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Jugend hackt-Teilnehmer feiern Erfolg beim Festival of Code

Maximilian Heimstädt - 2. September 2014 in Deutschland, offene Daten

Jugend hackt beim Festival of Code

Jugend hackt beim Festival of Code

Ein Erfahrungsbericht – Nach Jugend hackt konnten wir, das sind Leander Berg, Daniel Petri, Timo Denk, Felix Schwarzer, Anne Keune und Björn Ternes, es bis zum nächsten Jahr einfach nicht mehr abwarten. Deshalb haben wir uns entschlossen nach England aufzubrechen: Seit nunmehr sechs Jahren findet dort das Young Rewired State Festival of Code statt, dieses Jahr vom 28. Juli bis zum 3. August. Das Projekt ist so ähnlich wie Jugend hackt nur um einiges größer. Montags bis Freitags treffen sich junge Hacker in Centern, die über ganz Großbritannien verteilt sind. Dort wird, wie bei Jugend hackt, fleißig an kleinen Webseiten oder Apps gearbeitet – das ganze basierend auf offenen Daten. Am abschließenden Wochenende kommen dann die knapp 1000 Teilnehmer zusammen um ihre Hacks vorzustellen. Der wohl größte kulturelle Unterschied: Weit und breit keine Club-Mate.

Bis an die Küste Englands

Die meisten Mitglieder unserer Gruppe machten sich bereits am Sonntag vor dem Festival auf den Weg nach England. Um zu unserem eigentlichen Veranstaltungsort Plymouth an der Südwestküste Englands zu gelangen steuerten wir zuerst einen der Londoner Flughäfen an und mussten uns dann noch einmal auf eine 3-4 stündige Bus- und Bahnreise begeben. Die Begrüßung in der kleinen Studentenstadt durch die Geräusche von Möwen machte das jedoch schnell wieder vergessen.

Eine Woche an der Plymouth University

Die eigentliche Hack-Woche verbrachten wir somit in Plymouth, wo wir am Montag durch den “Centre Lead” Chris Hunt empfangen wurden, der uns in alle organisatorischen Dinge einführte. Untergebracht waren wir im “Babbage Building” auf dem Gelände der Universität, weshalb wir am abschließenden Festival of Code (also am Freitag) eine komfortable Anreise von nur 200 Metern zu absolvieren hatten. Die gesamte Woche hindurch arbeiteten wir fleißig an unseren Projekten und konnten zwischen durch mit den neusten Gadgets (u.a. Oculus Rift, Smartwatch) spielen.

Jugend hackt Teilnehmer an der Plymouth University

Jugend hackt Teilnehmer an der Plymouth University

“Let’s Combine” im Finale

Am Wochenende, dem Festival of Code trafen sich somit alle beteiligten Nachwuchshacker in Plymouth um sich über die Projekte der anderen Teams zu informieren. Kurz nach unseren Halbfinalpräsentationen wurde für alle Teilnehmer zum Essen gerufen, allerdings entschieden sich die meisten von uns sich lieber in der Stadt nach einem Snack umzusehen – bis zur Bekanntgabe der Finalteilnehmer um 20:00 Uhr war schließlich noch jede Menge Zeit. Große Hoffnungen machten wir uns allerdings eher nicht. Weit gefehlt: Als wir (Björn und Daniel) uns wieder dem Universitätsgelände und somit dem WLAN-Netz näherten erreichte uns die frohe Kunde: Leanders und unser gemeinsames Projekt “Let’s Combine” stand als einziges Projekt mit deutscher Beteiligung im Finale. Und wir waren fast zu spät um uns vorzubereiten! Schnell machten wir uns auf den Weg zu den “Plymouth Pavilions” um dort gemeinsam mit den Vertretern aller anderen Finalprojekte die Location des Finales am nächsten Tag zu besichtigen. Wir waren begeistert: Die Veranstaltungshalle ist riesig, überall waren Lautsprechern angebracht und auch die Bühne war mit Lichteffekten und allem was dazu gehört ausgestattet.

“Best Example of Code”

Dann kam auch schon der Finalsonntag. Gestärkt mit einem echten Full English Breakfast brach unser Team von “Let’s Combine” auf zu den Plymouth Pavilions. Nach ein Paar letzten Vorbereitungen nahmen wir in der ersten Reihe Platz und beobachteten wie sich der Saal mit Jugendlichen und Mentoren füllten. Es wurde spannend! Kurz vor unserer Präsentation erreichten uns noch letzte Glückwünsche bevor es dann endlich losging und wir unsere Arbeit der vergangenen Woche vorstellen durften. Am Ende der wunderbaren Veranstaltung konnten wir uns schließlich über die Auszeichnung in der Kategorie “Best Example of Code” freuen.

Review: 1. Open Science Arbeitsgruppentreffen im Juli 2014

Christian Heise - 23. August 2014 in Deutschland, offene Daten, offenes Wissen, Open Science

open_science_ag_okf_deUm trotz der Kürze des OKFestivals von nur knapp drei Tagen möglichst viel Austausch zu haben, gab es in diesem Jahr eine ganze Reihe von Zusatzveranstaltungen vor und nach dem eigentlichen Event. Beispielsweise wurde die Arbeitsgruppe OpenGLAM (Mailingliste hier + Review hier) in Deutschland gegründet.

Doch auch im für den Bereich Wissenschaft konstituierte sich im Rahmen eines eigenen Open Science Fringe Events am 16.7.2014 im Büro der Open Knowledge Foundation Deutschland eine deutschsprachige Arbeitsgruppe.

Ziel der Arbeitsgruppe, bestehend aus rund 30 Personen, gut die Hälfte davon aktive Wissenschaftler, ist die Vernetzung von Aktiven im Bereich Open Science und die Erarbeitung rechtssicherer Rahmenbedingungen für das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen – im Idealfall unter freien Lizenzen. Zusätzlich soll die Arbeitsgruppe die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Open Science Gruppen koordinieren und als Ansprechpartner für Forscher, Institute und Politik zum Thema Open Science fungieren. Erste Ziele, Aufgaben und Herausforderungen wurden kollaborativ erarbeitet und in einem Mission Statement zusammengefasst, an welchem kontinuierlich weiter gearbeitet wird. Jeder Interessierte ist dazu eingeladen, die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet vorraussichtlich im September 2014 statt. Wenn auch du mitmachen willst, melde dich hier zu Mailingliste an.

UPDATE 27.8.2014: Hier kann man sich für das nächste treffen anmelden.

Der Post enthält Teile eines Beitrags der SLUB Dresden.

Gemeinsame Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes über die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen (IWG)

Christian Heise - 21. Juli 2014 in offene Daten, Positionen

BMWI_iwg_stellungnahmeFolgende Stellungnahme haben Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e. V. und Creative Commons Deutschland zum Entwurf einer Neufassung des Gesetzes über die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen (IWG) abgegeben und an das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie übermittelt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V., Wikimedia Deutschland e.V., Digitale Gesellschaft e. V. und Creative Commons Deutschland begrüßen eine Neufassung des Gesetzes über die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen und insbesondere die Veröffentlichung des Entwurfs vorab im Internet.

Den Open-Data-Bestrebungen einen zeitgemäßen rechtlichen Rahmen zu geben und so die Rechtssicherheit für alle Beteiligte zu erhöhen ohne die Potenziale für mehr Transparenz ausser Acht zu lassen, muss dabei aber im Mittelpunkt der erforderlichen Anpassung an die Veränderungen der zugrundeliegenden europäischen Richtlinie stehen. Die weitergehende Öffnung von Verwaltungsdaten und staatlichen Datenbeständen ist ein wesentlicher Schritt zur modernen, offenen und transparenten Verwaltung. Grundsätzlich ist dabei zu dem Entwurf anzumerken, dass eine klare gesetzliche Positionierung notwendig ist und eine Veröffentlichung (zur Weiterverwendung) »aller im Besitz von öffentlichen Stellen« befindlichen Informationen (so die Formulierung in Art.1 Abs.1 RL 2003/98/EG) gesetzlich verpflichtend vorgeben werden muss!

Wie in der Stellungnahme von der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister e.V. (Vitako) möchten auch wir dafür werben, die vorhandene Widersprüche und unterschiedliche Begrifflichkeiten besonders im Vergleich zum EGovG des Bundes zu harmonisieren, um Klarheit und Handlungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Darüber hinaus müssen, entgegen dem vorliegenden Entwurf, in der finalen Neufassung des Gesetzes über die Weiterverwendung von Informationen öffentlicher Stellen (IWG) auch die Begrifflichkeiten und Implikationen von “Open Data” unbedingt Berücksichtigung finden.

Unsere weiteren Anmerkungen zum Entwurf im Detail:

Die Ansage, die Vorgaben möglichst eng am Wortlauf der Richtlinie umzusetzen ist begründungsbedürftig. Wir halten sie darüber hinaus für falsch. Die Richtlinie 2013/37/EU führt bereits in Erwägungsgrund 2 an, dass es hier um einen Mindestbestand an Regeln für die Weiterverwendung und die praktischen Mittel zur Erleichterung der Weiterverwendung vorhandener Dokumente, die im Besitz öffentlicher Stellen der Mitgliedsstaten sind geht. Dies ist ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl, eine überobligatorische Umsetzung dieser Richtlinie wenigstens zu prüfen. Es bleibt bei dem Erwägungsgrund 8 der PSI-Richtlinie und zuletzt bei Artikel 1 Absatz 1 der Richtlinie selbst, dass es hier um Mindestanforderungen geht, die von jedem Mitgliedsstaat der EU übererfüllt werden dürfen. Im Begründungsteil des Gesetzesentwurfs A) II wird kurz auf die Entscheidung zur Umsetzung eng am Wortlaut eingegangen, allerdings ohne überzeugende Begründung. Sofern seitens des BMWi die Sorge besteht, auf andere Weise keine lückenlose Umsetzung zu erreichen, wäre die angemessene Reaktion auf diese Sorge erst recht eine überobligatorische Umsetzung.

§1 IWG-E

Dieser Paragraph ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem bisherigen IWG. Zum ersten Mal wird ein Zweck ausformuliert, wozu dieses IWG überhaupt existiert. Es ist bedauerlich, dass hier die Chance vergeben wird, auf einen Nutzen hinzuweisen, der über Marktinteressen hinaus geht.

§2 IWG-E

Die Liste der Bereiche, in denen dieses IWG nicht gelten soll, ist zu umfangreich und wird nicht begründet. Die PSI-Richtlinie erlaubt es ausdrücklich, über die Mindestvorgaben hinauszugehen. Dies ist hier nicht erfolgt. Wir schlagen insbesondere die Streichung folgender Abschnitte vor:

§2 Abs 2 Punkt 1 – Es ist unerheblich, aus welchem Grund die Einrichtung diese Informationen erstellt hat
§2 Abs 2 Punkt 3 und 4 – hier wird Zugang und Recht auf Weiternutzung vermischt
§2 Abs 2 Punkt 7 – bereits abgedeckt durch Punkt 2
§2 Abs 2 Punkt 8 – ibid
§2 Abs 2 Punkt 9 – diese Einschränkung wird nicht begründet

§4 IWG-E

Auch dieser Paragraph ist eine deutliche Verbesserung. Er besticht durch seine Kürze. Wir schlagen vor, §1 und §4 IWG zusammenzulegen, da sich sich ergänzen:

§1 neu Grundsatz der Weiterverwendung
Informationen der öffentlichen Stellen können weiterverwendet werden.

Mit Verweis auf Erwägungsgrund 17 der PSI-Richtlinie schlagen wir vor, den Geltungsbereich des §5 Abs. 1 und 2 UrhG erweitern. Der urheberrechtliche Schutz aller amtlichen Werke soll entfallen; dies erspart eine dann unnötige Lizenzierung.

Bei Anmerkungen oder Rückfragen sowie für den weiteren Austausch, stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Dieses Schreiben wird Ihnen nochmals gesondert auf dem Postweg übermittelt.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Heise (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.), Mathias Schindler (Wikimedia Deutschland e.V.), Markus Beckedahl (Digitale Gesellschaft e. V.), John Weitzmann (Creative Commons Deutschland)

OK Festival 2014 – Das internationale Festival für offenes Wissen kommt nach Berlin

Gero Nagel - 17. Juni 2014 in Deutschland, offene Daten, offene Kultur, offenes Wissen, Open Knowledge Foundation, Termine

OKFestival Orga 2012

OKFestival Orga 2012

Die internationale Open-Community trifft sich zum Open Knowledge Festival in Berlin. Vom 15. bis 17. Juli wird in der Kulturbrauerei gelernt, gehackt, gemacht, diskutiert, erkundet und gefeiert. Offenes Wissen, offene Daten, offene Politik und eine offene Gesellschaft – dafür setzen sich Gruppen und Initiativen von Argentinien über Südafrika bis Japan ein. Sie alle treffen sich einmal jährlich, diesmal in Berlin.

Neben Keynotes, von renommierten Persönlichkeiten wie Neelie Kroes, der EU-Kommissarin für digitale Agenda, reicht das Programm von Themen wie dem verantwortungsbewussten Umgang mit offenen Daten über Talks und Workshops zu Tools und Themen der Community bis hin zu künstlerischen Themen wie der Produktion von Nahrungsmitteln aus Daten. Das Festival verspricht so groß und vielfältig zu werden wie noch nie.

Mit dem unFestival gibt es außerdem noch die Möglichkeit im Barcamp-Style eigene Ideen einzubringen.

Am Rande des OKFestivals gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, wie der Hands-on Konferenz csv,conf zum Hacken, Coden und Daten Visualisieren. Die Reise nach Berlin lohnt sich!

Weitere Infos gibt es auf der englischen Website, Twitter: @OKFestival und Facebook. Tickets gibt es noch auf der Website.

Gastbeitrag: Erfahrungen zweier Kommunen mit dem City Census

Marcus Dapp - 13. Mai 2014 in Deutschland, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Positionen, Transparenz

Der folgende, eingeladene Gastbeitrag stammt von Claus Arndt, Referent des Bürgermeisters für E-Government und neue Medien der Stadt Moers und Christian Geiger, dem Beauftragten für Grundsatzfragen ulm 2.0 der Stadt Ulm. Sie schildern darin ihre Erfahrungen mit dem Open Data City Census Deutschland. Wir danken den Autoren für Ihren Debattenbeitrag, der ungekürzt wiedergegeben wird.

Rahmen

Der Open Data City Census hat direkt nach seinem Start für eine hohe Aufmerksamkeit in interessierten Verwaltungen gesorgt. Gerade in den wenigen Open Data-Kommunen in Deutschland versprach die ansprechend gestylte Website die Aussicht auf mehr Aufmerksamkeit für das Thema bei gleichzeitigem Nachweis der bestehenden Defizite. Hier witterte man Rückhalt für die bisherige Tun und sich Ansporn holen für neue Aktivitäten und frischen Wind: Denn wer findet sich schon gerne mit 0 Punkten in einem öffentlichen Ranking wieder…? Das Ranking ist eine klasse Idee, doch einige Fragen blieben leider beim City-Census-Ranking der Open Knowledge Foundation offen, die wir Euch nicht vorenthalten wollen: Spiegelt das Ranking das wider, was es widerspiegeln sollte? Kann oder soll die Art und Weise der Dateneingabe standardisiert werden? Wie kann die Korrektheit der Daten sichergestellt werden? Welche Lesart des Rankings und der eingegebenen Daten ist die Richtige?

Kritik

Ausgehend von den aufgezeigten Rahmenbedingungen haben sich verschiedene kritische Punkte an dem Ranking gezeigt, welche kurz dargelegt werden sollen:

Weiterlesen →

Aktivitäten und Projekte im März 2014

Christian Heise - 20. April 2014 in Featured, offene Daten, offenes Wissen

Monatlicher Bericht über Aktivitäten und Projekte der Open Knowledge Foundation Deutschland:

Hier informieren wir euch über Neuigkeiten rund um die Themen Transparenz, re:publica 14, Coding da Vinci und die digitalen Geisteswissenschaften. Apropos Thema Transparenz: Wir fordern ein innovatives Transparenzgesetz für Niedersachsen. Aber erstmal wünschen wir euch ein entspanntes Ostern! :)

codingdavincinlCoding da Vinci

Wir freuen uns sehr über die 100 Teilnehmer/innen, die sich für Coding da Vinci angemeldet haben! Auf unserer Webseite haben wir Challenges und erstmals 16 Datensets aus nun schon 11 Institutionen veröffentlicht, darunter z.B. Gigapixel-Insektenscans, Audiodateien von Musikinstrumenten, historische Karten und Stadtansichten Berlins.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, sollte es schnell tun. Wir freuen uns auf den Auftakt des Hackathons mit euch am 26./27. April !

dariahKooperation mit DARIAH-DE

Wir unterstützen das Forschungsprojekt DARIAH-DE bei der Kommunikation und Dissemination rund um Ausrichtung, Inhalte und Ergebnisse der digitalen Geisteswissenschaften (Digital Humanities). Ziel ist es, die zunehmend mit digitalen Ressourcen und Methoden arbeitenden Geistes- und Kulturwissenschaftler in Forschung und Lehre zu unterstützen und die Nutzung von digitalen Inhalten, Ressourcen, Werkzeugen und Forschungsinfrastrukturen zu fördern. Katharina Meyer wird uns als neue Kollegin bei diesem Projekt und weiteren Aktivitäten in den Bereichen rund um Open Science unterstützen. Mehr über die digitalen Geisteswissenschaften erfahrt ihr im Digital Humanities Blog, dem Erklärvideo zu “kollaborativ Arbeiten in digitalen Forschungsinfrastrukturen” und zu “Datensicherheit für Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften”.

sgesehenSchon gesehen?

Die Gewinner der ersten Runde des Wettbewerbs Apps for Europe wurden auf der internationalen Konferenz FutureEverything 2014 ausgelobt. Um Entwicklern von datengetriebenen Anwendungen dabei zu helfen, ihre Prototypen in Startups und tragfähige Unternehmen zu verwandeln, ergänzt Apps for Europe lokale Apps-Wettbewerbe mit dem Format “Business Lounge“. Hier werden die Entwickler darin unterstützt ein Geschäftsmodell für ihre Idee zu entwickeln. Erfahrt mehr im Blogpost.

eff_staat-titelEffizienter Staat 2014

Am 1. und 2. April haben wir auf dem Verwaltungskongress “Effizienter Staat” in zwei Foren haben mit Vertretern von Verwaltungen auf Landkreis-, Länder- und Bundesebene darüber diskutiert, wo Behörden bei der Öffnung von Verwaltungswissen aktuell wirklich stehen und was sie tun können, um den Prozess zu beschleunigen. Ein kleines Resümee findet ihr in unserem Blog.

rp14_banner_160x125_1Was wird spannend?

Wir sind in in re:publica – Stimmung! Über welche Open Data-Themen wir auf der re:publica 2014 vom 06.-08. Mai in Berlin sprechen werden? “Big, small, open – my data”, “#Zensurheberrecht”, “[do:index] – Offenheit ranken? Der digitale Offenheitsindex“ und “Wie geht’s dir, Kinderzimmerprogrammierer/in?“ uvm.

Weitere aktuelle Neuigkeiten und ausführliche Informationen findet ihr auch auf twitter. Willst du unseren Monatsrückblick regelmäßig erhalten? Dann abonniere unseren Newsletter!

Die Gewinner von Apps for Europe 2014

Daniel Dietrich - 5. April 2014 in Featured, offene Daten

FutureEverything Summit  2013 - Image by TAPE | www.WeAreTAPE.com

Die Gewinner der ersten Runde des  Wettbewerbs Apps for Europe wurden am 1. April auf der internationalen Konferenz FutureEverything 2014 in Manchester ausgelobt. Um Entwicklern von datengetriebene Anwendungen dabei zu helfen, ihre Prototypen in Startups und tragfähige Unternehmen zu verwandeln, ergänzt Apps for Europe lokale Apps-Wettbewerbe mit dem Format “Business Lounge“. Hier werden die Entwickler darin unterstützt ein Geschäftsmodell für ihre Idee zu entwickeln, einen Business plan zu schreiben und diesen vor Investoren zu “pitchen”. Erfolgreiche Kandidaten konnten sich dann mit ihrer App und ihrem Business Plan bei der ersten pan-europäischen Business Lounge bewerben.

Von den hunderten von Teilnehmern der ersten Runde des hatte eine hochkarätige Jury eine Vorauswahl von 10 Finalisten nach Manchester eingeladen. Diese hatten dort die Gelegenheit ihre Apps dem Publikum von FutureEverything vorzustellen sowie ihren Business Plan in einer Startup Masterclasses unter Anleitung von namhaften Experten weiterzuentwickeln. Auf der abendlichen Award Ceremony wurden schließlich die beiden Gewinner ausgelobt, einer von der Jury und einer vom Publikum.

Jury prize: BikeCityGuideThis app was created by two former bike couriers; it guides cyclists on bike friendly routes with less traffic for a safe and easy bike ride, point to point routing is available offline. The app also recommends tours connecting points of interest in the city. There are already packages for more than thirty European cities and new cities are constantly being added. There is a voting page online, which encourages users to vote for the next city they want the app to cover.

Audience prize: NostalgeoAn app which combines contemporary street views with old postcards in order to create street views of the past. As well as using existing open data it will get people from all over Europe to put their old postcards online. Users will be able to create walks based on shared old maps and postcard stories. Nostalgeo was created by Nazka Mapps.

Herzlichen Glückwunsch! Es wird interessant sein die Entwicklung der beiden Gewinner, aber auch die der 10 Finalisten und aller anderen Projekte zu beobachten die bei Apps for Europe teilgenommen haben. Denn wir sind erst am Anfang des Prozesses aus offenen Daten Anwendungen und Apps zu bauen, die einen echten Mehrwert für die Gesellschaft bringen.

Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Apps for Europe wird auch weiterhin den Teilnehmern von lokalen Apps Wettbewerbe, Code Sprints und Hackathons dabei helfen etwas aus ihrer App zu machen. Die zweite Runde der pan-europäischen Business Lounge wird demnächst bekannt gegeben. Stay tuned!

Apps for Europe ist ein von der Europäischen Kommission gefördertes Unterstützernetzwerk mit dem Ziel, den Entwicklern von datengetriebene Apps dabei zu helfen diese in Startups und tragfähige Unternehmen zu verwandeln. Die Open Knowledge Foundation Deutschland ist Teil dieses Netzwerks. Weiter Informationen über unser Konsortium finden Sie unter: www.apps4europe.eu/about-us. Im Anhang finden Sie die Pressemitteilung zur Preisverleihung (PDF, Englisch).

 

Effizienter Staat 2014: Offene Daten und transparentes Regierungshandeln in der Verwaltungsrealität

Christian Heise - 4. April 2014 in Deutschland, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Positionen, Transparenz

effstaatIn dieser Zeit geht einiges durcheinander: Dr. Göttrik Wewer, Vize-Präsident E-Government bei der Deutschen Post, holt in einem kürzlich veröffentlichten Artikel zu einem Generalschlag gegen die “Transparenzbewegung” aus. Aber ist das alles wirklich so einfach? Besteht die Entwicklung rund um offene Daten und transparentes Regierungshandeln in Deutschland aktuell nur aus “Transparenzterror”, sowie aus “Konfrontation, Kontrolle und Konflikt”?

Ich glaube nicht! Ja, es geht zu langsam, ja, es gibt eine drastische Unterausstattung der Verwaltungen bei dem Thema und ja, es gibt auch manchmal unschöne Konfrontationen – aber was im Moment in Bezug auf Open Government Data wirklich in den deutschen Verwaltungsstuben passiert, konnte man viel besser auf dem Verwaltungskongress des Behördenspiegels “Effizienter Staat 2014” beobachten. Auf zwei Panels habe ich mit Vertretern von Verwaltungen auf Landkreis-, Länder- und Bundesebene darüber diskutiert, wo Behörden bei der Öffnung von Verwaltungswissen aktuell wirklich stehen. Und trotz einiger unterschiedlicher Auffassungen, zum Beispiel bei unserer Forderung nach “Offenheit als Standard” oder im genannten Abmahnfall – in einem waren sich alle einig: Es bewegt sich was, und das auch fernab von Konfrontation.

Besonders spannend war der Ansatz, von dem Andreas Schreiber, Informationsmanager des Landratsamts aus Ludwigslust-Parchim, auf dem Forum “Open Data – zwischen (zu) hohen Erwartungen und Verwaltungsrealität” zu berichten hatte: In dem zweitgrößten Landkreis Deutschlands ist die Verwaltung selber der größte Treiber und Nutzer für die Verwendung von Verwaltungsdaten. Und damit fahren sie sehr gut. Die Verwaltung schafft durch die Aufbereitung der eigenen Daten neue Möglichkeiten für Reporting und Controlling, Führungskräfte werden besser informiert und das Verwaltungswissen intern besser kommuniziert. Dass diese Verwaltungsdaten perspektivisch geöffnet werden, ist laut Schreiber ebenfalls geplant und wurde von Beginn an auch so kommuniziert. Der Widerstand in der eigenen Verwaltung hält sich dabei in Grenzen. Auch wenn es sich hierbei erstmal nur um einen ersten Schritt handelt, so ist ein Ansatz die Öffnung von Verwaltungsdatensätzen mit den Vorteilen der Verwendung der Verwaltungsdaten durch die Verwaltung selbst zu verknüpfen sicher sinnvoll.

Darüber hinaus wurden auch alle weiteren, aktuellen Entwicklungen auf dem Kongress von Zivilgesellschaft und Verwaltung positiv gewertet: Dazu gehören die Entwicklungen rund um die kommende Datenlizenz Deutschland 2.0, der Aktionsplan zur G8(7) Open Data Charta und der regelmäßige Austausch zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft (und der angestrebte Beitritt zur OGP). So darf man also auch weiterhin auf einen ambitionierten Open Data Aktionsplan der Bundesregierung hoffen.

Und um zumindest kurz auf Wewer zurückzukommen: Offene Daten sind sicher kein Allheilmittel. Das hat aber auch niemand behauptet. Offene Daten zu veröffentlichen, wird auch nicht einfach so und sofort zu einem massenhaften Ansturm von Interessierten führen. Offene Daten sind aber eine Möglichkeit, unsere Demokratie transparenter zu machen. Sie werden und sind Treibstoff für wirtschaftliche Unternehmungen und helfen der Verwaltung beim Übergang hin zu einem effizienten Staat. Diesbzüglich war man sich auf dem Verwaltungskongress in Berlin einig. Für das Verhältnis von Zivilgesellschaft und Verwaltung muss es deshalb weiter heißen: Gemeinsame Sache machen!

Update 5.4.14: In einer vorherigen Version dieses Beitrags konnte man scheinbar den Eindruck gewinnen, dass ich Claus Arndt von der Stadt Moers durch eine Äußerung in seinem Beitrag für gov20.de in den Kontext von Dr. Gottrick Wewer stellen wollte. Da das nicht meine Absicht war, habe ich den Teil ersatzlos entfernt. Außerdem habe ich nochmal klarer formuliert, dass es sich bei der Entwicklung im Landkreis Ludwigslust-Parchim noch nicht um offene Daten handelt. Der Ansatz bleibt aber weiterhin sehr interessant. Es wäre sicher mal spannend zu erfahren, ob zusätzlich zu den überall genannten 40 Milliarden Euro wirtschaftliches Potenzial durch die Zweitverwertung von Verwaltungsdaten, die Einspaarmöglichkeiten durch die Öffnung von Daten für die Verwaltung selber nicht mindestens ein ebenso interessanter Treiber für Open (Government) Data sein kann.

Open Science Sum – Up Februar

Julia Kloiber - 21. März 2014 in Featured, offene Daten, offenes Wissen

Map of Science by PLOSOne CC BY 2.5

Der monatliche Open Science Sum-Up ist eine Zusammenfassung des vergangenen Monats und bietet eine kleine Aussicht: Weltweit, in Österreich, in Deutschland und auf openscienceASAP.org.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf openscienceASAP.org veröffentlicht.

Das letzte Monat im Rückblick

Zuerst sind Glückwünsche angebracht: Vor einem Jahr ist Landsat 8 gestartet und liefert seit dem täglich mehr als 500 Satellitenbilder der Erde retour. Vulkanausbrüche, Gletscherrückgänge, Fluten, Verstädterung und Waldfeuer werden dadurch allen sichtbar und die Daten offen zugänglich gemacht. Happy Birthday und weiterhin guten Flug!

Wie hängt Offenheit und Integrität zusammen? Andrew C. Rawnsley diskutiert in Tiefe die ethischen Aspekte von Openness, und geht dabei besonders auf Integrität in der Forschung ein. Ijad Madisch greift ebenfalls den umfassenderen Diskurs auf und betont, dass Open Science wesentlich mehr als nur das Teilen von Daten beinhaltet. Eric Kansa untersucht die ideologischen Aspekte von Open Science und grenzt diese gegen neoliberale Ideen ab. Roger Harris diskutiert die Beziehung zwischen Open Science und Open Knowledge. Damit wissenschaftliche Ergebnisse zu allgemeinem Wissen werden, müssen sie im Kontext konkreter Probleme verwendet werden können.

Während der Spiegel noch pro Daten teilen schreibt, schafft PLoS Fakten – ab März müssen alle Daten einer Studie, die in einem Journal dieses Publishers veröffentlich werden, offen zugänglich sein. Die Data-Driven-Discovery Initiative sollte dazu beobachtet werden, da aus ihr Ideen und Anregungen für inter-universitäre Zusammenarbeit im Zeitalter von Big Data bezogen werden können.

Das Einreichen von Fake-Papers wird zu einem Volkssport. Dieses Mal hat es Springer und IEEE damit erwischt: Es wurden über 100 Papers aus einem Zufallsgenerator eingereicht – und freigegeben.

Zeit und finanziellen Support um seine Ideen in die Tat umzusetzen wünschen sich Viele. Peter Murray-Rust hat durch die Verleihung des Shuttleworth Fellowships jetzt beides. Er möchte diese Chance nutzen und durch Content Mining Fakten für alle frei zugänglich macht.

Open Access macht in Österreich einige große Schritte nach vorne: Das Open Access Network Austria hat die Arbeit aufgenommen – in fünf Arbeitsgruppen wird überlegt, wie sich Open Access in Österreich weiter verbreiten kann. Das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) hat seit kurzem eine eigene Open Access Policy und Nora Schmidt hat sich den Goldenen Weg etwas genauer angesehen und nach Handlungsmöglichkeiten für die Uni Wien gesucht.

Open Access Publikationsmodelle zusammen mit Verlagen entwickeln ohne das Mehrkosten für die öffentliche Hand entstehen? Der FWF hat zusammen mit dem Institute of Physics und weiteren Akteuren dahingehend eine Vereinbarung getroffen: Kosten die bei der Veröffentlichung anfallen, werden bei bei den Subskriptionspreisen wieder abgezogen. Ein sehr spannender Weg, der hier eingeschlagen wurde.

Microbial Cell ist ein neues Open Access Journal aus Österreich zu einzelligen Organismen und mehrzelligen Mikroorganismen. Schön, zu sehen dass auch hier Creative Commons BY die Lizenz der Wahl ist.

Ein gravierender Eingriff in die Freiheit der Forschung: So bezeichnet die FAZ die Verpflichtung zu Open Access in Baden-Württemberg.

Die Offenheit von Open Access Journals hat sich Ulrich Herb in seinem Blog zur Aufgabe gemacht. Er hat er sich dazu 9.804 Journals aus dem DOAJ und deren Creative Commons Lizenzierungen etwas genauer angesehen.

Landsat, CC-BY 2.0 NASA Goddard

Landsat, Creative Commons CC-BY 2.0 NASA Goddard

Ein Blick nach Vorne

Open Science goes german. Gerade formiert sich eine offene Gruppe, die gemeinsam Open Science in Deutschland, Österreich und weiteren Ländern aus dem deutschsprachigen Raum vorwärts bringen möchte. Für Interessierte gibt es jetzt auch eine Mailingliste.

Die Technische Informationsbibliothek stellt das Open Science Lab vor. Im Rahmen der CeBIT soll ein Handbuch mit dem Titel „Co-Science – Gemeinsam forschen und publizieren mit dem Netz“ kollaborativ erarbeitet werden. Das Buch soll offen von der Community erweitert und aktualisiert werden.

Die deutsche Free and Open Source Geoinformationssysteme Community trifft sich vom 19. – 21. März in Berlin zur FOSSGIS Konferenz 2014. Mit dabei ist wie immer eine große Gruppe von OpenStreetMap Aktivistinnen.

Wikipedia meets University, so heisst eine Veranstaltung der Wikimedia Foundation Österreich zur Rolle von freiem Wissen – und insbesondere der Wikipedia – auf den Hochschulen. Dazu wird am 15. März in Wien diskutiert und ausgetauscht.

Die Food and Drug Administration (FDA) öffnet sich und ihre Daten. Im Laufe des Jahres sollen Daten zu Rückrufaktionen und widrigen Ereignissen frei zur Verfügung gestellt werden, aber auch Software und eine Kommunikations-Plattform soll geöffnet werden.

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Hallo, Code for Germany

Julia Kloiber - 27. Februar 2014 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation

Code for Germany Pünktlich zum international Open Data Day am Samstag haben wir ein neues Projekt gestartet: Code for Germany. Unser Ziel ist es, in verschiedenen deutschen Städten Teams von Entwicklern und Designern zusammenzubringen, die praktisch an Open Data- und Civic Tech-Projekten arbeiten. Diese “OK Labs” werden sich regelmäßig treffen, um Projekte mit lokalem Bezug voranzutreiben.

Wir richten uns besonders an diese Gruppen, weil wir glauben, dass es wichtig ist, den Nutzen von Daten und den Bedarf nach weiteren Veröffentlichungen praktisch – anstatt nur in Gesprächskreisen theoretisch – aufzuzeigen. Uns ist auch klar, dass OKF in Deutschland bisher hauptsächlich in Berlin stattgefunden hat – das soll sich mit Code for Germany jetzt grundlegend ändern.

Als starken Partner haben wir Code for America, die ihre ‘Brigades’ mittlerweile in 50 Städten in den USA und vielen anderen Ländern vorantreiben. Sie beraten uns beim Aufbau des Netzwerks und stellen uns ihre Materialien, Erfahrungen und ihre Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch Google.

Wie kann man mitmachen? Die Pilotstädte für Code for Germany sind Hamburg, Berlin, Münster, Ulm, Heilbronn, Köln und Bremen – hier gibt es bereits ein Team, dass sich in Zukunft regelmäßig treffen wird. Nachdem wir so einige Erfahrungen gesammelt haben, wollen wir im Sommer eine zweite Gruppe von Labs starten. Egal wo ihr wohnt, ihr solltet euch jetzt bereits auf der Projektseite anmelden.

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