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Eckpunktepapier für Offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln

June 5, 2012 in offene Daten

Bund und Länder arbeiten in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe an einem Eckpunktepapier für Offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln (Open Government) in Deutschland. Die darin festgehaltenen Leitlinien zu Transparenz, Teilhabe und Zusammenarbeit sollen die Grundlage vor allem für die technische Ausgestaltung von Open Government und Open Data in Deutschland bilden.

Dabei soll sich die interessierte Öffentlichkeit aktiv an der Gestaltung des Eckpunktepapiers beteiligen. Hierzu wird es vom 5. bis 22. Juni 2012 unter www.e-konsultation.de/opengov die Möglichkeit geben, das Eckpunktepapier zu diskutieren, zu kommentieren und kritisch zu begleiten. Die Ergebnisse dieser Online-Konsultation werden in die Beratungen des IT-Planungsrates zum Eckpunktepapier einfließen.

Die Bund-Länderarbeitsgruppe wünscht sich eine möglichst breite Beteiligung und viele qualitätsvolle Beiträge zum Entwurf des Eckpunktepapiers.

Mehr Transparenz: Kooperation KfW-Bankengruppe

April 24, 2012 in offene Daten

KfW Förderreport Webseite

Wir freuen uns bekannt zu geben, dass wir gerade ein Projekt mit der KfW-Bankengruppe abgeschlossen haben.

Inspiriert von unserem Projekt offenerhaushalt.de sprach uns die KfW vor einiger Zeit an und fragte, ob wir nicht auch deren Finanzdaten auf eine neue Weise aufbereiten könnten. Bisher gab es die Daten nur auf hunderten Seiten eines PDFs.

Das Ergebnis ist eine neue Darstellung der Förderungen der KfW in Deutschland: http://foerderreport.kfw.de. Für das Projekt haben wir verschiedene Visualisierungstypen verknüpft, damit der Betrachter einen möglichst tiefgehenden Einblick in den Datensatz bekommnt.

Außerdem bieten wir im ersten Schritt alle Daten jeweils auch als CSV Format an. Wir hoffen, dass dies nur ein Anfang ist und sich die KfW in nächster Zeit entschließt weitere Datensätze transparenter und in offenen Formaten anzubieten und dies Inspiration für anderen Banken und Firmen ist.

Technische Umsetzung

Die Umsetzung basiert auf Open Source Software:

Wikidata – freie Daten für freie Nutzung

April 2, 2012 in offene Daten

Heute wurde bei Wikimedia Deutschland offiziell der Startschuss für das Wikidata Projekt gegeben.

Ziel des mit ca. 800.000€ finanzierten Projektes ist es, eine freie, maschinen- und menschenlesbare Datenbasis für die Wikipedia zu schaffen. Zurzeit findet man z.B. in den verschiedenen Sprachversionen der Wikipedia häufig noch verschiedene Einwohnerzahlen von Städten, weil unterschiedliche Jahreszahlen als Basis genommen werden. Das Projekt soll aber nicht nur die Qualität von Wikipedia Artikeln verbessern, sondern die Daten auch für interessierte Entwickler anderer Projekte bereitstellen, ähnlich wie es Wikimedia Commons schon heute für Multimedia Inhalte tut. Das Entwicklerteam ist bei Wikimedia Deutschland angesiedelt. Es gibt auch eine Mailingliste für das Projekt.

Mehr Informationen gibt es in diesem Artikel bei Wikimedia. Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg bei diesem spannenden Projekt.

Open Data City Camp in Ulm

March 15, 2012 in offene Daten

Der folgende Text wurde verfasst von Stefan Kaufmann

Offene Daten sind schön — aber am wohlsten fühlen sie sich, wenn sie auch von Menschen benutzt und in neue Zusammenhänge, Mashups und praktische Anwendungen geführt werden. Deswegen lädt die datalove-hochschulgruppe am 12. und 13. Mai alle Interessierten zum OpenCityCamp Ulm 2012 an die Universität Ulm.

Eingeladen sind wie immer alle, die Interesse am Thema oder Lust auf die Umsetzung konkreter Ideen im Rahmen des Wochenendes haben: Die Stadt Ulm und ihre Betriebe hatten sich in der Vergangenheit bereits recht experimentierfreudig gezeigt und erste Daten geöffnet, die zum Teil auch schon in den Prototypen des Baden-Württembergischen OpenData-Portals einflossen.

Wünsche hinsichtlich weiterer städtischer Datensätze dürfen gerne im Vorfeld über datalove kanalisiert werden, der Fokus soll aber nicht an den Ulmer Stadtgrenzen enden: Platz ist für Ideen, Impulse und Inspiration jeglicher Art, und wer mag, kann dort gleich beginnen, zusammen mit der MFG-Innovationsagentur die Grundsteine für ein folgendes OpenData-Barcamp in Stuttgart zu legen.

Studie zur Berliner Open Data Strategie veröffentlicht

February 17, 2012 in offene Daten

Nach der Freischaltung des Berliner Open Data Portals im September 2011 wurden nun die Ergebnisse einer Strategie-Studie zur Öffnung der Datenbestände im Land Berlin vorgestellt. Die von Fraunhofer FOKUS erstellte Studie wurde vom Staatssekretärsausschuss für die Verwaltungsmodernisierung in Auftrag gegeben. Sie betrachtet sowohl organisatorische sowie technische und rechtliche Fragen bei der Öffnung staatlicher Datenbestände. Darüber hinaus wurden Handlungsempfehlungen an Politik, Verwaltung und Technik formuliert, die in einem Mehrstufenplan umgesetzt werden sollten. Vollständige Studie und Kurzfassung.

Hintergrund

Der nun vorgestellten Studie wie auch der Umsetzung des Datenportals sind viele Treffen der Aktionsplattform Open Data Berlin vorausgegangen. Die Aktionsplattform ist ein Runder Tisch mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft der sich seit Ende 2010 regelmässig trifft um in Sachen Open Data in Berlin weiter zu kommen. Die Treffen haben dazu beigetragen Vertrauen zwischen Verwaltung und Open Data Bewegung aufzubauen.

Die Aktionsplattform hat mit dem Berlin Open Data Day (BODDy) und der Berlin Open Data Agenda die Vorraussetzungen für die langsame Öffnung von Daten des öffentlichen Sektors in Berlin gelegt. Dass diese Öffnung aus unserer Sicht viel zu lange dauert ist eine Sache, dass dies dennoch eine der ganz wenigen Erfolgsgeschichten für offene Daten in Deutschland ist, darauf dürfen wir alle schon ein bisschen stolz sein.

Was kommt als nächstes?

Das Aktionsbündnis trifft sich einmal im Monat. Hier ist unsere offene Mailingliste. Derzeit arbeiten wir an den Vorbereitungen für den Berlin Open Data Day 2012! Interessierte sind herzlich eingeladen mitzuhelfen!

BpB: Online-Dossier zu Open Data

February 16, 2012 in offene Daten

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) hat ein Online-Dossier zu Open Data veröffentlicht an dem ich neben Christiane Schulzki-Haddouti und Lorenz Matzat mitgewirkt habe. Hier ein Auszug aus dem Dossier:

Open Data steht für die Idee, Daten öffentlich frei verfügbar und nutzbar zu machen. Welches Potential verbirgt sich hinter den Daten, die Behörden und Ministerien, Parlamente, Gerichte und andere Teile der öffentlichen Verwaltung produzieren? Was kann man mit diesen Daten machen? Das Dossier Open Data stellt Fallbeispiele vor, von der Kontrolle der Arbeit amerikanischer Kongreßabgeordneter bis zu Baustellenmeldungen in deutschen Kommunen. Es klärt über das Potential offener Daten für eine nachhaltige demokratische Entwicklung auf und zeigt wie Datenjournalisten mit diesen Datensätzen umgehen.

Weiter zum Online-Dossier zu Open Data.

Eine Standardlizenz für Open Data in der EU?

February 15, 2012 in offene Daten

Am 12. Dezember 2011 hat Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EC hatte die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Revision der Richtlinie 2003/98/EG vorgestellt (siehe unseren Bericht dazu). Darin findet sich unter anderem ein Absatz zu Lizenzen in dem die Einführung von “Standardlizenzen” empfohlen wird. Leider bleibt unklar, was untere einer “Standardlizenz” zu verstehen sei, ausserdem ist zu befürchten, dass die ungenaue Formulierung zur Entwicklung von dutzenden “Standardlizenzen” in Europa führen wird – jedes Land seine eigene. Das dies enorme Probleme hinsichtlich der Kompatibilität führen wird ist offensichtlich.

Das wurde sehr klar herausgearbeitet und kritisiert im Policy Paper (PDF) der COMMUNIA association, das ich auf den LAPSI Konferenz ende Februar in Brüssel vorgestellt habe. Siehe dazu auch den Artikel von Timothy Volmer auf dem blog.okfn.org.

Wir haben angefangen ein deutsches Policy Paper zum Thema zu entwerfen, ich denke dass die wichtig ist um deutsche Behörden von der Idee abzubringen mann müsse eine Deutsche Standardlizenz für Daten des öffentlichen Sektors entwerfen. Wohin das führen kann sieht man Beispielhaft am missglückten Versuch der Geolizenzen. Wir werden das Policy Paper in den nächsten Tagen fertig stellen. Ihr seid herzlich eingeladen es zu kommentieren und zu verbessern!

Nun haben spanische Open Data-Enthusiasten einen Kampagne für den Gebrauch einer Standardlizenz für Open Data in der EU gestartet, die man hier unterzeichnen kann:

Aus der Übersetzung der Kampagne:

Support the establishment of a common European OpenData license within the review of the Public Sector Information re-use Directive Recently, the European Commission initiated the process of revision of the European Directive on Re-use of Public Sector Information. One of its main objectives is to provide a general authorisation to re-use to citizens and businesses who want to make use of public sector information for the creation of new services, generating economic activity and enhancing the transparency. The European Commission proposal of a revised Directive is certainly bold and extends the current framework. However, it has not defined a common European OpenData license which should by applicable to all European Public Administrations. The creation of a single public information re-use space in Europe requires much more, it requires a common European OpenData license applicable to all data generated by European public administrations. This is possible. Royal Decree 1495/2011, approved by the Government of Spain, provides an example of how a simple legal notice serves as an open data license applicable in the state public sector – this sets an easy to follow roadmap for implementation in Europe. First, define a European OpenData license compatible with the principles of information re-use without further conditions. Second, set a transitional period after which the license is associated with all information generated by the public sector in the European Union. Third, provide for the compulsory publication of such license in all public administration websites giving legal certainty to all European infomediary entrepreneurs and citizens wishing to make use of the information. Right now the European Commission and Member States are developing the new directive, it is time that WE the OpenData community get our voice heard in Europe. We ask the European Commission and the European Parliament to include a common European OpenData license and a clear deadline for adoption by all Member States in the revised Directive. We cannot miss this golden opportunity in tapping the new gold of public sector information!

Die Open Data Strategie der Europäischen Kommission

December 12, 2011 in offene Daten

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EC und zuständig für die Digital Agenda hat am Montag, den 12. Dezember 2011 die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Revision der Richtlinie 2003/98/EG, das sogenannte “Open Data Package” vorgestellt. Ebenfalls wurden heute die Ergebnisse einer lange erwartete POPSIS Studie zu Preismodellen für Daten des öffentlichen Sektors veröffentlicht. Hier ist die Videoübertragung und Transcript der Rede von Frau Kroes und hier Kontext und Links zu den Studien auf der Webseite der Kommission:

Public sector information (PSI) is the single largest source of information in Europe. It is produced and collected by public bodies and includes digital maps, meteorological, legal, traffic, financial, economic and other data. Most of this raw data could be re-used or integrated into new products and services, which we use on a daily basis, such as car navigation systems, weather forecasts, financial and insurance services.

Re-use of public sector information means using it in new ways by adding value to it, combining information from different sources, making mash-ups and new applications, both for commercial and non-commercial purposes. Public sector information has great economic potential. According to a survey on existing findings on the economic impact of public sector information conducted by the European Commission in 2011 (Vickery study) the overall direct and indirect economic gains are estimated at €140bn throughout the EU. Increase in the re-use of PSI generates new businesses and jobs and provides consumers with more choice and more value for money.

In 2003, the EU adopted the Directive on the re-use of public sector information (PSI Directive). It has introduced a common legislative framework regulating how public sector bodies should make their information available for re-use in order to remove barriers such as discriminatory practices, monopoly markets and a lack of transparency.

In December 2011, the Commission presented an Open Data Package consisting of :

The draft proposal for a revision of the Directive proposes to further open up the market for services based on public-sector information, by

  • including new bodies in the scope of application of the Directive such as libraries (including university libraries), museums and archives;
  • limiting the fees that can be charged by the public authorities at the marginal costs as a rule;
  • introducing independent oversight over re-use rules in the Member States;
  • making machine-readable formats for information held by public authorities the norm.

The draft Directive will now be discussed by the Union legislator composed of the European Parliament and the Council.

More information on the proposed revision of the Directive can be found here. In preparation for the revision of the Directive, the Commission has commissioned the following studies and made an impact assessment:

Impact Assessment accompanying the proposal for Directive amending Directive 2003/98/EC on the re-use of public sector information

Siehe dazu auch den Artikel von Jonathan Grey in Guardian Datablog: Opening Europe’s Data

 

 

 

 

Topic Report 8: Re-use of Parliamentary Data

December 9, 2011 in offene Daten

Ich habe für die ePSIplatform einen weiteren Topic Report über die Nachnutzung von Parlamentsdaten geschrieben. Hier das PDF und einen Auszug des 28 Seitigen Dokuments.

The application of ICT to the documentation of legislative processes has become a growing trend in parliamentary monitoring over the last decade. Different actors such as governments, civil society organisations, citizens and companies have begun to asses and monitor the functioning of parliaments as well as their individual members. This has led to the creation of many websites, tools and services that make use of parliamentary data in order to better explain, analyse, contextualise and visualise how parliaments actually work. Although the objectives of these projects may vary, there is evidence that a growing demand for more parliamentary data to be made available in a structured and machine readable way with open licenses exists. Parliaments themselves and citizens mostly share the same strategic goal of increased access and participation. While the new approaches have opened up a vast range of possibilities for citizens and parliamentarians interaction, these still remain under-utilised.

Sie wollen Ihre Daten öffnen? Wir sagen wie!

December 2, 2011 in offene Daten

Für alle Behörden und andere datenhaltende Stellen, die die Öffentlichkeit an ihren Datenschätzen teilhaben lassen wollen gibt es jetzt eine deutsche Anleitung zum ‘Datenöffnen’ in unserer Knowledege Base. Wer bereits konkrete Daten hat, die veröffentlicht werden sollen kann diese unter folgender Adresse einreichen.

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    Location: 10117 Berlin; Heinrich-Böll-Stiftung e.V.; Schumannstr. 8
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