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Die Gewinner von Apps for Europe 2014

Daniel Dietrich - April 5, 2014 in Featured, offene Daten

FutureEverything Summit  2013 - Image by TAPE | www.WeAreTAPE.com

Die Gewinner der ersten Runde des  Wettbewerbs Apps for Europe wurden am 1. April auf der internationalen Konferenz FutureEverything 2014 in Manchester ausgelobt. Um Entwicklern von datengetriebene Anwendungen dabei zu helfen, ihre Prototypen in Startups und tragfähige Unternehmen zu verwandeln, ergänzt Apps for Europe lokale Apps-Wettbewerbe mit dem Format “Business Lounge“. Hier werden die Entwickler darin unterstützt ein Geschäftsmodell für ihre Idee zu entwickeln, einen Business plan zu schreiben und diesen vor Investoren zu “pitchen”. Erfolgreiche Kandidaten konnten sich dann mit ihrer App und ihrem Business Plan bei der ersten pan-europäischen Business Lounge bewerben.

Von den hunderten von Teilnehmern der ersten Runde des hatte eine hochkarätige Jury eine Vorauswahl von 10 Finalisten nach Manchester eingeladen. Diese hatten dort die Gelegenheit ihre Apps dem Publikum von FutureEverything vorzustellen sowie ihren Business Plan in einer Startup Masterclasses unter Anleitung von namhaften Experten weiterzuentwickeln. Auf der abendlichen Award Ceremony wurden schließlich die beiden Gewinner ausgelobt, einer von der Jury und einer vom Publikum.

Jury prize: BikeCityGuideThis app was created by two former bike couriers; it guides cyclists on bike friendly routes with less traffic for a safe and easy bike ride, point to point routing is available offline. The app also recommends tours connecting points of interest in the city. There are already packages for more than thirty European cities and new cities are constantly being added. There is a voting page online, which encourages users to vote for the next city they want the app to cover.

Audience prize: NostalgeoAn app which combines contemporary street views with old postcards in order to create street views of the past. As well as using existing open data it will get people from all over Europe to put their old postcards online. Users will be able to create walks based on shared old maps and postcard stories. Nostalgeo was created by Nazka Mapps.

Herzlichen Glückwunsch! Es wird interessant sein die Entwicklung der beiden Gewinner, aber auch die der 10 Finalisten und aller anderen Projekte zu beobachten die bei Apps for Europe teilgenommen haben. Denn wir sind erst am Anfang des Prozesses aus offenen Daten Anwendungen und Apps zu bauen, die einen echten Mehrwert für die Gesellschaft bringen.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Apps for Europe wird auch weiterhin den Teilnehmern von lokalen Apps Wettbewerbe, Code Sprints und Hackathons dabei helfen etwas aus ihrer App zu machen. Die zweite Runde der pan-europäischen Business Lounge wird demnächst bekannt gegeben. Stay tuned!

Apps for Europe ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Unterstützernetzwerk mit dem Ziel, den Entwicklern von datengetriebene Apps dabei zu helfen diese in Startups und tragfähige Unternehmen zu verwandeln. Die Open Knowledge Foundation Deutschland ist Teil dieses Netzwerks. Weiter Informationen über unser Konsortium finden Sie unter: www.apps4europe.eu/about-us. Im Anhang finden Sie die Pressemitteilung zur Preisverleihung (PDF, Englisch).

 

Effizienter Staat 2014: Offene Daten und transparentes Regierungshandeln in der Verwaltungsrealität

Christian Heise - April 4, 2014 in Deutschland, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Positionen, Transparenz

effstaatIn dieser Zeit geht einiges durcheinander: Dr. Göttrik Wewer, Vize-Präsident E-Government bei der Deutschen Post, holt in einem kürzlich veröffentlichten Artikel zu einem Generalschlag gegen die “Transparenzbewegung” aus. Aber ist das alles wirklich so einfach? Besteht die Entwicklung rund um offene Daten und transparentes Regierungshandeln in Deutschland aktuell nur aus “Transparenzterror”, sowie aus “Konfrontation, Kontrolle und Konflikt”?

Ich glaube nicht! Ja, es geht zu langsam, ja, es gibt eine drastische Unterausstattung der Verwaltungen bei dem Thema und ja, es gibt auch manchmal unschöne Konfrontationen – aber was im Moment in Bezug auf Open Government Data wirklich in den deutschen Verwaltungsstuben passiert, konnte man viel besser auf dem Verwaltungskongress des Behördenspiegels “Effizienter Staat 2014” beobachten. Auf zwei Panels habe ich mit Vertretern von Verwaltungen auf Landkreis-, Länder- und Bundesebene darüber diskutiert, wo Behörden bei der Öffnung von Verwaltungswissen aktuell wirklich stehen. Und trotz einiger unterschiedlicher Auffassungen, zum Beispiel bei unserer Forderung nach “Offenheit als Standard” oder im genannten Abmahnfall – in einem waren sich alle einig: Es bewegt sich was, und das auch fernab von Konfrontation.

Besonders spannend war der Ansatz, von dem Andreas Schreiber, Informationsmanager des Landratsamts aus Ludwigslust-Parchim, auf dem Forum “Open Data – zwischen (zu) hohen Erwartungen und Verwaltungsrealität” zu berichten hatte: In dem zweitgrößten Landkreis Deutschlands ist die Verwaltung selber der größte Treiber und Nutzer für die Verwendung von Verwaltungsdaten. Und damit fahren sie sehr gut. Die Verwaltung schafft durch die Aufbereitung der eigenen Daten neue Möglichkeiten für Reporting und Controlling, Führungskräfte werden besser informiert und das Verwaltungswissen intern besser kommuniziert. Dass diese Verwaltungsdaten perspektivisch geöffnet werden, ist laut Schreiber ebenfalls geplant und wurde von Beginn an auch so kommuniziert. Der Widerstand in der eigenen Verwaltung hält sich dabei in Grenzen. Auch wenn es sich hierbei erstmal nur um einen ersten Schritt handelt, so ist ein Ansatz die Öffnung von Verwaltungsdatensätzen mit den Vorteilen der Verwendung der Verwaltungsdaten durch die Verwaltung selbst zu verknüpfen sicher sinnvoll.

Darüber hinaus wurden auch alle weiteren, aktuellen Entwicklungen auf dem Kongress von Zivilgesellschaft und Verwaltung positiv gewertet: Dazu gehören die Entwicklungen rund um die kommende Datenlizenz Deutschland 2.0, der Aktionsplan zur G8(7) Open Data Charta und der regelmäßige Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft (und der angestrebte Beitritt zur OGP). So darf man also auch weiterhin auf einen ambitionierten Open Data Aktionsplan der Bundesregierung hoffen.

Und um zumindest kurz auf Wewer zurückzukommen: Offene Daten sind sicher kein Allheilmittel. Das hat aber auch niemand behauptet. Offene Daten zu veröffentlichen, wird auch nicht einfach so und sofort zu einem massenhaften Ansturm von Interessierten führen. Offene Daten sind aber eine Möglichkeit, unsere Demokratie transparenter zu machen. Sie werden und sind Treibstoff für wirtschaftliche Unternehmungen und helfen der Verwaltung beim Übergang hin zu einem effizienten Staat. Diesbzüglich war man sich auf dem Verwaltungskongress in Berlin einig. Für das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Verwaltung muss es deshalb weiter heißen: Gemeinsame Sache machen!

Update 5.4.14: In einer vorherigen Version dieses Beitrags konnte man scheinbar den Eindruck gewinnen, dass ich Claus Arndt von der Stadt Moers durch eine Äußerung in seinem Beitrag für gov20.de in den Kontext von Dr. Gottrick Wewer stellen wollte. Da das nicht meine Absicht war, habe ich den Teil ersatzlos entfernt. Außerdem habe ich nochmal klarer formuliert, dass es sich bei der Entwicklung im Landkreis Ludwigslust-Parchim noch nicht um offene Daten handelt. Der Ansatz bleibt aber weiterhin sehr interessant. Es wäre sicher mal spannend zu erfahren, ob zusätzlich zu den überall genannten 40 Milliarden Euro wirtschaftliches Potenzial durch die Zweitverwertung von Verwaltungsdaten, die Einspaarmöglichkeiten durch die Öffnung von Daten für die Verwaltung selber nicht mindestens ein ebenso interessanter Treiber für Open (Government) Data sein kann.

Open Science Sum – Up Februar

Julia Kloiber - März 21, 2014 in Featured, offene Daten, offenes Wissen

Map of Science by PLOSOne CC BY 2.5

Der monatliche Open Science Sum-Up ist eine Zusammenfassung des vergangenen Monats und bietet eine kleine Aussicht: Weltweit, in Österreich, in Deutschland und auf openscienceASAP.org.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf openscienceASAP.org veröffentlicht.

Das letzte Monat im Rückblick

Zuerst sind Glückwünsche angebracht: Vor einem Jahr ist Landsat 8 gestartet und liefert seit dem täglich mehr als 500 Satellitenbilder der Erde retour. Vulkanausbrüche, Gletscherrückgänge, Fluten, Verstädterung und Waldfeuer werden dadurch allen sichtbar und die Daten offen zugänglich gemacht. Happy Birthday und weiterhin guten Flug!

Wie hängt Offenheit und Integrität zusammen? Andrew C. Rawnsley diskutiert in Tiefe die ethischen Aspekte von Openness, und geht dabei besonders auf Integrität in der Forschung ein. Ijad Madisch greift ebenfalls den umfassenderen Diskurs auf und betont, dass Open Science wesentlich mehr als nur das Teilen von Daten beinhaltet. Eric Kansa untersucht die ideologischen Aspekte von Open Science und grenzt diese gegen neoliberale Ideen ab. Roger Harris diskutiert die Beziehung zwischen Open Science und Open Knowledge. Damit wissenschaftliche Ergebnisse zu allgemeinem Wissen werden, müssen sie im Kontext konkreter Probleme verwendet werden können.

Während der Spiegel noch pro Daten teilen schreibt, schafft PLoS Fakten – ab März müssen alle Daten einer Studie, die in einem Journal dieses Publishers veröffentlich werden, offen zugänglich sein. Die Data-Driven-Discovery Initiative sollte dazu beobachtet werden, da aus ihr Ideen und Anregungen für inter-universitäre Zusammenarbeit im Zeitalter von Big Data bezogen werden können.

Das Einreichen von Fake-Papers wird zu einem Volkssport. Dieses Mal hat es Springer und IEEE damit erwischt: Es wurden über 100 Papers aus einem Zufallsgenerator eingereicht – und freigegeben.

Zeit und finanziellen Support um seine Ideen in die Tat umzusetzen wünschen sich Viele. Peter Murray-Rust hat durch die Verleihung des Shuttleworth Fellowships jetzt beides. Er möchte diese Chance nutzen und durch Content Mining Fakten für alle frei zugänglich macht.

Open Access macht in Österreich einige große Schritte nach vorne: Das Open Access Network Austria hat die Arbeit aufgenommen – in fünf Arbeitsgruppen wird überlegt, wie sich Open Access in Österreich weiter verbreiten kann. Das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) hat seit kurzem eine eigene Open Access Policy und Nora Schmidt hat sich den Goldenen Weg etwas genauer angesehen und nach Handlungsmöglichkeiten für die Uni Wien gesucht.

Open Access Publikationsmodelle zusammen mit Verlagen entwickeln ohne das Mehrkosten für die öffentliche Hand entstehen? Der FWF hat zusammen mit dem Institute of Physics und weiteren Akteuren dahingehend eine Vereinbarung getroffen: Kosten die bei der Veröffentlichung anfallen, werden bei bei den Subskriptionspreisen wieder abgezogen. Ein sehr spannender Weg, der hier eingeschlagen wurde.

Microbial Cell ist ein neues Open Access Journal aus Österreich zu einzelligen Organismen und mehrzelligen Mikroorganismen. Schön, zu sehen dass auch hier Creative Commons BY die Lizenz der Wahl ist.

Ein gravierender Eingriff in die Freiheit der Forschung: So bezeichnet die FAZ die Verpflichtung zu Open Access in Baden-Württemberg.

Die Offenheit von Open Access Journals hat sich Ulrich Herb in seinem Blog zur Aufgabe gemacht. Er hat er sich dazu 9.804 Journals aus dem DOAJ und deren Creative Commons Lizenzierungen etwas genauer angesehen.

Landsat, CC-BY 2.0 NASA Goddard

Landsat, Creative Commons CC-BY 2.0 NASA Goddard

Ein Blick nach Vorne

Open Science goes german. Gerade formiert sich eine offene Gruppe, die gemeinsam Open Science in Deutschland, Österreich und weiteren Ländern aus dem deutschsprachigen Raum vorwärts bringen möchte. Für Interessierte gibt es jetzt auch eine Mailingliste.

Die Technische Informationsbibliothek stellt das Open Science Lab vor. Im Rahmen der CeBIT soll ein Handbuch mit dem Titel „Co-Science – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz“ kollaborativ erarbeitet werden. Das Buch soll offen von der Community erweitert und aktualisiert werden.

Die deutsche Free and Open Source Geoinformationssysteme Community trifft sich vom 19. – 21. März in Berlin zur FOSSGIS Konferenz 2014. Mit dabei ist wie immer eine große Gruppe von OpenStreetMap Aktivistinnen.

Wikipedia meets University, so heisst eine Veranstaltung der Wikimedia Foundation Österreich zur Rolle von freiem Wissen – und insbesondere der Wikipedia – auf den Hochschulen. Dazu wird am 15. März in Wien diskutiert und ausgetauscht.

Die Food and Drug Administration (FDA) öffnet sich und ihre Daten. Im Laufe des Jahres sollen Daten zu Rückrufaktionen und widrigen Ereignissen frei zur Verfügung gestellt werden, aber auch Software und eine Kommunikations-Plattform soll geöffnet werden.

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Hallo, Code for Germany

Julia Kloiber - Februar 27, 2014 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation

Code for Germany Pünktlich zum international Open Data Day am Samstag haben wir ein neues Projekt gestartet: Code for Germany. Unser Ziel ist es, in verschiedenen deutschen Städten Teams von Entwicklern und Designern zusammenzubringen, die praktisch an Open Data- und Civic Tech-Projekten arbeiten. Diese “OK Labs” werden sich regelmäßig treffen, um Projekte mit lokalem Bezug voranzutreiben.

Wir richten uns besonders an diese Gruppen, weil wir glauben, dass es wichtig ist, den Nutzen von Daten und den Bedarf nach weiteren Veröffentlichungen praktisch – anstatt nur in Gesprächskreisen theoretisch – aufzuzeigen. Uns ist auch klar, dass OKF in Deutschland bisher hauptsächlich in Berlin stattgefunden hat – das soll sich mit Code for Germany jetzt grundlegend ändern.

Als starken Partner haben wir Code for America, die ihre ‘Brigades’ mittlerweile in 50 Städten in den USA und vielen anderen Ländern vorantreiben. Sie beraten uns beim Aufbau des Netzwerks und stellen uns ihre Materialien, Erfahrungen und ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch Google.

Wie kann man mitmachen? Die Pilotstädte für Code for Germany sind Hamburg, Berlin, Münster, Ulm, Heilbronn, Köln und Bremen – hier gibt es bereits ein Team, dass sich in Zukunft regelmäßig treffen wird. Nachdem wir so einige Erfahrungen gesammelt haben, wollen wir im Sommer eine zweite Gruppe von Labs starten. Egal wo ihr wohnt, ihr solltet euch jetzt bereits auf der Projektseite anmelden.

Aktivitäten und Projekte im Januar 2014

Helene Hahn - Februar 12, 2014 in Featured, Monatsrückblick, offene Daten, offenes Wissen

Monatlicher Bericht über Aktivitäten und Projekte der Open Knowledge Foundation Deutschland.

California Historical Society

Anfang des Jahres erhielten wir vom Bundesministerium des Innern eine Abmahnung wegen der Veröffentlichung eines staatlichen Dokuments auf unserer Informationsplattform FragdenStaat.de. In diesem Newsletter erfahrt ihr, was genau passiert ist und warum wir uns gegen diese Abmahnung zur Wehr setzen.

Aktuelle Neuigkeiten und Informationen zu unserer Arbeit bekommt ihr wie immer auf Twitter und im Newsletter.

 

Rückblick in den Januar

Der Januar war vollgepackt mit interessanten Veranstaltungen wie der “Unlocking Sources” – Konferenz der Europeana, die Artefakte rund um den 1.Weltkrieg online frei zugänglich macht. Beim 21. Netzpolitischen Abend hat Stefan Wehrmeyer einen Vortrag über das Zensurheberrecht gehalten.

 

Frag den Staat

Informationsfreiheitsgesetze helfen dabei, Dokumente des Staates für jeden Menschen zugänglich zu machen. Unser Portal FragdenStaat.de gewährt mithilfe dieses Gesetzes den direkten Zugang zu Dokumenten der Verwaltung. Sie wurde nun durch das Bundesministerium des Innern (BMI) nach dem Urheberrecht wegen der Veröffentlichung einer Stellungnahme abgemahnt, die zuvor vom BMI nach dem Informationsfreiheitsgesetz herausgegeben wurde.

Wir wollen das Dokument, ein Gutachten zur Europa-Wahl, dennoch nicht offline nehmen und verteidigen unser aller Recht auch vor Gericht. Über eure Spenden freuen wir uns sehr!

 

Was wird spannend?

Bundesarchiv

Wie jedes Jahr treffen sich zum Open Data Day am 22. Februar weltweit Entwickler, um offene Daten nützlich zu machen. Was in Deutschland los sein wird, zeigt euch diese Karte. In Berlin hacken wir in den Räumen von Wikimedia Deutschland ab 10:30 Uhr mit Datensätzen aus dem Bereich Gesundheit und Soziales. Meldet euch an und kommt vorbei!

Passend zu den Ereignissen im Januar, möchten wir euch auf die “Monsters of Law”-Veranstaltung von Wikimedia hinweisen (20.2. ab 10 Uhr, Tempelhofer Ufer 23).

 

Schon gesehen?

Bundesarchiv

Die Stadt Bonn lässt sich in die Karten schauen – das Bündnis „NRW blickt durch“ begrüßt die Open Data-Initiative. Informationen des Bonner Rats- und Informationssystems, Haushaltspläne, Beteiligungs- und Geschäftsberichte, Statistikdaten usw. werden online zum Download bereitgestellt.

Deutschland unterzeichnete im Sommer 2013 die G8 Open Data Charta. Wir haben eine Empfehlungen zum deutschen Aktionsplan geschrieben.

Open Movie gefälligst? Big Buck Bunny, ein Film, der fast ausschließlich mit freier Software erstellt wurde.

 

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Empfehlungen für den deutschen Aktionsplan zur Umsetzung der “Open Data”-Charta der G8

Christian Heise - Januar 13, 2014 in Deutschland, offene Daten

charta_open_data_okfIm Sommer 2013 unterzeichneten die G8 Staaten, darunter auch Deutschland, überraschend die “Open Data”-Charta. Die Unterzeichnerländer verpflichteten sich damit unter anderem Haushaltsdaten, Unternehmensregister und andere Regierungsinformationen öffentlich zugänglich zu machen und sich gänzlich zur Offenheit zu bekennen, auch um “Transparenz und Innovation” zu fördern.

Die einzelnen Mitgliedsländer einigten sich auch darauf bis Ende 2013 konkrete Aktionspläne zu erstellen und die dort festgeschriebenen Fortschritte beim nächsten G8-Treffen, am 4. und 5. Juni 2014 in Sotschi, zu überprüfen. Durch die “noch nicht gebildeten neue Regierungskoalition konnte die Veröffentlichungs-Frist für den deutschen Aktionsplan jedoch nicht eingehalten werden”.

Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. hat deshalb nach einem Dialog mit den Verantwortlichen des zuständigen Bundesinnenministerium des Inneren (BMI) folgende Empfehlungen zum deutschen Aktionsplan zur “Open Data”-Charta der G8 an das  Bundesministerium des Innern übermittelt. Wir sind zuversichtlich, dass die Mitarbeiter/innen des BMI die Empfehlungen bei Erstellung eines ambitionierten “G8 Open Data” Aktionsplans umfassend berücksichtigen und diesen bald veröffentlichen werden. In Zukunft und für die weiteren Aktionspläne sehen wir aber eine stärkere Einbeziehung der Zivilgesellschaft durch das Ministerium im Rahmen von transparenten und offenen Dialogprozessen für unausweichlich. Nur so kann der Beitrag zur Förderung von Demokratie, Transparenz und Innovation geleistet werden, zu dem man sich durch die Unterzeichnung der G8 Open Data-Charta verpflichtet hat.

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Apps for Europe Wettbewerb – mitmachen!

Daniel Dietrich - Dezember 13, 2013 in Featured, offene Daten

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Arbeiten Sie an einer App, die offene Daten verwendet? Apps for Europe hat einen Online-Wettbewerb gestartet, der die besten App-Entwickler dieses Erdteils finden soll. Wir suchen Apps, die folgendes sind:

  • Neu
  • Einfach benutzbar
  • Darauf ausgerichtet, tragfähige Unternehmen und Dienstleistungen zu schaffen
  • Der Welt das Potzenzial von offenen Daten zu zeigen

Sie können sich jetzt unter www.appsforeurope.eu/competition bewerben. Die Frist läuft am 7. Februar 2014 ab. Sie haben also nicht mehr viel Zeit!

Was können Sie gewinnen?

Nehmen Sie am Wettbewerb teil und gewinnen Sie einen von 15 exklusiven Plätzen in der International Business Lounge der Future Everything in Manchester am 31. März 2014.

Sie gewinnen ein Ticket für die Future Everything inklusive Reisekosten nach Manchester

Sie bekommen die Chance, Ihre App dem gesamten Publikum der Future Everything den ganzen Tag über zu präsentieren – zusammen mit den weiteren ausgezeichneten innovativen Apps aus ganz Europa. Aber damit nicht genug! Sie erhalten auch die Möglichkeit, Ihre App einer internationalen Mischung aus Investoren, Regierungsbehörden, Firmen und Einzelpersonen anzubieten. Diese möchten gerne ihre Fähigkeiten, Erfahrung, Kapazitäten und Kapital einbringen, um Ihre App in ein erfolgreiches Unternehmen zu verwandeln.

Gehen Sie auf www.appsforeurope.eu/competition oder schreiben Sie eine E-Mail an info@appsforeurope.eu, um mehr Informationen zu erhalten. Alle Online-Bewerbungen werden von unseren “Apps for Europe”-Partnern bewertet: Ein erfahrenes Netzwerk aus europäischen Firmen mit Kontakten, Expertise und dem gemeinsamen Ziel, offene Daten geschäftlich erfolgreich zu machen.

Warum machen wir das?

Apps for Europe möchte der Welt nicht nur die Wirkungsmacht offener Daten zeigen, sondern auch das wirtschaftliche Potenzial herauskehren. Neelie Kroes, die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und eine starke Unterstützerin von Apps for Europe, beziffert den Wert offener Daten auf viele Milliarden Euro. Wir fördern gemeinsam die Möglichkeiten offener Daten, indem wir Ihnen dabei helfen, Ihre Idee in ein erfolgreiches Unternehmen umzuwandeln, das sich in ganz Europa etablieren könnte.

Über Apps for Europe

Apps for Europe ist ein Unterstützernetzwerk mit dem Auftrag, datengetriebene Apps in tragfähige Unternehmen zu verwandeln. Weiter Informationen über unser Konsortium finden Sie unter: www.apps4europe.eu/about-us.

Apps for Europe Online Competition (PDF Englisch)

Apps for Europe Online Competition (PDF Deutsch)

 

Aktivitäten und Projekte im Oktober 2013

Martin Koll - November 6, 2013 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation

Monatlicher Bericht über Aktivitäten und Projekte der Open Knowledge Foundation Deutschland.

Ein fröhliches Halloween wünschen wir! (CC-BY)

Rückblick in den Oktober

Ende Oktober fand in London das Jahrestreffen der Teilnehmerländer der Open Government Partnership statt. Wir waren vor Ort und haben über unsere Versuche, Deutschland zu einem Beitritt zu bewegen, <a href="http://okfn.de/2013/11/open-government-partnership-summit-2013-wo-ist-eigentlich-deutschland/”>berichtet. Der Open Data-Index, den wir kurz vor dem OGP-Treffen veröffentlicht haben, zeigt, wo die einzelnen Länder stehen. Er zeigt auch, dass die Bundesregierung noch einiges tun muss, um ihren Verpflichtungen aus der G8 Open Data Charter nachzukommen. Aber es gibt auch gute Neuigkeiten: Das Umweltbundesamt hat ein Portal für Emissionsdaten gelauncht. Bis zum nächsten Open Data-Index planen wir, gemeinsam mit der Verwaltung alle geforderten Datensätze zu öffnen. Wichtiges Werkzeug dafür ist das deutschlandweite Datenportal GovData.de, das in den letzten Wochen umfangreich evaluiert wurde.

Zugang gestalten

CC-BY-SA 3.0, David Jakob Wir möchten euch herzlich zu unserer Konferenz “Zugang gestalten!” (28./29.November) ins Jüdische Museum Berlin einladen! Zwei Tage lang werden Experten aus Kultur, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik aktuelle Fragen des Zugangs zum kulturellen Erbe erörtern. In den nächsten Tagen stellen wir euch die Sprecher und das Programm vor, hier könnt ihr den Flyer downloaden. Der Eintritt ist frei – registriert euch jetzt!

 

 

 

Open Access Tage

Vor zehn Jahren – am 22. Oktober 2003 – haben die wichtigsten deutschen Forschungsnetzwerke die Berliner Erklärung, die den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsergebnissen thematisiert, unterschrieben. Anlässlich des runden Geburtstags gab es viele Veranstaltungen zum Thema Open Access. Wir begrüßen die Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, Forschungsförderung an frei zugängliche Veröffentlichungen zu koppeln. Wer in Berlin ist, sollte sich die Ausstellung der Max-Planck-Gesellschaft ansehen und deren begleitende Veranstaltungsreihe besuchen. Abgeschlossen wird sie mit dem zentralen Festakt zum Jubiläum der Berliner Erklärung am 19. und 20. November.

 

Was wird spannend?

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Allen Open Education-Enthusiasten können wir den Open Education Booksprint am 22. November im Wikimedia Büro in Berlin empfehlen: Diskutiert mit anderen über das Thema und erarbeitet gemeinsam Positionen zu Open Education. Ebenso in Berlin findet bei Frauenhofer FOKUS der zweite Open Data Dialog (18.-19.Nov.) mit dem Thema “Think open, think business” statt. Mit der Umsetzung von Open Government in Kommunen beschäftigt sich die Veranstaltung “Offene Kommunen.NRW – Schritte in die Praxis” in Wuppertal. Open for Change heißt es auch in Amsterdam (7.-8.11.). Wir empfehlen euch, dort am Open Development Camp teilzunehmen.

Geodaten in Berlin werden immer freier – wie beispielsweise die Berliner Straßen und Hausnummern mit Geokoordinaten, die als Open Data heruntergeladen werden können. Zusammen mit der Stadt und anderen Partnern planen wir bereits einen Hackday rund um Geodaten, der im Frühjahr 2014 stattfinden soll. Wenn ihr euch in den Verteiler eintragt, halten wir euch stets auf dem Laufenden!

 

Schon gesehen?

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Wir sind auf der Suche nach enthusiastischen Menschen, die sich mit uns gemeinsam für offene Daten einsetzen wollen. Wir bieten Praktika im Bereich Projekt und Tech – bewirb Dich bei uns!

Zum Abschluss der 8. Internationalen Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Berlin vom 20. Sept. forderten Informationsfreiheitsbeauftragte aus aller Welt die Stärkung der Transparenz auf nationaler und internationaler Ebene.

Einer interessanten Beschäftigung haben sich Studierende der Molekularbiologie in Graz gewidmet: Sie trafen sich zum Biohacking .

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Open Development Camp 2013, 7-8 November, Amsterdam

Daniel Dietrich - Oktober 24, 2013 in offene Daten

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Am 7. und 8. November findet in Amsterdam das dritte Open Development Camp statt.

Anknüpfend an den Erfolg der Open Development Camps in 2011 und 2012 möchten die Organisatoren in diesem Jahr ein breiteres Spektrum des Open Knowledge Movements (unterschiedliche Domains) zusammenbringen um gemeinsam die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit mitzubestimmen.

In Camp 2013 dreht sich alles um die drei Bereiche

  • Open Data for Development
  • Open Organizations for Development
  • Open Tools for Development

Das Camp wird sich zudem explizit mit der generellen Frage des Entwicklungsbegriffs befassen und die potentielle Rolle von Open Development für eine Neugestaltung konventioneller geographischer und ökonomischer Spaltung diskutieren. Das Program sieht vielversprechend aus und ist hier zu finden.

Das Ticket für die zweitägige Veranstaltung kostet 75 Euro. Anmelden könnt ihr euch hier.

Im Namen der Organisatoren möchte ich Euch daher alle ganz herzlich zum Open Development Camp 2013 in Amsterdam einladen!

 

GovData in der Evaluationsphase

Helene Hahn - Oktober 11, 2013 in Featured, offene Daten

govdata


GovData – Das Datenportal für Deutschland“ ging als föderal übergreifendes Datenportal am 19. Februar als Pilotprojekt online und besteht nun über ein halbes Jahr. Von ehemals 1.100 Datensätzen sind nun knapp 3.700 Daten online verfügbar – davon auch Datensätze in 14 Kategorien, die über eine Stadt oder ein Bundesland viel mehr Informationen beinhalten als bspw. ein regionales Datenangebot. Der Großteil der Daten steht unter einer freien Nutzung (Namensnennung) zur Verfügung, knapp 700 Daten sind leider nur eingeschränkt (kommerzielle Nutzung ausgeschlossen oder kostenpflichtig) nutzbar. Bis heute sind in Deutschland viele relevante Datensätze gar nicht oder nicht als offene Daten zugänglich.

Offene Verwaltungsdaten vorantreiben

Seit dem Start des Projekts ist so einiges getan worden. Die Datenlizenz Deutschland wird derzeit überarbeitet, um die Interoperabilität der Lizenz mit anderen international üblichen Lizenzen für offene Daten zu erhöhen. Auch die Anzahl der bereitgestellten Datensätze auf dem Portal wächst stetig. Dr. Wolfgang Both von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Berlin macht in einem Blogpost auf mehrere Vorteile des Projekts aufmerksam.

Deutschland ist Mituntereichner der Open Data Charta, einer gemeinsamen Erklärung der G8-Staaten und verpflichtet sich damit, beim Thema offene Verwaltungsdaten in Zukunft deutliche Fortschritte zu machen. Ein Beitritt Deutschlands zur Open Government Partnership würde helfen, um mit Rückhalt der Politik und im Dialog mit der Zivilgesellschaft weiter relevante Daten zu öffnen und den Prozess zur echten Öffnung von Regierungshandeln in Deutschland und damit echtes Open Government voranzutreiben.

Bis Ende Oktober muss Deutschland einen Aktionsplan vorlegen mit konkreten Schritten welche Daten, wann wie und unter welchen Bedingungen zu veröffentlichen sind. Wir sind sehr gespannt! Das GovData-Portal ist dabei definitiv ein Schritt in die richtige Richtung. Ein weiterer wichtiger Schritt ist es nun auch die Nachnutzung der veröffentlichten Daten zu fördern. Hier sehen wir uns auch in der Pflicht: Mit zahlreichen Entwicklertagen, Hackdays und Förderprogrammen wie Stadt Land Code, Jugend hackt und demnächst Code for All – Deutschland fördern wir die Nachnutzung von offenen Daten und unterstützen so die Open-Data-Policy von Bund und Ländern. Diese Aktivitäten werden wir in den nächsten Monaten noch ausbauen. Stay tuned!

Evaluationsphase

Nach acht Monaten Beta-Phase wird das Portal einer ausführlichen Evaluation unterzogen. Besonders geht es um eure Einschätzung als NutzerInnen: “Leistet GovData das, was diese von einem ebenenübergreifenden Datenportal erwarten? Fehlen Funktionalitäten? Gibt es anderweitigen Verbesserungsbedarf?”.

An der Evaluation beteiligen kannst Du Dich in dieser Online-Befragung bis zum 29. Oktober (max. 10min) und beim Community-Workshop am 25. Oktober (mit Anmeldung unter info@govdata.de bis zum 18. Oktober).

Wir bitten euch um eure Teilnahme!

 

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