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International Open Data Day in Deutschland

khansonia - 26. Februar 2015 in Featured

ODD 2015 im Rückblick

Am vergangenen Samstag war International Open Data Day. Rund um den Globus gab es Events zum Thema Offene Daten.

In Deutschland haben die OK Labs von Code for Germany wieder teilgenommen und Hackathons und Workshops in ihren Städten veranstaltet. Leipzig, Münster, München, Köln, Heilbronn (in Mannheim), Berlin und Ulm haben mitgemacht. Open-Data-Begeisterte in Frankfurt, Jena, Magdeburg und Karlsruhe haben darüber hinaus den Open Data Day genutzt, um neue OK Labs zu launchen!

Die Community hat gehackt, diskutiert, neue Mitglieder begrüßt und zahlreiche Projekte entwickelt. Hier gibts einen Überblick über die Open-Data-Day-Treffen deutschlandweit.

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Open Science Sum-Up Januar

stefankasberger - 25. Februar 2015 in Featured, Open Science

Der letzte Monat im Rückblick

Der letzte Monat im Rückblick

Die geplante Fusion von Springer und Macmillan würde ein Verlagshaus mit € 1,5 Mrd. Umsatz schaffen. Die Mutterkonzerne BC Partners und Holtzbrinck sehen dies als “strategische Transaktion um langfristiges Wachstum zu sichern.” Die ökonomischen Eigenheiten von Oligopolmärkten sind klar, es stellt sich viel mehr die Frage: Was ist das wirkliche Produkt, was ist der Mehrwert der noch generiert wird, welches Problem wird von solchen Konstrukten noch sinnvoll gelöst? Diese Fragen werden umso wichtiger, je stärker auch die Open Access-Veröffentlichungswelt von wenigen zentralen Akteuren dominiert wird.

Der Weg zu Open Science Commons. Das ambitionierte und umfangreiche Projekt “European Grid Infrastructures” erhält grünes Licht von der Europäischen Kommission. Ziel ist vereinfachter Zugang zu gemeinsamen Infrastrukturen, Technologien und wissenschaftlichem Wissen.

Gleichzeitig zwackt die Europäische Kommission Forschungsgelder von Horizon 2020 ab. Umgelenkt werden die Gelder in einen neuen “Investment Plan for Europe“.

Die OANA-Arbeitsgruppen haben ihre Arbeit abgeschlossen und die Ergebnisse liegen vor. Mit dem Auftrag, konkrete Empfehlungen zur Umsetzung von Open Access auszuarbeiten, gingen 5 Arbeitsgruppen an den Start. Die Ergebnisse wurden am 21. Januar in Wien vorgestellt.

Die DFG macht Open Access verbindlich. Für das neue Förderprogramm “Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation” gilt, dass die “in den Projekten erstellten Inhalte und alle aus Projekten resultierende Publikationen […] grundsätzlich über das Internet für alle Nutzer und Nutzerinnen weltweit frei verfügbar” sind.

Transparenz öffentlicher Institutionen muss in der Schweiz per Crowdfunding hergestellt werden. Das Projekt von Christian Gutknecht soll Akteneinsicht in die Finanzlage der Hochschulbibliotheken herstellen.

Investigative, offene Datensätze für die brisanten Fragen. Eine Reihe von Projekten sammelt Informationen zu globalen Unternehmens- und Politikvernetzungen (LittleSis), Konzernen (opencorporates), oder Ölverträgen (OpenOil).

Open Data leichter erkennen. In Österreich startet das Projekt “Open Data Inside“. Mit einem Abzeichen wird die Nutzung von Open Data erkennbar gemacht. Ziel ist, den wirtschaftlichen Mehrwert und Nutzen für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen und zu fördern.

Mit Fragen und Antworten Open Science besser erklären. Auf der Fragen-Antworten-Platform stackexchange ist der Vorschlag einer Subseite zu “Open Science” nun in die “Commitment”-Phase eingetreten. Es geht jetzt darum ausreichend Unterstützer*innen zu finden um diese zu starten.

Offen und gleichzeitig übersichtlich. SPARC Europe hat eine Visualisierungshilfe veröffentlich mit der Offenheit der eigenen Forschung und Lehrinhalte dargestellt werden kann. Das Netzdiagramm deckt Aspekte wie Policies, Repositorien oder Verbreitung und Archivierung ab.

Ein Blick nach Vorne

Konferenz und Unkonferenz zu Science 2.0. Die zweite International Science 2.0 Konferenz findet am 25. und 26. März in Hamburg statt. Diskutiert wird im Kontext etablierter Themen rund um Citizen Science, Open Access, Big Data und (Alt-)Metrics. Besprochen werden auch die Ergebnisse der Konsultationen zu “Science 2.0: Science in Transition” und am Vortag gibt es ein Barcamp.

Am 21. Februar schwappt eine Welle von Open Data einmal rund um die Welt. Der globale Open Data Day bietet eine gute Gelegenheit sich international zusammenzusetzen, den Nutzen von Open Data sichtbar zu machen und neue Ideen zu entwickeln.

Citizen Science wird immer mehr zum Thema in Österreich. Die Österreichische Citizen Science Konferenz am 26. Februar soll dazu die wichtigsten Akteur*innen vernetzen und eine Plattform bieten um sich kennenzulernen und Informationen auszutauschen.

Der Call for Papers der Wikimania 2015 in Mexiko City ist offen. Bis 28. Februar können noch Beiträge zu den verschiedenen Tracks (u.a. WikiCulture & Community, Legal & Free Culture, GLAM & Outreach) eingereicht werden. Wer sich die weite Anreise nicht leisten kann, es gibt auch ein Scholarship Programm.

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Der monatliche Open Science Sum-Up fasst aktuelle Geschehnisse zu Open Science zusammen und gibt einen Ausblick auf nächste wichtige Ereignisse: Weltweit mit Schwerpunkt auf Österreich und Deutschland sowie zu openscienceASAP.

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Der Artikel wurde ursprünglich auf openscienceASAP.org veröffentlicht.

Open Science Sum-Up Dezember

stefankasberger - 19. Februar 2015 in Featured, Open Science

Der letzte Monat im Rückblick

Wir verzichten unsererseits auf einen Jahresrückblick und verweisen stattdessen auf:

Mozilla will Fähigkeitslücken bei Open Science schließen. Dafür wurde ein Förderprogramm initiiert, mit dem Ziel, Kompetenzen für kollaborative, effiziente, und reproduzierbare Wissenschaft einer breiteren Masse zu vermitteln. Dazu gehören auch Trainingsprogramme für Open Science und datenintensive Forschung.

Open Science 31C3. Vernetzung und Austausch gab es im Workshop der Open Science AG von Open Knowledge auf dem Chaos Communication Congress. Dabei wurden viele Facetten angesprochen, und die Einbettung in andere gesellschaftliche Prozesse diskutiert.

Die Dateiendung als vorletzte Hürde. Proprietäre Formate stehen einer einfachen Nutzung und Veröffentlichung im Weg, und sind dennoch bevorzugte Wahl großer Publisher.

Im Rahmen des deutschen Wissenschaftsjahres “Digitale Gesellschaft” fand ein Webinar zum Thema “Knowledge Sharing in Science” statt. Die Vorträge und die Diskussion mit Alexander Gerber, Muthu Madhan und Peter Kraker gibt es (nach einer Registrierung beim Alumniportal) zum Nachsehen.

1 Million Artikel in 23 Jahren. Pünktlich zum Jahresende wurde der 1 millionste Artikel auf arXiv.org hochgeladen.

Indien macht einen großen Schritt Richtung Open Access. Die zwei größten Forschungsförderer verlangen die Hinterlegung in öffentlichen Repositorien, inklusive Metadaten und ergänzendem Material. Während Daten noch nicht explizit verlangt werden, ist man sich dieses Trends bewusst. Interessant ist auch die Rückwirksamkeit der Policy für die Jahre 2012 und 2013.

Open (Research) Data sind die nächste Stufe der Öffnung. Besonders im englischsprachigen Raum wird Open Access auch für alle digitalen Ergebnisse zunehmend verpflichtend. Das kommt Plattformen wie figshare natürlich sehr gelegen, ist aber auch für Projekte wie e-infrastructures relevant.

Qualität und Bedeutung sind nicht das Gleiche. Eine Studie über Peer Review ergab, dass zwar schlechte Einreichungen abgelehnt wurden, gute aber auch – welche sich im Nachhinein als wegweisende Artikel erwiesen. Nicht nur wurde eine große Zahl an Manuskripten ohne jegliche Peer Review zurückgeschickt, auch 12 der 14 meist zitierten erlitten dieses Schicksal.

Ein Blick nach Vorne

Die i-KNOW wird 2015 von 21.-23.10. in Graz stattfinden. Im vor kurzem veröffentlichten Call for Papers findet sich wieder ein eigener Track zu Science 2.0 und Open Science.

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Der Artikel wurde ursprünglich auf openscienceASAP.org veröffentlicht.

3. Internationale Open Data Konferenz – 28. – 29. Mai 2015 in Ottawa, Kanada

Daniel Dietrich - 18. Februar 2015 in Featured, offene Daten

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Mitmachen und das Programm gestalten!

Die 3. Internationale Open Data Konferenz (IODC) wird am 28. und 29. Mai 2015 in Ottawa stattfinden. Die Konferenz bringt Experten aus der ganzen Welt zusammen, um eine Bestandsaufnahme sowie eine Aussicht auf die rasche Entwicklung der globalen Open Data Community zu geben.

Die Veranstalter laden dazu ein, das Programm mitzugestalten.

Die globale offene Open Data Bewegung ist seit der 2. Internationalen Open Government Data Konferenz in Washington im Jahr 2012 weiter gewachsen. Es ist Zeit, die Koordinierung zwischen Initiativen auf verschiedenen Regierungsebenen, zu unterschiedlichen Themen, Regionen und Sektoren zu stärken.

Zur Unterstützung der Konferenz-Agenda rufen die Veranstalter in einer globalen Offenen Aufforderung dazu auf, Programminhalte beizusteuern. Dieser „Open Call“ wist noch bis 20. Februar 2015 offen. Also nichts wie los. Mitmachen!

Weitere Informationen findet ihr auf der Website: OpenDataCon.org. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Hier gehts zur Registrierung.

DH Summit 2015 am 3. bis 4. März 2015 – noch wenige Plätze vorhanden

Christian Heise - 16. Februar 2015 in Deutschland, Featured

In den digitalen Geisteswissenschaften entwickeln sich neue Ansätze für Forschung, Lehre und offene Forschungsdaten. Vom 03.-04. März findet im Berliner Harnack-Haus der Digital Humanities Summit 2015 statt. Das Event wird von den Forschungsinfrastrukturen DARIAH-DE und Textgrid organisiert, mit Unterstützung der Open Knowledge Foundation. Die Tagung richtet sich an alle, die sich für Digital Humanities interessieren.

Für das Veranstaltungsprogramm konnten hochkarätige Vertreter aus den Digital Humanities gewonnen werden. So werden die Keynotesprecher Prof. Thaller, Universität zu Köln und Dr. Fendt, Massachusetts Institute of Technology eine Bestandsaufnahme bzw. Notwendigkeiten und Bedingungen der Digital Humanities präsentieren. Geplant sind zudem zwei Panels zu den Perspektiven aus Sicht der Wissenschaft, Infrastruktureinrichtungen und Förderinstitutionen sowie Pro- und Contrapositionen zum Thema Zukunft mit Tradition in den Geisteswissenschaften. Am 3. März wird Saskia Esken, Mitglied des deutschen Bundestags, eine Keynote zum Thema Digitales Publizieren, Open Access und Open Data halten.

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Die Anmeldung und alle Informationen rund um das Veranstaltungsprogramm gibt es auf der Webseite www.dhsummit2015.de.

Hintergrund: Die BMBF-geförderten Projekte DARIAH-DE und TextGrid tragen dazu bei, europaweit state-of-the-art Aktivitäten der Digitalen Geisteswissenschaften zu bündeln und zu vernetzen. Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. ist Partner von DARIAH-DE und unterstützt das Netzwerk bei der Dissemination.

Kulturgut digital nutzbar machen

Helene Hahn - 12. Februar 2015 in Deutschland, Featured, offene Kultur, Termine

Mit Coding da Vinci bereits 325 000 Mediendateien befreit

Coding da Vinci steht für digitale Kulturprojekte, die aus offenen Daten spartenübergreifender Kulturinstitutionen bestehen und von allen frei genutzt werden können. Beim größten deutschen Kultur-Hackathon haben im letzten Jahr 16 Museen, Bibliotheken und Archive 325.000 Mediendateien aus ihren Beständen unter eine offene Lizenz gestellt und so für alle zugänglich gemacht.

Daraus haben 150 Entwickler/innen und Designer/innen in ihrer Freizeit 17 Anwendungen entwickelt. Diese fünf Projekte wurden von der Jury ausgezeichnet:

Alt Berlin – holt historische Stadtansichten aufs Tablet beim Stadtspaziergang
Cyberbeetle – bringt einen Atlaskäfer zum Tanzen
Verbrannte und Verbannte – holt von den Nazis verbotene Autor/innen aus dem Vergessen ins Licht
Ethno Band – lädt deine Freunde ein, mit Dir gemeinsam Musik zu machen
zzZwitscherwecker: Verlangt schon morgens alles von Dir. Rate den Vogel der dich weckt, wenn Du weiterschlafen willst.

Coding da Vinci – Rückblick 2014

Coding da Vinci wird es auch dieses Jahr geben!

Coding da Vinci vernetzt die Kultur- und Technikwelt miteinander und setzt sich dafür ein, dass Digitalisate von Kulturinstitutionen für alle frei zugänglich und nutzbar sind.

Wir wollen mit unserer Arbeit das technische Potenzial digitaler Kulturdaten entdecken und sind auf der Suche nach datengebenden Kulturinstitutionen sowie ideellen und finanziellen Unterstützer/innen.
Vormerken solltet ihr euch diese Termine (in Berlin):

24./25. April – Auftaktveranstaltung
5. Juli – Projektpräsentation & Preisverleihung

Die Anmeldung für Teilnehmer/innen wird demnächst auf unserer Webseite codingdavinci.de eröffnet.

“Ready to Go”-Daten – Crowdfunding-Kampagne gestartet!

2014 wurden 17 digitale Kulturprojekte von 150 engagierten Teilnehmer/innen des Hackathons umgesetzt. Doch die Bearbeitung der Datensets vor der Nutzung in einer Anwendung erfordert viel Zeit, die dann in der Umsetzung von kreativen Ideen und Projekten fehlt.

Helft uns, den Teilnehmer/innen von Coding da Vinci mehr Zeit für das Umsetzen ihrer Ideen zu geben und die notwendige Datenaufarbeitung so weit wie möglich abzunehmen!

Unterstützt aktiv den Kultur-Hackathon Coding da Vinci mit einem kleinen Beitrag innerhalb unserer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext.

“Mit deiner Hilfe sorgst du dafür, dass die Daten ready to go sind!” (Stephan Bartholmei)

Coding da Vinci – Der Kultur-Hackathon ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Open Knowledge Foundation Deutschland, der Servicestelle Digitalisierung Berlin und Wikimedia Deutschland.

Positionspapier des Bündnis freie Bildung veröffentlicht

Christian Heise - 10. Februar 2015 in Deutschland, Featured, offenes Wissen

buendnis-freie-bildungBildungsgerechtigkeit ist ein wichtiger Indikator für die gesellschaftlichen Perspektiven in Deutschland. Das Bündnis freie Bildung (BFB) hat heute ein gemeinsames Positionspapier zum Thema freie und offene Bildungsmaterialien verabschiedet. Das Bündnis stellt dabei fest, dass die bisherigen Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Verfügbarkeit freier und offener Bildungsmaterialien, bisher unzureichend sind und eine klare Strategie zwingend notwendig ist.

Freie Bildungsmaterialien werden als ein Mittel für eine gerechtere und partizipativere Bildung gesehen. Zum einen sollen durch Steuergelder finanzierte Bildungsmaterialien für die Allgemeinheit nutzbar sein, zum anderen eröffnen sich mit freien Bildungsmaterialien auch neue und innovative Möglichkeiten des Lernens und Lehrens. Das veröffentlichte Positionspapier enthält konkrete Handlungsempfehlungen. Diese richten sich primär, aber nicht ausschließlich, an die Legislative und Exekutive in Deutschland – soweit Regulierung, Entwicklung und Einsatz von Bildungsmaterialien in den verschiedenen Bildungssektoren Teil ihres öffentlichen Auftrages sind – insbesondere also an die Bildungsministerien und -behörden sowie die Parlamente und Regierungen auf Bundes- und Landesebene.

“Während in der Digitale Agenda der Bundesregierung der Themenbereich der freien und offenen digitalen Lehr- und Lernmaterialien gänzlich ausgelassen wurde, hat die Bundesregierung jetzt die einmalige Chance sich klar zu einer Bildungsgerechtigkeit im digitalen Zeitalter zu bekennen”, sagt Christian Heise, Vorstandsmitglied der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.

Das Bündnis sieht es als Pflicht der öffentlichen Hand, sich klar zu freien Bildungsmaterialien zu bekennen und eine umfassende OER-Strategie zu entwickeln. Der öffentlichen Hand obliegt es auch, die Rahmenbedingungen und Strukturen zur Förderung von OER zu schaffen und nachhaltig auszugestalten. Es bedarf in der gegenwärtigen Phase einer gezielten Förderung der Erstellung und Nutzung von OER, bei der die öffentliche Hand mit den entstehenden OER-Communities zusammenwirken kann und sollte.

Das Positionspapier kann auf der Internetpräsenz des BFB abgerufen werden: http://buendnis-freie-bildung.de/positionspapier-oer/

Über das Bündnis: Das Bündnis Freie Bildung (BFB) ist eine Koalition von Organisationen und Personen mit dem gemeinsamen Ziel, freie Bildungsmaterialien (engl. “Open Educational Resources”, kurz OER) und ihre Förderung in Politik und Gesellschaft zu verankern. Das Bündnis wurde auf Initiative von Creative Commons Deutschland, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland gegründet und versteht sich als Forum für Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen, die sich für offene Lizenzen in der Bildung einsetzen. Das Bündnis Freie Bildung hat den Anspruch, als Netzwerk die Debatte um freie Bildungsmaterialien in der Öffentlichkeit voran zu bringen und konkrete Vorschläge zu machen, wie OER als Teil der Lehr- und Lernlandschaft gestärkt werden können.

Code for München launcht „München Transparent”

Bela Seeger - 28. Januar 2015 in Featured, offene Daten, Open Knowledge Foundation, Transparenz

Nachdem letzte Woche politik-bei-uns.de das Licht der Welt erblickt hat, geht heute das Projekt „München Transparent“ an den Start, welches in dem Münchener OK Lab unseres Code for Germany Projektes entstand. Die unabhängige Plattform ermöglicht es Münchener BürgerInnen, schnell und einfach Einblicke in die Kommunalpolitik zu bekommen, indem normalerweise nur schwer zugängliche Daten aus dem Münchener Ratsinformationssystem übersichtlich und ansprechend aufbereitet werden.

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Insgesamt über 160.000 gescannte Dokumente umfasst die Datenbank derzeit, von Stadtratsanträgen über Beschlussvorlagen bis hin zum täglich erscheinenden Rathaus-Magazin „Rathausumschau“. So lässt sich erfahren, was eigentlich der Münchner Stadtrat gerade macht und welche Themen in den lokalen Stadtteilparlamenten oder den Bezirksausschüssen anstehen.

„München Transparent“ will jedoch nicht nur reine Daten liefern, sondern auch die Abläufe der Stadtpolitik erklären. Aus diesem Grund gibt es neben einem ausführlichen Glossar über wichtige Konzepte der Kommunalpolitik auch eine grundlegende Erklärung, welche Wege Stadtratsinitiativen nehmen, bevor sie schließlich zu konkreter Politik werden – um so das bekannte „Warum dauert das so lange?“ zumindest teilweise zu erklären. Dieser Bereich wird in Bälde noch ausgebaut.

Neben einem RSS-Feed und einer Kalenderanbindung haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit sich per per E-Mail benachrichtigen lassen, sobald es neue Dokumente gibt, die gewählten Suchkriterien entsprechen. Außerdem bietet die Seite Informationen über die gewählten Stadträtinnen und Stadträte, die Mitglieder der Bezirksausschüsse, Termine, Tagesordnungen und Protokolle von Sitzungen sowie eine Liste der Satzungen, die für die Stadt München gelten.

Die Software hinter „München Transparent“ ist Open Source (den Quellcode gibt es auf GitHub) und wurde von Tobias Hößl, Bernd Oswald und Konstantin Schütze im Rahmen des Münchner „OK Labs“ (codefor.de/muenchen) entwickelt, dem lokalen Ableger der von der Open Knowledge Foundation organisierten Treffpunkte für Open-Data-Interessierte aller Art. In naher Zukunft soll es außerdem eine Implementierung der OParl-API geben, die speziell für die Anbindung an Ratsinformationssysteme ausgelegt ist.

 

Offenes Ratsinformationssystem 2.0 macht Politik vor Ort transparenter

Bela Seeger - 15. Januar 2015 in Featured, Open Knowledge Foundation, Transparenz

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Gibt es anstehende Baumaßnamen in meiner direkten Umgebung? Warum wird der Spielplatz geschlossen, und wohin fließen eigentlich die Gewinne der Stadttochter?

Zwar sind die Antworten auf solche und ähnliche Fragen oftmals in lokalen Systemen der Verwaltung gespeichert, doch der Zugang für Bürger gestaltet sich äußerst schwierig. Alternative Ratssysteme bieten einen neuen Zugang zu diesen Informationen und sorgen für mehr Transparenz in Städten, machen Politik sichtbarer und Mitbestimmung leichter.

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Politik-Bei-Uns.de

Wie das funktionieren kann, zeigen seit 2012 eindrucksvoll die Projekte “Offenes Köln” bzw. “OpenRuhr:RIS”. Nun hat der gemeinnützige Verein Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. diese Projekte zusammengeführt und gemeinsam mit ehrenamtlichen Entwicklern eine neue Plattform aufgebaut, die es allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen soll, schnell und einfach auf alle kommunalpolitische Daten ihrer Städte zuzugreifen.

Unter dem Slogan “Politik Bei Uns” kann unter zunächst auf die drei bereits integrierten Informationen der Städte Bochum, Köln, Moers zugegriffen und diese durchsucht werden. Für den Ausbau der Plattform sind ab sofort alle interessierten Bürgerinnen und Bürger gefragt: Macht Vorschläge! Welcher Ort oder welche Features sollen als nächstes kommen? Und natürlich freuen wir uns über die Mithilfe von Entwicklern, welche neue Features und weitere Städte umsetzen wollen.

P.S. Alle Daten und Informationen sind selbstverständlich auch über eine JSON-Schnittstelle auf Basis von OParl abrufbar. Wir freuen uns auf spannende Idenn und Einsatzmöglichkeiten – meldet diese gern an info@okfn.de, wir nehmen sie dann bei “Politik bei uns” auf.

 

Open Science auf dem Chaos Communication Congress (31C3)

Gastautor - 8. Januar 2015 in Featured, offenes Wissen, Open Science

Ende Dezember 2014 veranstaltete der Chaos Computer Club zum 31. mal die jährliche, internationale Konferenz Chaos Communication Congress (31C3). An vier Tagen gab es unter dem Motto “A New Dawn” zahlreiche Aktivitäten zu unterschiedlichen technischen und gesellschaftlichen Themen. Ein Gastbeitrag von Konrad Förstner.

Der Chaos Communication Congress, der wieder einmal in Hamburg stattfand, lebte von der Initiative seiner Teilnehmer und bot neben über 120 Vorträgen viele Möglichkeiten selbstorganisiert Workshops und Meetings durchzuführen.

Die internationale Open Science AG von Open Knowledge richtete im Zuge dieses Angebotes einen Workshop für Interessierte aus. An dem mehr als 20 Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Fachdisziplin wie Astrophysik, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Biowissenschaften und Informatik teilnahmen.

Um die Vernetzung voranzutreiben und das Thema Open Science zu vertiefen, wurden nach einer Vorstellungsrunde die verschiedenen Facetten wie Open Access, alternative Publikationswege, Open Data, Repositorien und Open Source wie auch Möglichkeiten, Forschung reproduzierbar zu machen, diskutiert. Zudem wurden aufkommende Fragen besprochen und auch Anlaufstellen, Organisationen und Projekt aus dem Bereich offener Wissenschaft vorgestellt. Auf Grund des gutes Feedback wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf dem anstehenden Sommer-Camp des Chaos Computer Club im August 2015 ein Open Science Meeting geben. Wir freuen uns auf Euch!

Ein Protokoll des Treffen ist hier zu finden. Mehr Informationen zu der deutschsprachigen Open Science AG gibt es hier. Vielen Dank für die Notizen an Markus Demleitner.

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