes offenes Treffen des Orga-Teams wird Ende diesen Monats in Berlin stattfinden. Den genauen Termin teilen wir euch mit, wenn er feststeht – ihr seid herzlich eingeladen!

Mehr Infos bald unter: www.appsfürdeutschland.de und #apps4de

OKCon Rückblick

July 14, 2011 in Deutschland

Die OKCon ist vorbei und ich kann nach ein paar Tagen Ruhe wieder klar Denken: Es war einfach großartig! So viele kluge Köpfe mit so vielen interessanten Themen in so kurzer Zeit… das war eigentlich kaum zu schaffen! Ein wahrer intellektueller und emotionaler Marathon. Wir haben viel positives Feedback bekommen und ich bin sehr glücklich und auch ein bisschen stolz dabei geholfen zu haben dies alles zu ermöglichen. Doch in Wirklichkeit war es weder das spannende Programm noch die großartigen Vortragenden sondern vor allem IHR – alle Leute die dabei waren! Gemeinsam haben wir die OKCon zu dem gemacht was sie dieses Jahr war: eine großartige Konferenz. Danke an alle Beteiligten!

Mittlerweile kommt auch die Nachbereitung zusammen:

GeoBusiness Lizenz: Open Data und die sieben Zwerge

April 23, 2011 in Open Knowledge Foundation

IANAL: I am not a lawyer, was folgt ist Laienmeinung vom allerübelsten.

Durch einen freundlichen Hinweis von Michael Fanning wurden wir in der letzten Woche auf die GeoBusiness Lizenz aufmerksam gemacht, an der zur Zeit die Kommission für Geoinformationswirtschaft des Wirtschaftsministeriums arbeitet. Auf der Seite werden zur Zeit acht unterschiedliche Lizenzmodelle vorgestellt: eine Lizenz (Ia), welche grob mit der Open Definition vereinbar ist und damit potentiell zur Bereitstellung von Open Data geeignet wäre, sowie sieben abgeleitete, nicht-offene Modelle. Dabei werden verschiedene Eingrenzungen durchgespielt, die vermutlich typisch für die Open Data-Diskussion in Deutschland sind:

  • Mit einer Eingrenzung auf “geschlossene Nutzergruppen” wird ein de-facto Publikationsverbot für die Daten angesprochen. Es wäre dann nicht möglich Anwendungen auf der Basis der Daten überhaupt Dritten zugänglich zu machen. Damit mag zwar einigen Landkartenfetischisten geholfen sein, von einer Weiternutzung der Daten muss da aber natürlich nicht mehr gesprochen werden. Die Lizenz entspricht grob der Idee von Freeware – ein Konzept, das nicht ohne Grund im Web mittlerweile fast ausgestorben ist.
  • Zudem wird das Verbot der Weiterverarbeitung für Daten diskutiert. Genau genommen ist Entwurf das Wort “verarbeiten” durchgestrichen, womit auch schon so ziemlich alles gesagt ist. Was dann übrig bleibt: runterladen, anklicken, ausdrucken, angucken. Die Idee von “no-derivatives”-Lizenzierung mag man bei künstlerischen Werken noch aus den Rechten des Autors ableiten, bei Geodaten verhindert sie jedoch schon die rudimentärsten Operationen – ganz zu Schweigen von einer aktiven Weiternutzung, wie sie das Ziel von Open Data ist.
  • Und schließlich wird auch die Forderung diskutiert, die uns vermutlich in Deutschland noch eine ganze Weile begleiten wird: das Verbot kommerzieller Nutzung der lizenzierten Daten. Nicht-kommerziell ist dabei nur, wer “weder unmittelbar noch mittelbar auf die Erzielung von Erlösen und sonstigen wirtschaftlichen Vorteilen gerichtet ist”. Darunter fallen in der Realität leider der Papst und die Pfadfinder – schon wer einen flattr-Button auf der eigenen Seite platziert ist raus. Zur Abgrenzung kommt aber noch ein grundsätzlicheres Problem: Zweck einer Datenfreigabe sollte es sein, eine gemeinsame Wissensressource zu schaffen. Solche gemeinsamen Güter sind die Quelle der sozialen und wirtschaftlichen Innovation die wir mit dem Begriff “offen” beschreiben – nicht die pure Publikation von Daten im Internet. Das Verbot einer kommerziellen Nutzung verhindert jedoch das Entstehen solcher Allmenden, indem gegen die Mehrzahl der potentiellen Teilnehmer diskriminiert wird – eine Zusammenarbeit wird durch inkompatible Lizenzmodelle verhindert und eine Kombination der Daten mit offenen Quellen wie Wikipedia oder OSM ist nicht mehr möglich. Während man natürlich eine Parallellizenzierung mit der Hoffnung auf direkte Erlöse betreiben kann, ist die Idee informationsökonomisch also ein wenig überkommen und angesichts starker Konkurrenz durch bestehende Projekte wie OpenStreetMap auch nicht wirklich realistisch. Nicht umsonst greift mittlerweile z.B. die Deutsche Flugsicherung auf OSM zurück, anstatt die Daten des Nachbarressorts zu nutzen.

Es bleibt also zu hoffen, dass auf diese Einschränkungen bei der tatsächlichen Lizenzierung verzichtet wird. Ebenso wäre zu wünschen, dass bei den weiteren Nutzungsbedingungen – die in allen Lizenzvarianten vorgesehen sind – noch aufgeräumt wird: so verletzt die Lizenzbestimmungen, wer mit Hilfe der Daten andere in die Irre führt – ein Vorgang der ja nicht immer wissentlich erfolgt. Auch auf den Luxus eines BSI-konformen Rechenzentrums haben wohl die wenigsten potentiellen Nutzer Zugriff.

Insgesamt ist es jedoch überaus ermutigend, dass das BMWi eine Diskussion führen, in der Open Data zumindest als eine der Alternativen zur Wahl steht. Die könnte man dann treffen.

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