Spenden!

Du durchsuchst das Archiv für offene Daten.

Den Open Government Data Aktionsplan mitgestalten!

Daniel Dietrich - 17. März 2015 in Featured, offene Daten

Screen Shot 2015-03-17 at 22.37.36

OK, OK, dies ist vielleicht nicht das aller strahlendste Musterbeispiel für die Gestaltung wirklich offener inklusiver Prozesse, aber immerhin: Das Bundesministerium des Inneren hat mit Hilfe von D21 eine Platform aufgesetzt, um Meinungen und Feedback unterschiedlicher Stakeholder zur Umsetzung des Na­tio­na­len Ak­ti­ons­plans der Bundesregierung zur Um­set­zung der G8 Open-Da­ta-Char­ta einzuholen. Bis zum 03.04.2015 sind wir also alle aufgefordert hier sinnvolle Vorschläge zu machen und andere Vorschläge zu bewerten, wir rufen dazu auf sich hier aktiv zu beteiligen!

Bitte mitmachen! www.open-data-aktionsplan.de

3. Internationale Open Data Konferenz – 28. – 29. Mai 2015 in Ottawa, Kanada

Daniel Dietrich - 18. Februar 2015 in Featured, offene Daten

image001

Mitmachen und das Programm gestalten!

Die 3. Internationale Open Data Konferenz (IODC) wird am 28. und 29. Mai 2015 in Ottawa stattfinden. Die Konferenz bringt Experten aus der ganzen Welt zusammen, um eine Bestandsaufnahme sowie eine Aussicht auf die rasche Entwicklung der globalen Open Data Community zu geben.

Die Veranstalter laden dazu ein, das Programm mitzugestalten.

Die globale offene Open Data Bewegung ist seit der 2. Internationalen Open Government Data Konferenz in Washington im Jahr 2012 weiter gewachsen. Es ist Zeit, die Koordinierung zwischen Initiativen auf verschiedenen Regierungsebenen, zu unterschiedlichen Themen, Regionen und Sektoren zu stärken.

Zur Unterstützung der Konferenz-Agenda rufen die Veranstalter in einer globalen Offenen Aufforderung dazu auf, Programminhalte beizusteuern. Dieser „Open Call“ wist noch bis 20. Februar 2015 offen. Also nichts wie los. Mitmachen!

Weitere Informationen findet ihr auf der Website: OpenDataCon.org. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Hier gehts zur Registrierung.

International Open Data Day am 21. Februar

Fiona Krakenbuerger - 18. Februar 2015 in offene Daten

Der Open Data Day jährt sich zum fünften Mal mit zahlreichen Events rund um den Globus – seid dabei!

odd15-karte

Die Initiative wurde 2010 gestartet und ruft seitdem jedes Jahr die internationale Open-Data-Community dazu auf, dezentrale Events in ihren Städten zu organisieren. Über 100 Events in über 50 Länder finden am 21. Februar statt und sind offen für Alle. Auf Hackdays, Workshops und Info-Veranstaltungen wird gemeinsam an Projekten gearbeitet, das Thema Open Data sichtbarer gemacht und der Austausch aktiv gesucht. Auch die Zusammenarbeit mit Städten, Vereinen, Museen und anderen Institutionen, die Daten beisteuern können, ist ein Ziel des Open Data Days.

In Deutschland finden 12 Veranstaltungen statt, einen Großteil davon veranstalten die OK Labs von Code for Germany, einem Programm der Open Knowledge Foundation. Leipzig, Münster, München, Köln, Heilbronn (in Mannheim) und Ulm machen mit, in Berlin wird mit correct!v gemeinsam ein Event gehostet. In Frankfurt, Jena, Magdeburg und Karlsruhe werden darüber hinaus gleich noch neue OK Labs gelauncht. Die Übersicht über die Veranstaltungen, mehr Infos und Links zur Anmeldung gibt es auf der deutschen Seite des Open Data Days.

Von letztem Jahr gibt es ein Hackdash mit einer Menge toller Ideen, Visualisierungen, Prototypen und Anwendungen und ein Video des Open Data Days in Berlin. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse von diesem Jahr!

Es sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, ein Event in ihrer Nähe zu besuchen. Kein Event in deiner Stadt? Dann starte selber eins! Mehr Infos dazu, wie das geht, gibt es hier.

Code for München launcht „München Transparent”

Bela Seeger - 28. Januar 2015 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Transparenz

Nachdem letzte Woche politik-bei-uns.de das Licht der Welt erblickt hat, geht heute das Projekt „München Transparent“ an den Start, welches in dem Münchener OK Lab unseres Code for Germany Projektes entstand. Die unabhängige Plattform ermöglicht es Münchener BürgerInnen, schnell und einfach Einblicke in die Kommunalpolitik zu bekommen, indem normalerweise nur schwer zugängliche Daten aus dem Münchener Ratsinformationssystem übersichtlich und ansprechend aufbereitet werden.

Screen Shot 2015-01-27 at 11.09.49

Insgesamt über 160.000 gescannte Dokumente umfasst die Datenbank derzeit, von Stadtratsanträgen über Beschlussvorlagen bis hin zum täglich erscheinenden Rathaus-Magazin „Rathausumschau“. So lässt sich erfahren, was eigentlich der Münchner Stadtrat gerade macht und welche Themen in den lokalen Stadtteilparlamenten oder den Bezirksausschüssen anstehen.

„München Transparent“ will jedoch nicht nur reine Daten liefern, sondern auch die Abläufe der Stadtpolitik erklären. Aus diesem Grund gibt es neben einem ausführlichen Glossar über wichtige Konzepte der Kommunalpolitik auch eine grundlegende Erklärung, welche Wege Stadtratsinitiativen nehmen, bevor sie schließlich zu konkreter Politik werden – um so das bekannte „Warum dauert das so lange?“ zumindest teilweise zu erklären. Dieser Bereich wird in Bälde noch ausgebaut.

Neben einem RSS-Feed und einer Kalenderanbindung haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich per per E-Mail benachrichtigen lassen, sobald es neue Dokumente gibt, die gewählten Suchkriterien entsprechen. Außerdem bietet die Seite Informationen über die gewählten Stadträtinnen und Stadträte, die Mitglieder der Bezirksausschüsse, Termine, Tagesordnungen und Protokolle von Sitzungen sowie eine Liste der Satzungen, die für die Stadt München gelten.

Die Software hinter „München Transparent“ ist Open Source (den Quellcode gibt es auf GitHub) und wurde von Tobias Hößl, Bernd Oswald und Konstantin Schütze im Rahmen des Münchner „OK Labs“ (codefor.de/muenchen) entwickelt, dem lokalen Ableger der von der Open Knowledge Foundation organisierten Treffpunkte für Open-Data-Interessierte aller Art. In naher Zukunft soll es außerdem eine Implementierung der OParl-API geben, die speziell für die Anbindung an Ratsinformationssysteme ausgelegt ist.

 

Lab for CITY

Bela Seeger - 9. Dezember 2014 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Open Transport

Am 21.11. starteten OKF DE und das Startup allryder die Eventreihe “Lab for Civic Innovation and TechnologY”. In Paneldiskussionen wurden Erfahrungen mit der Öffnung und Nutzung von Daten ausgetauscht.

1782278_426589000821411_4511975776677165218_o

Datennutzer trafen auf Datenbereitsteller und tauschten sich zu Themen wie Urban Mobility und Civic Technology aus. Auf den Panels diskutierten Startup-Gründer, mit Mitgliedern der OKF Deutschland und Belgien, sowie Vertretern von Verkehrsbetrieben, der Europäischen Kommission und vielen anderen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den Austausch zwischen unterschiedlichen Stakeholdern aus den Bereichen Open Data, Civic Tech und Mobilität anzuregen und neue Impulse zu geben. Das nächste Lab for the City wird in Istanbul stattfinden.

Weitere Impressionen gibt es auf der allryder Website und auf Facebook.

Open Data Index 2014 veröffentlicht: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

Christian Heise - 9. Dezember 2014 in Featured, offene Daten

OpenDataIceberg-400Open Knowledge hat heute die aktuelle Ausgabe des Open Data Index veröffentlicht. Während im Bereich Open Data einiges passiert ist, teilen viele Regierungen immer noch nicht genug Daten in frei zugänglichem und nützlichem Format mit BürgerInnen und Unternehmen. Insgesamt wird das gesellschaftliche und wirtschaftliche Potential von Open Data damit nur unzureichend nutzbar gemacht.

Das Öffnen von staatlichen Daten fördert Demokratie, Rechenschaft und Innovation. Open Data hilft BürgerInnen, ihre Rechte zu kennen und zu nutzen, es gibt Vorteile für die ganze Gesellschaft: vom öffentlichen Transport, zum Bildungswesen, zum Gesundheitssystem. Wir sehen einen sehr positiven Zuwachs in der Offenheit vieler Regierungen gegenüber Open Data in den letzten Jahren, aber der heurige Index zeigt, dass wirklicher Fortschritt in der Implementation oft nicht Schritt hält mit der Rhetorik.

- Rufus Pollock, Gründer und Präsident von Open Knowledge

Der Index evaluiert Länder und Gebiete nach der Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Daten in 10 Themenbereichen, inkl. Regierungs-Ausgaben, Wahlergebnisse, öffentliche Fahrpläne und Umweltverschmutzungs-Daten. Die Daten wurden in Zusammenarbeit mit aktiven, lokalen Zivilgesellschaftsorganisationen im Bereich Open Government und Open Data erhoben und beziehen sich in föderalen System wie der Bundesrepublik Deutschland nur auf die Bundesebene.

Das Vereinte Königreich führt im 2014 Index und verteidigt damit seine Führungsrolle mit einem Wert von 96%, dicht gefolgt von Dänemark, dann Frankreich auf Platz 3 (im Vergleich zum 12. Platz im Jahr 2013). Finnland ist Vierter und Australien und Neuseeland teilen sich den 5. Rang. Eindrucksvoll ist der Fortschritt von Indien (vom 27. Rang 2013 auf Platz 10 2014) und von lateinamerikanischen Ländern wie Kolumbien und Uruguay, die gemeinsam den 12. Platz belegen. Sierra Leone, Mali, Haiti und Guinea belegen die hinteren Plätze unter den gereihten Ländern. Obwohl 2014 ein signifikanter Zuwachs an Open Data gemessen wurde (von 87 2013 zu 104 Datensätzen 2014) war der Prozentsatz der tatsächlich offenen Datensätze in allen gereihten Ländern mit 11% eher niedrig.

Es gibt dennoch viel Raum für Verbesserungen: die USA und Deutschland zum Beispiel haben kein konsolidiertes, offenes Firmenregister und auch der Austausch mit der Zivilgesellschaft bedarf mehr Anstrengungen. Ein 9. Platz für Deutschland ist sicher eine Verbesserung, kann aber nicht dem Anspruch der Bundesregierung genügen. Das Ergebnis muss als Ansporn verstanden werden, mehr für die Öffnung von Verwaltungsdaten zu tun, um dem in der Digitalen Agenda definierten Anspruch, eine Vorreiterrolle bei der Bereitstellung offener Daten einzunehmen, gerecht zu werden.

Der 2014 Index verzeichnet auch ein enttäuschendes Ergebnis bei der Offenheit bei staatlichen Ausgaben. Die meisten Länder veröffentlichlichen gar keine Daten, oder nur limitierte Daten – nur 2 von 97 Orten (das Vereinte Königreich und Griechenland) bieten wirkliche Daten-Offenheit, was die Staatsausgaben betrifft. Dieser Umstand ist bemerkenswert, da in einer Periode von langsamen Wachstum und Austerität in vielen Ländern offener technischer und legaler Zugang zu Daten helfen kann, Transparenz, Effizienz und Leistung zu steigern.

Apps for Europe sucht die besten #opendata Apps

Daniel Dietrich - 8. Dezember 2014 in Featured, offene Daten

a4e_logo

Arbeitest Du an einer App, die offene Daten verwendet? Du möchtest Deine App in ein nachhaltiges Unternehmen weiterentwickeln? Apps for Europe hat einen Online-Wettbewerb gestartet, der die besten App-Entwickler dieses Erdteils finden soll. Wir suchen Apps, die folgendes sind:

  • Neu und nützlich
  • Einfach benutzbar
  • Darauf ausgerichtet, tragfähige Unternehmen und Dienstleistungen zu schaffen
  • Der Welt das Potenzial von offenen Daten zu zeigen

Du kannst Dich jetzt mit deiner App und deinem Geschäftsplan unter www.appsforeurope.eu/content/submit-your-application bewerben. Die Frist läuft am 31. Dezember 2014 ab. Du hast also nicht mehr so viel Zeit!

Apps for Europe

Was gibt es zu gewinnen?

Nimm am Wettbewerb teil und gewinne einen von 10 exklusiven Plätzen in der International Business Lounge auf Future Everything, einem führenden Innovations-, Kunst- und Technologie-Festival Europas am 26. und 27. Februar 2015 in Manchester. Ausserdem winkt ein Preisgeld von 5000 Euro sowie die Möglichkeit das eigene Projekt bei einem exklusiven Event mit Sponsoren, Investoren und der Europäischen Kommission vorzustellen.

Du bekommst die Chance, Deine App dem gesamten Publikum der Future Everything den ganzen Tag über zu präsentieren – zusammen mit den weiteren ausgezeichneten innovativen Apps aus ganz Europa. Aber damit nicht genug! Du erhältst auch die Möglichkeit, Deine App einer internationalen Gruppe von Investoren, Entscheidern aus Politik und Verwaltung sowie Firmen und Startups zu präsentieren. Diese ausgewählten Experten stehen mit ihren Fähigkeiten, Erfahrung, Kapazitäten und Kapital bereit Dich darin zu unterstützen, Deine App in ein erfolgreiches Unternehmen zu verwandeln.

Auf der Webseite von Apps for Europe findest Du weitere Informationen zur Online-Bewerbungen und der International Business Lounge der Future Everything 2015. Alle Online-Bewerbungen werden von unseren “Apps for Europe”-Partnern bewertet: Ein erfahrenes Netzwerk aus europäischen Firmen mit Kontakten, Expertise und dem gemeinsamen Ziel, offene Daten geschäftlich erfolgreich zu machen.

Warum machen wir das?

Apps for Europe möchte der Welt nicht nur die Wirkungsmacht offener Daten zeigen, sondern auch das wirtschaftliche Potenzial herauskehren. Wir fördern gemeinsam die Möglichkeiten offener Daten, indem wir Ihnen dabei helfen, Ihre Idee in ein erfolgreiches Unternehmen umzuwandeln, das sich in ganz Europa etablieren könnte.

Über Apps for Europe

Apps for Europe ist ein Unterstützernetzwerk mit dem Auftrag, datengetriebene Apps in tragfähige Unternehmen zu verwandeln. Weiter Informationen über unser Konsortium findest Du hier.

 

Das folgende Video gibt einen Eindruck über die glücklichen Gewinner der International Business Lounge der Future Everything 2014

Erster Transparenztag in Hamburg

Christian Heise - 17. November 2014 in Deutschland, Featured, offene Daten

transparenzportal-hamburg-betaDas OK Lab Hamburg lädt am kommenden Sonntag zum ersten Transparenztag Hamburg ein. Anlass ist das gerade gestartete Transparenzportal der Stadt Hamburg. Damit das Portal mit Leben gefüllt wird, wollen wir einen Tag mit dem Portal arbeiten, lernen wie es funktioniert, und kleine Geschichten generieren.

Der erste Transparenztag Hamburg findet am 23. November 2014 ab 12 Uhr bei 4=1/OpenDataCity, Alter Teichweg 33, 22081 Hamburg statt (S-Bahn Barmbek, Ausgang Globetrotter, ca. 8 Minuten Fußweg).

Das Ergebnis können Karten oder auch nur statistische Besonderheiten sein, die wir im Portal finden – angedachte Themen wären z. B.:

  • Welche Zuwendungen bekommen welche Firmen/Vereinigungen/Institutionen in Hamburg?
  • Wo sind Gefahrenstoffe gelagert?
  • Wo sind die Lampendusa-Flüchtlinge untergebracht etc.?
Dazu sind geladen: Nerds und Technikverliebte und die Hamburger hyperlokale Journalistenszene. Ziel ist es, schnelle Geschichten im Transparenzportal zu finden, die wir journalistisch verbreiten können. Es soll kein klassischer Hackathon werden – sondern einer, in dem Journalisten und Coder wirklich gemeinsam arbeiten können.

Grober Ablauf:

  • Begrüßung
  • Einführung Transparenzgesetz von Stefan Wehrmeyer Opne Knowledge Foundation (fragdenstaat.de und correctiv)
  • ab ca. 13.30 Uhr: Team- und Themenbildung (optional: OpenData-Einführung von Marco Maas)
  • bis ca. 20 Uhr arbeiten an kleinen Projekten
  • 20.00 Fazit und Ende

Die Anmeldung und mehr Informationen findet ihr unter: http://pad.opendatacloud.de/p/OKHH-Hackerthon

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete… tun Sie endlich etwas für Open Data!

Christian Heise - 6. November 2014 in Featured, offene Daten

sachverstaendige_schildchen

Sachverständige beim kollektiven Twitterschilder umdrehen

Zur gestrigen 21. Sitzung des Bundestagsausschusses Digitale Agenda wurden fünf Sachverständige geladen um in einem Fachgespräch zum Thema Open Data, “zu diskutieren, welche Vorteile und Risiken die Bereitstellung offener Daten hat”.

Unter den Sachverständigen waren: Ina Schieferdecker vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), Mathias Schindler (ehemals Wikimedia Deutschland) als Mitarbeiter von der EU-Parlamentarierin Julia Reda, Renate Mitterhuber vom Referat E-Government und IT-Steuerung bei der Finanzbehörde Hamburg (bald verantwortlich für govdata.de), Justus Haucap vom Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) und ich als Vertreter der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V..

Bereits vor dem Gespräch wurden acht Fragen zum Thema Open Data an die Sachverständigen versandt. Symptomatisch für die bisherige politische Behandlung des Themas “offene Daten” ist, dass mehr als die Hälfte der Fragen fast deckungsgleich mit Fragen waren, die bereits im Jahr 2012 im Rahmen eines ähnlichen Fachgesprächs des Unterausschuss Neue Medien mit dem Titel “Entwicklung und Stand Open Data Projekte” schon mal gestellt wurden. Die Sachverständigen nahmen das zum Anlass, in ihren schriftlichen Stellungnahmen den Gesetzgeber zu ermuntern, diesem Thema endlich die nötige Aufmerksamkeit zuzuschreiben und aktiv zu werden. Hervorzuheben ist dabei auch eine ganz konkrete Liste von Sofortmaßnahmen für Abgeordnete vom Sachverständigen Mathias Schindler, die während des Gesprächs an die anwesenden Parlamentarier verteilt wurde.

Zu den zentralen Punkte meiner Ausführungen:

  • (Offene) Daten sind eine unerschöpfliche, nachwachsende Ressource, welche vor allem durch gemeinsames Nutzen dieser “aufblüht”.
  • Daten betreffen nicht nur Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft (im Allgemeinen), sondern die Bürgerinnen und Bürger (im Konkreten)
  • Wenn nicht bald entschieden gehandelt wird und die Rahmenbedingungen für die Bereitstellung und Nutzung offener Daten geebnet werden, werden diese Rahmenbedingungen von außen oder von “höherer” Ebene diktiert
  • Noch kann der Standortvorteil Datenschutz genutzt werden um der Verantwortung Deutschlands bei dem Thema national wie international gerecht zu werden.
  • Wir müssen uns auch mit den wenig vorhersehbaren sozialen Implikationen von Openness auseinandersetzen, NOCH können wir sie mitgestalten, erforschen und ggf. fördern.
  • In Deutschland fehlt es vor allem an politischem Willen (hohes politisches Commitment), Ressourcen in der Verwaltung und zentraler Steuerung
  • Symptomatisch für die politische Behandlung des Themas Open Data ist z.B., dass die Fragen 1,2,3,4 und 6 im Jahr 2012 im Rahmen einer Anhörung des Unterausschusses Neue Medien mit einer ähnlichen Besetzung seitens der Fraktionen größtenteils schon einmal gestellt wurden und bis heute leider noch genauso beantwortet werden müssen.
  • Seit 2012 hat sich m.E. zu wenig getan und auch wenn govdata.de, die GeoNutzV und der G8 Open Data Aktionsplan erste gute Schritte darstellen, gibt es noch immer ein fundamentales Defizit auf der Angebotsseite von wertvollen Open Government Data in maschinenlesbaren Formaten
  • Ebenso wie 2012 fehlt eine gesetzliche Festlegung zur Veröffentlichung von (allen) Inhalten der Verwaltung nach Open Government Data­Prinzipien (z.B. über ein novelliertes Informationsfreiheitsgesetz, Anpassung der eGovernment­Gesetze, über ein eigenes Open Data­Gesetz oder ein nationales Transparenzgesetz).
  • Mögliche Maßnahmen wären ein rascher Open Government Partnership ­Beitritt, gesetzliche Rahmenbedingungen für Open Data (am besten über ein nationales Transparenzgesetz), Unterzeichnung der “Erklärung zur Parlamentarischen Offenheit” und die Schaffung eines einheitlichen Zugriffs auf die Bundestagsinformationssysteme (OParl) und die Etablierung einer zentralen Anlaufstelle für das Thema im Bereich der ministerienübergreifenden Bundesverwaltung.

Eine weitere Aussage des Sachverständigen Schindler der ich mich als Konsens in diesem Zusammenhang auch anschließen würde:

Am Ende des Gesprächs “könnte man eigentlich voller Freude und Hoffnung sein“. Nun bleibt anzuwarten, ob der Ausschuss wirklich (nach den Worten des Vorsitzenden Koeppen) die Anmerkungen und Anregungen der Experten aufgreifen und umsetzen wird.

Die gesamte Stellungnahme kann hier eingesehen werden. Diese und alle weiteren Stellungnahmen können auch im Beteiligungsforum des Ausschusses eingesehen und kommentiert werden. Eine gute Zusammenfassung des gesamten Fachgesprächs findet man drüben bei netzpolitik.org und bei der Parlamentsredaktion des Bundestags. Die ganze Sitzung des “revolutionären” Ausschusses kann im Videomitschnitt nachverfolgt werden:

Veröffentlichung Open Definition 2.0 & deutsche Übersetzung

Christian Heise - 21. Oktober 2014 in offene Daten, Open Knowledge Foundation

open-definition-deBereits vor knapp zwei Wochen wurde die zweite Version der Open Definition veröffentlicht. Sie definiert die Grundprinzipien für Open Data/Open Content und ist unsere Grundlage für Offenheit bei Open Data und offenen Inhalten aller Art jenseits von Open-Source-Software. Seit 7. Oktober ist sie in der überarbeiteten Version 2.0 verfügbar.

Ziel der Open Definition war und ist es rechtliche Probleme auf Grund der Verwendung falscher oder nicht kompatibler Open-Lizenzen präventiv zu verhindern und OpenWashing zu vermeiden. Mit der Überarbeitung der Lizenz und der Webseite wurde auch die Daten-Deutschland-Lizenz 2.0 als kompatible Lizenz mit aufgenommen (wie bereits angekündigt).

Auch wenn es bereits Kritikpunkte an der neuen Version der Defintition gibt, bitten Christian Hauschke und Adrian Pohl um Hilfe bei Übersetzung der Version 2.0 in die deutsche Sprache. Dabei sollen die eventuellen Schwächen in der Definition nicht Aufgabe der Übersetzung sein. Wir unterstützen diesen Aufruf. Bei der Übersetzung kann im Pad unter https://pad.okfn.org/p/OpenDefinitionde mitgeholfen werden.

Auf unserer Mailingliste eintragen!
Newsletter abonnieren!