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Jugend hackt – ein Wochenende lang hacken, basteln und programmieren mit 120 Jugendlichen

Fiona Krakenbuerger - 15. September 2014 in Open Knowledge Foundation

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Foto: Leonard Wolf

Berlin, 15.09.2014 – Am vergangenen Wochenende fand zum zweiten Mal “Jugend hackt” statt, eine Veranstaltung der Open Knowledge Foundation in Kooperation mit “Young Rewired State” aus Großbritannien und der Agentur für Medienbildung “Mediale Pfade”. Ein Wochenende lang kamen 120 Jugendliche aus ganz Deutschland im Jugendhaus Königstadt in Berlin zusammen, um gemeinsam mit Gleichgesinnten an Softwareprojekten rund um die Themen Überwachung, Bildung, Gesundheit, Gesellschaft, Freizeit und Umwelt zu arbeiten.

In insgesamt 27 Projekten haben die 12 bis 18-Jährigen demonstriert, dass sie nicht nur gut mit Computern umgehen können, sondern auch einen wachen und kritischen Blick auf die Gesellschaft haben. Ein großer Teil der Projekte drehte sich um gesellschaftlich und politisch relevante Themen.

Das Team “Aweareness” beispielsweise hat mithilfe eines 3D-Druckers ein Armband angefertigt, das vibriert, sobald Überwachungskameras in der Nähe sind. Eine andere Projektgruppe hat eine intelligente Pillenbox entworfen, die ältere Menschen an die Einnahme ihrer Medikamente per App erinnert und die korrekte Dosis automatisch ausgibt. Von der Projektgruppe “Pet Finder” stammt die gleichnamige Webanwendung, die das Wiederfinden verlorener Haustiere ermöglicht. Mit den Worten “wir haben uns überlegt, wir wollen die Welt verbessern” eröffneten die Erfinder der Recycling-App “Dein Müll” ihre Projektpräsentation und zeigten, wie die App dabei hilft, Mülleimer in der Nähe zu finden.

Auch die spannende und lange Diskussion am Freitagabend, die sich an den Vortrag über Hackerethik von Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs, anschloss, zeigte, dass die Jugendlichen sich Fragen über Politik und Gesellschaft stellen.

Frank Rieger: “Jugend hackt ist eine Sorte Veranstaltung, von der es viel zu wenig gibt. Talentierten, interessierten Jugendlichen zu helfen, die Technologie und die Welt zu verstehen und zu verbessern macht großen Spass und gibt Hoffnung für die nächsten Generationen.”

Die Projektideen sind selbstständig von den Jugendlichen erarbeitet und umgesetzt worden. Für Fragen standen den Teilnehmerinnen und Teilnehmer das ganze Wochenende über erwachsene Mentorinnen und Mentoren ehrenamtlich zur Seite.

Die Gesamtliste aller Projekte ist hier einsehbar:

http://hacks.youngrewiredstate.org/events/jugendhackt

Fotos der Veranstaltung stehen hier unter Angabe des Fotografen Leonard Wolf frei zur Verfügung: https://www.flickr.com/photos/okfde/sets/72157647142442819/

Pressekontakt:

Maria Reimer, Projektleiterin

maria.reimer@okfn.org

Fiona Krakenbürger, Projektassistentin

+49 177 8212920

An alle Unterstützer: Danke, dass ihr Jugend hackt möglich macht!

Helene Hahn - 13. August 2014 in Open Knowledge Foundation

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Eigentlich wollte ja niemand wieder weg – Abschiedfoto nach Jugend hackt 2013

Für die zweite Ausgabe von Jugend hackt vom 12.-14. September 2014 werden aus allen Bundesländern insgesamt 120 Jugendliche nach Berlin kommen! Die Eventvorbereitungen laufen auf Hochtouren, und dazu machen uns die freiwilligen Mentor/innen mit ihrer Lust auf die Zusammenarbeit mit den Junghacker/innen noch mehr Vorfreude, als wir sowieso schon haben.

Das Event ist aber auch für Interessierte offen: Wir laden alle Neugierigen herzlich zur öffentlichen Projektpräsentation am Sonntag, den 14.9 ab 11.30 Uhr ins Jugendhaus Königsstadt ein. Die Teilnahme ist kostenlos, wir freuen uns aber über eine kleine Eintrittsspende.

Da Jugend hackt aber ohne finanzielle Unterstützung nicht denkbar wäre, möchten wir an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, unsere Partner vorzustellen:

Die BSR ist eines der führenden Entsorgungsunternehmen Europas. Mit rund 5.300 Beschäftigten ist die BSR der größte kommunale Entsorger Deutschlands, ein wichtiger Arbeitgeber Berlins und auch ein vorbildliches Ausbildungsunternehmen. In insgesamt acht Berufen und drei Dualen Studiengängen – darunter auch Informatikkaufleute und das Studium der Wirtschaftsinformatik – bietet die BSR jungen Menschen eine fundierte Ausbildung.

Capgemini ist eine globale IT- und Managementberatung mit weltweit rund 130.000 Mitarbeitern. Allein in Deutschland arbeiten mehrere Tausend Menschen tagtäglich, um unseren Kunden die besten Lösungen für ihre IT-Systeme, Prozesse und das Management zu bieten.

Das Ziel von Google ist es, die Informationen der Welt zu organisieren und für alle zu jeder Zeit zugänglich und nutzbar zu machen.

iteratec ist der Software- und IT-Dienstleister mit der höchsten Kompetenzdichte und aktuell 200 Mitarbeitern an sechs Standorten. Das Aufgabenspektrum reicht von der Entwicklung der IT-Strategie über technologische und methodische Beratung bis hin zur individuellen Programmierung von kompletten Softwaresystemen. iteratec ist ausgezeichnet – z.B. mit 5 Sternen bei „Hamburgs beste Arbeitgeber“ und auf kununu als Top-Arbeitgeber mit einer der besten Work-Life-Balances in Deutschland.

Der Jugend-Demokratiefonds Berlin setzt sich mit dem Förderprogramm „STARK gemacht!“ für demokratische Strukturen sowie Partizipation ein und unterstützt Jugend hackt finanziell schon im zweiten Jahr.

Die kreuzwerker gestalten und begleiten IT-Prozesse mit viel Leidenschaft. Sie betreuen alle Phasen der Software-Entwicklung, leisten klassisches IT-Consulting, Architektur- und Technologieberatung, bieten DevOps und Testing und übernehmen die Projekt- und Entwicklungsleitung. Sie sind zertifizierte Scrum Master und Product Owner, Atlassian Experts-, Magnolia- und Amazon Web Services Partner.

Die mabb ist die gemeinsame Medienanstalt der Länder Berlin und Brandenburg. Sie fördert die Vielfalt im privaten Rundfunk und wirkt an der Entwicklung der audiovisuellen Medien in der Region Berlin-Brandenburg mit. Neben Regulierungs- und Förderungsaufgaben erfüllt die mabb zunehmend Informations- und Moderationsaufgaben. Als neutrale Institution mit öffentlichem Auftrag ist sie unabhängiger Berater für Akteure aus Politik und Wirtschaft.

Der O’Reilly Verlag bietet spannende Literatur für Bastler, Hacker, Nerds & Geeks und setzt sich mit uns gemeinsam für die Nachwuchsförderung ein. Das Team von O’Reilly engagiert sich schon seit vielen Jahren insbesondere an IT-Veranstaltungen und -Wettbewerben für Schüler und junge Erwachsene. Mit dem Thema “Frauen in der IT” stellt das Team außerdem im oreillyblog verschiedene Zugänge zur technischen Welt insbesondere für Frauen dar.

Projekt Zukunft – angesiedelt bei der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung – ist die Berliner Landesinitiative zur Förderung des Wachstumsfeldes IKT, Medien, Kreativwirtschaft. Das Projekt Zukunft erarbeitet Strategien für den Standort, baut Plattformen auf, initiiert Netzwerke, organisiert den Austausch mit den Unternehmen, entwickelt neue Förderinstrumente, erstellt Studien und realisiert innovative Projekte für Wirtschaft und Gesellschaft.

Vielfalt, Chancengleichheit und lokale Entwicklung befördern und so dazu beitragen, das Gemeinwesen und dessen Zusammenhalt nachhaltig zu stärken – darin sieht die Stiftung Pfefferwerk ihre Aufgabe. Schwerpunktmäßig setzt sie ihre Ressourcen dafür ein, dass neue Arbeitsplätze entstehen und/oder die Chancen Benachteiligter auf einen Einstieg in das Erwerbsleben verbessert werden.

Die Technologiestiftung Berlin steht für Innovation und Technologieentwicklung in der Hauptstadtregion. Sie fördert die Wissenschaft und unterstützt die Wirtschaft. Schwerpunkte der Arbeit sind Strategieentwicklung, Bildung und Wissenschaftskommunikation.

Es ist das Ziel von Wikimedia Deutschland, dass die Idee des Freien Wissens Teil unseres Alltags wird. Wir wollen, dass kollaboratives Lernen mit frei nutzbaren Inhalten in Klassenräumen und Hörsälen selbstverständlich wird. Wir wollen, dass diese Art zu arbeiten kein gesellschaftliches Nischenthema bleibt. Wir überzeugen Museen, Wissenschafts- und andere Kulturinstitutionen davon, ihre Inhalte als Vorreiter freizugeben. Wir fordern sichere gesetzliche Rahmenbedingungen, sodass Projekte wie Wikipedia auch in Zukunft entstehen können.

zigzag ist eine international tätige Designagentur mit dem Schwerpunkt User Interface Design. Neben User Research, Interaction und Visual Design spielt die Prototyp- und Software-Entwicklung für die in Stuttgart ansässige Agentur eine immer wichtigere Rolle. Um auch den Nachwuchs fürs kreative Programmieren zu begeistern, unterstützt zigzag Jugend hackt und schickt acht junge Programmiertalente aus dem Südwesten nach Berlin.

120 Jugendliche, 25 Mentor/innen und das Orgateam von Jugend hackt danken allen Sponsoren und Spendern ganz herzlich für ihre Unterstützung!

Wer ebenso wie wir und unsere Partner daran interessiert ist, den Programmiernachwuchs in Deutschland zu fördern und Interessierte für Informatik und Technologie in einem außerschulischen Rahmen zu begeistern, darf uns jederzeit kontaktieren. Wir freuen uns über Ihre E-Mail!

 

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OKFestival 2014 Fringe Event: Arbeitsgruppe für die Öffnung von Wissenschaft und Forschung (Open Science)

Christian Heise - 9. Juli 2014 in offenes Wissen, Open Knowledge Foundation, Open Science

kickoff-open-science-de-2014Die Digitalisierung bietet der Wissenschaft vielfältige Chancen im Umgang mit Wissen und Information. Neue Verfahren des Austausches von Publikationen, Forschungsdaten, Programmcode und Lehrmaterialien über institutionelle, geographische und fachliche Grenzen hinweg haben auf Basis des Internets Eingang in Forschung und Lehre gefunden.

Um die Entwicklungen rund um die Öffnung von Wissenschaft und Forschung auch im deutsprachigen Raum zu fordern und zu fördern, findet am 16.7 ab 19 Uhr im Büro der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V im Rahmen des OKFestivals 2014 ein Kick-off-Meeting für eine deutschsprachige Open Science Arbeitsgruppe statt.

Ort des Fringe Events: OKF DE Office; Singerstraße 109; 10179 Berlin

Datum und Uhrzeit: 16.7.2014 ab 19 Uhr

Um Anmeldung wird gebeten! Zu weiteren Informationen, dem Programm und zur Anmeldung geht es hier entlang.

Offene Lehr- und Lernmaterialien für digitale Geisteswissenschaften

Christian Heise - 3. Juli 2014 in offene Kultur, offenes Wissen, Open Knowledge Foundation

geisteswissenschaften-schulungsmaterialienIm Rahmen von DARIAH-DE (der deutsche Beitrag der europaweit agierenden Forschungsinfrastruktur “DARIAH-EU – Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities”) wurde in den letzten Monaten damit begonnen Schulungsmaterial zu Verfahren, zu Methoden und zu Themen der Digital Humanities (digitale Geisteswissenschaften) unter offenen Lizenzen (CC-BY) zur Verfügung zu stellen. Die Sammlung enthält sowohl Materialien, die im Rahmen von DARIAH-DE entwickelt und zusammengestellt wurden, sowie Schulungs- und Lehrmaterial von international forschenden und lehrenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Das gesamte Material ist verschlagwortet und kann einfach durchsucht und genutzt werden. Die daraus resultierende Sammlung befindet sich auf https://de.dariah.eu/schulungsmaterial. Die Sammlung soll in naher Zukunft weiter ausgebaut werden, um eine zentrale und umfassende Schulungsmaterial-Sammlung, die sich explizit auf eine Nachnutzung für digital Forschende und Lehrende ausrichtet, aufzubauen.

Wir freuen uns sehr, dass DARIAH-DE einen Beitrag zu Open Educational Ressources (freie Lehr- und Lernmaterialien) in Deutschland leistet und diese Materialien offen und frei zu Verfügung zu stellt. DARIAH-DE und seine Partner stärken auf diese Weise das innovative Feld der Digital Humanities und ermöglichen somit die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie anderer wissenschaftlicher Gruppen.

Falls auch Sie DH-Schulungsmaterial haben, das Sie selbst – beispielsweise für eine Lehrveranstaltung oder Workshops – entwickelt oder geschrieben haben und das Sie über das DARIAH-DE Portal anderen Forschenden und Lehrenden zur Weiterverbreitung, Nachnutzung oder auch zur Ergänzung und zum Ausbau zur Verfügung stellen möchten, senden Sie Bitte eine Mail an info@de.dariah.eu.

Disclamer: Die Open Knowledge Foundation e.V. ist Partner von DARIAH-DE und unterstützet das Forschungsprojekt DARIAH-DE bei der Kommunikation und Dissemination rund um Ausrichtung, Inhalte und Ergebnisse der digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities).

OK Festival 2014 – Das internationale Festival für offenes Wissen kommt nach Berlin

Gero Nagel - 17. Juni 2014 in Deutschland, offene Daten, offene Kultur, offenes Wissen, Open Knowledge Foundation, Termine

OKFestival Orga 2012

OKFestival Orga 2012

Die internationale Open-Community trifft sich zum Open Knowledge Festival in Berlin. Vom 15. bis 17. Juli wird in der Kulturbrauerei gelernt, gehackt, gemacht, diskutiert, erkundet und gefeiert. Offenes Wissen, offene Daten, offene Politik und eine offene Gesellschaft – dafür setzen sich Gruppen und Initiativen von Argentinien über Südafrika bis Japan ein. Sie alle treffen sich einmal jährlich, diesmal in Berlin.

Neben Keynotes, von renommierten Persönlichkeiten wie Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für digitale Agenda, reicht das Programm von Themen wie dem verantwortungsbewussten Umgang mit offenen Daten über Talks und Workshops zu Tools und Themen der Community bis hin zu künstlerischen Themen wie der Produktion von Nahrungsmitteln aus Daten. Das Festival verspricht so groß und vielfältig zu werden wie noch nie.

Mit dem unFestival gibt es außerdem noch die Möglichkeit im Barcamp-Style eigene Ideen einzubringen.

Am Rande des OKFestivals gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, wie der Hands-on Konferenz csv,conf zum Hacken, Coden und Daten Visualisieren. Die Reise nach Berlin lohnt sich!

Weitere Infos gibt es auf der englischen Website, Twitter: @OKFestival und Facebook. Tickets gibt es noch auf der Website.

Open Knowledge Foundation Deutschland gewinnt Editors Lab Hackday

Christian Heise - 20. Mai 2014 in Featured, Open Knowledge Foundation

okfn_global_editors_forum_faz_JPEGAuf dem Hackday in der Berliner F.A.Z.-Redaktion in Zusammenarbeit mit dem Global Editors Forum arbeiteten Journalisten, Designer und Programmierer aus ganz Deutschland am vergangenen Wochenende an innovativen Tools und Methoden rund um den Datenschutz. Am Ende entschied eine Jury und das Publikum über den besten Hack. Sowohl Jury als auch Publikum entschieden sich für ein Projekt vom Team der Open Knowledge Foundation Deutschland.

Das Projekt: “We used to read the newspaper, now the news reads us” stellt eindrucksvoll die Sammlung von Nutzerdaten auf Nachrichtenportalen dar. Dabei werden Seiten wie Facebook und Twitter häufig in den Medien für ihre datenbasierte Geschäftsmodelle kritisiert. Ironischerweise teilen diese sozialen Netzwerke das Nutzerverhalten mit weit weniger Werbenetzwerken als die durchschnittliche Nachrichtenseite. Zum Beispiel lauschen bei einem Besuch von Facebook weit weniger fremde Server mit, als bei einem Besuch von WELT ONLINE oder FAZ.net.

Zwanzig “Hackdays” gab es bereits. Das OKF DE Team wird als Gewinner zum Global Editors Network Summit 2014 nach Barcelona fliegen und am “Editors‘ Lab Hackathon Final” teilnehmen, um gegen die Gewinner aus den anderen Hackdays weltweit antreten.

WePromise.eu: Wir unterstützen die Kampagne für digitale Bürgerrechte zur Europawahl

Christian Heise - 15. Mai 2014 in Featured, Open Knowledge Foundation

wepromise_coverNie zuvor stand die Europäische Union vor so vielen Herausforderungen, von Themen wie dem Schutz der Netzneutralität und der Privatssphäre, der Urheberrechtsreform sowie der Überwachung aller europäischen Bürgerinnen und Bürger durch Staaten und Unternehmen. Heute laden wir euch zusammen mit über weiteren 36 weitere zivilgesellschaftlichen Organisationen aus ganz Europa ein, am europäischen Aktionstag der WePromise-Kampagne teilzunehmen und das kommende Europaparlament aufzufordern, Menschenrechte im digitalen Zeitalter zu verteidigen!

Die Idee von WePromise ist einfach: Kandidierende versprechen, sich in der kommenden Legislaturperiode für die WePromise-Charta mit zehn Prinzipien für „digitale Bürgerrechte“ einzusetzen. Diese beinhaltet Punkte zur Urheberrechtsreform, Netzneutralität, Transparenz und Datenschutz. Im Gegenzug versprechen Bürgerinnen und Bürger, wählen zu gehen – und diejenigen zu wählen, die die netzpolitische Charta unterstützen. Über 340 Kandidierende aus 24 Mitgliedstaaten haben bereits die Charta unterzeichnet. Der Schutz der Netzneutralität und die Bereitstellung von freien und offenen IT-Infrastrukturen sowie offenen Daten sind auch Ziele der Open Knowldege Foundation Deutschland. Darüber hinaus wollen wir mit der Unterstützung für die Kampagne die Wählenden in Europa ansprechen und verdeutlichen, warum es wichtig ist an der kommenden Europawahl am 25. Mai teilzunehmen. Deshalb unterstützen wir offiziell die Initiative WePromise.eu.

Wir finden, die EU muss konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Netzneutralität wirklich zu schützen und digitale Bürgerrechte zu stärken. Dazu gehören unter anderem das Verbot jeglicher Diskrimination von Diensten, ein wirklich offener Umgang mit Verwaltungsdaten und die gesetzliche Verankerung von Netzneutralität. Wenn auch ihr eure digitalen Grundrechte schützen wollt, könnt ihr auf http://www.wepromise.eu/de die Petition unterzeichnen und damit die digitalen Bürgerrechte in Europa stärken.

Gastbeitrag: Erfahrungen zweier Kommunen mit dem City Census

Marcus Dapp - 13. Mai 2014 in Deutschland, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Positionen, Transparenz

Der folgende, eingeladene Gastbeitrag stammt von Claus Arndt, Referent des Bürgermeisters für E-Government und neue Medien der Stadt Moers und Christian Geiger, dem Beauftragten für Grundsatzfragen ulm 2.0 der Stadt Ulm. Sie schildern darin ihre Erfahrungen mit dem Open Data City Census Deutschland. Wir danken den Autoren für Ihren Debattenbeitrag, der ungekürzt wiedergegeben wird.

Rahmen

Der Open Data City Census hat direkt nach seinem Start für eine hohe Aufmerksamkeit in interessierten Verwaltungen gesorgt. Gerade in den wenigen Open Data-Kommunen in Deutschland versprach die ansprechend gestylte Website die Aussicht auf mehr Aufmerksamkeit für das Thema bei gleichzeitigem Nachweis der bestehenden Defizite. Hier witterte man Rückhalt für die bisherige Tun und sich Ansporn holen für neue Aktivitäten und frischen Wind: Denn wer findet sich schon gerne mit 0 Punkten in einem öffentlichen Ranking wieder…? Das Ranking ist eine klasse Idee, doch einige Fragen blieben leider beim City-Census-Ranking der Open Knowledge Foundation offen, die wir Euch nicht vorenthalten wollen: Spiegelt das Ranking das wider, was es widerspiegeln sollte? Kann oder soll die Art und Weise der Dateneingabe standardisiert werden? Wie kann die Korrektheit der Daten sichergestellt werden? Welche Lesart des Rankings und der eingegebenen Daten ist die Richtige?

Kritik

Ausgehend von den aufgezeigten Rahmenbedingungen haben sich verschiedene kritische Punkte an dem Ranking gezeigt, welche kurz dargelegt werden sollen:

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Coding da Vinci – Kultur-Hackathon geht in die erste Runde

Helene Hahn - 7. Mai 2014 in Deutschland, Featured, offene Kultur, Open Knowledge Foundation

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“Alles so schön Kultur hier…” schreibt Julian Kücklich an die Papierrolle, an der er den Hackathon grafisch mitverfolgt. Kein Wunder, denn mit viel Kaffee und Mate ging unser Kultur-Hackathon Coding da Vinci am 26./27. April in die erste Runde. Teilnehmer/innen stellten sich der Challenge, aus 20 offenen Datensets Projekte für den Kulturbereich zu entwickeln.

150 Teilnehmer/innen und 11 Kulturinstitutionen aus ganz Deutschland hatten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und anschließend gemeinsam Projektideen zu entwickeln.

Drahten, hacken, tüfteln

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Insgesamt wurden 24 Projektideen entwickelt. Beispielsweise programmiert Kati einen Cyberbeetle basierend auf den Daten der Insekten des Museums für Naturkunde Berlin. Flo, Noa und Ruperta schaffen mit dem Projekt “Poetic Relief” einen neuen Zugang zu jüdischen Grabinschriften des Steinheim-Instituts, während Kai, Dierck und Frederike mit der Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums arbeiten und den Werken und Autoren einen frischen “Data-Look” verpassen.

Alle Projektideen können im Hackdash mitverfolgt werden – und wer Lust bekommen hat, selbst mit den Daten der Institutionen zu arbeiten, sollte sich bei uns melden!

Apps 4 Europe Business Lounge

Damit aus einer Projektidee mehr werden kann, haben wir eine @Apps4EU Business Lounge angeboten. Entwickler/innen von datengetriebenen Anwendungen wurden dabei beraten, wie sie ihre Ideen und Prototypen weiterentwickeln und ggf. in Startups verwandeln können. Am 26./27. April standen den Teilnehmer/innen erfahrene Mentoren zur Seite, die Feedback und Zugang zu Netzwerken, Erstellung von Business-Modellen und Beratung in Bezug auf den Medien-Sektor angeboten haben und Kontakte zu eventuellen, zukünftigen Partnern und der Berliner Startup-Szene vermittelt haben.

Wie geht’s weiter?

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In den nächsten 10 Wochen werden die Teams ihre Projekte weiterführen. Danach treffen wir uns am 5. Juli zum BBQ und am 6. Juli zur öffentlichen Projektpräsentation und Preisverleihung in Berlin. Fotos gibt es hier!

Bis zur Preisverleihung kann man sich auch weiterhin Unterstützung durch die Mentoren der Business Lounge holen. Am besten an info [at] okfn.de wenden. Darüber hinaus sind die Teilnehmer/innen eingeladen, sich mit ihren Apps und ihrem Business Plan bei der nächsten europaweiten Business Lounge von Apps for Europe 2015 zu bewerben.

Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftprojekt von der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Servicestelle Digitalisierung Berlin, der Open Knowledge Foundation Deutschland (Projektleitung) und Wikimedia Deutschland.

Pressemeldungen:

Deutschlandradio Kultur

rbb Kulturradio

Open Source.com

Netzpolitik

Bundeszentrale für politische Bildung

 

Effizienter Staat 2014: Offene Daten und transparentes Regierungshandeln in der Verwaltungsrealität

Christian Heise - 4. April 2014 in Deutschland, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Positionen, Transparenz

effstaatIn dieser Zeit geht einiges durcheinander: Dr. Göttrik Wewer, Vize-Präsident E-Government bei der Deutschen Post, holt in einem kürzlich veröffentlichten Artikel zu einem Generalschlag gegen die “Transparenzbewegung” aus. Aber ist das alles wirklich so einfach? Besteht die Entwicklung rund um offene Daten und transparentes Regierungshandeln in Deutschland aktuell nur aus “Transparenzterror”, sowie aus “Konfrontation, Kontrolle und Konflikt”?

Ich glaube nicht! Ja, es geht zu langsam, ja, es gibt eine drastische Unterausstattung der Verwaltungen bei dem Thema und ja, es gibt auch manchmal unschöne Konfrontationen – aber was im Moment in Bezug auf Open Government Data wirklich in den deutschen Verwaltungsstuben passiert, konnte man viel besser auf dem Verwaltungskongress des Behördenspiegels “Effizienter Staat 2014” beobachten. Auf zwei Panels habe ich mit Vertretern von Verwaltungen auf Landkreis-, Länder- und Bundesebene darüber diskutiert, wo Behörden bei der Öffnung von Verwaltungswissen aktuell wirklich stehen. Und trotz einiger unterschiedlicher Auffassungen, zum Beispiel bei unserer Forderung nach “Offenheit als Standard” oder im genannten Abmahnfall – in einem waren sich alle einig: Es bewegt sich was, und das auch fernab von Konfrontation.

Besonders spannend war der Ansatz, von dem Andreas Schreiber, Informationsmanager des Landratsamts aus Ludwigslust-Parchim, auf dem Forum “Open Data – zwischen (zu) hohen Erwartungen und Verwaltungsrealität” zu berichten hatte: In dem zweitgrößten Landkreis Deutschlands ist die Verwaltung selber der größte Treiber und Nutzer für die Verwendung von Verwaltungsdaten. Und damit fahren sie sehr gut. Die Verwaltung schafft durch die Aufbereitung der eigenen Daten neue Möglichkeiten für Reporting und Controlling, Führungskräfte werden besser informiert und das Verwaltungswissen intern besser kommuniziert. Dass diese Verwaltungsdaten perspektivisch geöffnet werden, ist laut Schreiber ebenfalls geplant und wurde von Beginn an auch so kommuniziert. Der Widerstand in der eigenen Verwaltung hält sich dabei in Grenzen. Auch wenn es sich hierbei erstmal nur um einen ersten Schritt handelt, so ist ein Ansatz die Öffnung von Verwaltungsdatensätzen mit den Vorteilen der Verwendung der Verwaltungsdaten durch die Verwaltung selbst zu verknüpfen sicher sinnvoll.

Darüber hinaus wurden auch alle weiteren, aktuellen Entwicklungen auf dem Kongress von Zivilgesellschaft und Verwaltung positiv gewertet: Dazu gehören die Entwicklungen rund um die kommende Datenlizenz Deutschland 2.0, der Aktionsplan zur G8(7) Open Data Charta und der regelmäßige Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft (und der angestrebte Beitritt zur OGP). So darf man also auch weiterhin auf einen ambitionierten Open Data Aktionsplan der Bundesregierung hoffen.

Und um zumindest kurz auf Wewer zurückzukommen: Offene Daten sind sicher kein Allheilmittel. Das hat aber auch niemand behauptet. Offene Daten zu veröffentlichen, wird auch nicht einfach so und sofort zu einem massenhaften Ansturm von Interessierten führen. Offene Daten sind aber eine Möglichkeit, unsere Demokratie transparenter zu machen. Sie werden und sind Treibstoff für wirtschaftliche Unternehmungen und helfen der Verwaltung beim Übergang hin zu einem effizienten Staat. Diesbzüglich war man sich auf dem Verwaltungskongress in Berlin einig. Für das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Verwaltung muss es deshalb weiter heißen: Gemeinsame Sache machen!

Update 5.4.14: In einer vorherigen Version dieses Beitrags konnte man scheinbar den Eindruck gewinnen, dass ich Claus Arndt von der Stadt Moers durch eine Äußerung in seinem Beitrag für gov20.de in den Kontext von Dr. Gottrick Wewer stellen wollte. Da das nicht meine Absicht war, habe ich den Teil ersatzlos entfernt. Außerdem habe ich nochmal klarer formuliert, dass es sich bei der Entwicklung im Landkreis Ludwigslust-Parchim noch nicht um offene Daten handelt. Der Ansatz bleibt aber weiterhin sehr interessant. Es wäre sicher mal spannend zu erfahren, ob zusätzlich zu den überall genannten 40 Milliarden Euro wirtschaftliches Potenzial durch die Zweitverwertung von Verwaltungsdaten, die Einspaarmöglichkeiten durch die Öffnung von Daten für die Verwaltung selber nicht mindestens ein ebenso interessanter Treiber für Open (Government) Data sein kann.

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