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Alle Videos der Open Knowledge Foundation auf der re:publica 2013

May 15, 2013 in Open Knowledge Foundation

Auch in diesem Jahr fand vom 6. bis 8. Mai fand in Berlin wieder die re:publica statt. Die wohl größte europäische Konferenz zu den Themen digitale Politik, Gesellschaft, Medien und Technologie hatte in diesem Jahr mit Open Data einen eigenen Schwerpunkt. Folgende Sessions fanden unter Beteiligung der Open Knowledge Foundation statt und sind nun als Video verfügbar:

Open Data – und was hat das mit mir zu tun?” mit Julia Kloiber, Stefan Wehrmeyer.

Opening Public Transport in Berlin” u.a. mit Julia Kloiber.

Open Data & Culture – Creating the Cultural Commons” mit Daniel Dietrich und Joris Pekel (OKF UK)

Investigatives Bloggen – Das Informationsfreiheitsgesetz richtig nutzen” u.a. mit Stefan Wehrmeyer. (leider nicht als Video verfügbar)

Weitere Videos zu den Sessions run um “Open Knowledge” findet man auch bei den Kollegen von OKF AT.

Tipp: Alle übrigen Session findet man in einer (von Michael Kreil) sehr schönen aufbereiteten Timetable hier.

Von Open Data zu GovData: Warum Deutschland die Initiative Open Government Partnerhship braucht

February 19, 2013 in Featured, Transparenz

Reichstag

Wir haben schon seit Längerem den Eindruck, dass es Deutschlands Politik bezüglich Transparenz und Rechenschaft an Führung und Verpflichtung mangelt. Die Open Data Community versucht zwar immer wieder echtes Open Government einzufordern, die Ergebnisse bleiben bislang leider enttäuschend. Der Beitritt Deutschlands zur internationalen Initiative Open Government Partnership, könnte Teil einer Lösung sein.

Was bisher passiert ist: Deutschland verkorkst das Thema Open Government

Im letzten Jahr veröffentlichte das Bundesinnenministerium eine Studie zum Thema Open Government Data. Im Sommer verkündete das Ministerium, es würde die Handlungsempfehlungen aufnehmen und begann mit der Planung und Umsetzung eines Open Government Data Portals auf Bundesebene. Read the rest of this entry →

Gemeinsame Erklärung zum geplanten Datenportal für Deutschland

February 8, 2013 in Featured, Open Knowledge Foundation

In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Titel: “Den Standard endlich auf “Offen” setzen: Deutschland verschenkt mit dem geplanten Datenportal GovData.de eine große Chance” auf der Webseite Screen Shot 2013-02-13 at 10.34.50 fordern Vertreter der deutschen Open-Data-Community “zugängliche Plattformen und offene Lizenzen für unsere Daten” und begründen, warum “die Plattform govdata.de in der jetzt vorgesehenen Form nicht akzaptabel ist”.

Open Government (Data) ist ein Begriff, mit dem das geplante Datenportal für Deutschland bis dato wenig zu tun hat. Sollte es in der momentanen Form gestartet werden, würde das die Entwicklung hin zu offenem und transparentem Regieren in Deutschland nachhaltig bremsen.

Die Unterzeichner kritisieren dabei vor allem, dass die “bisherigen Einblicke in die Plattform einen Ansatz offenbaren, der weder offen, noch zeitgemäß oder effektiv im Hinblick auf Umsetzung, Bedienbarkeit und Sicherheit” ist. Das vorgesehene Lizenzmodell ist im internationalen Vergleich eine Insellösung, die die Verbreitung und Weiternutzung der Daten maßgeblich behindert. Es ist darüber hinaus nicht ersichtlich, wie eine aktive Community rund um das Datenangebot zur Nachnutzung motiviert und gefördert werden soll.

Der Erfolg der Plattform und der Open-Government-(Data)-Strategie von Bund und Ländern hängt maßgeblich davon ab, dass Datensätze zugänglich gemacht werden die für potenzielle Nachnutzer interessant und relevant sind. Bis heute sind in Deutschland viele relevante Datensätze nicht als offene Daten zugänglich.

Daniel Dietrich, Vorsitzender der Open Knowledge Foundation Deutschland sagt: “Wir haben lange versucht dem BMI und der Bund-Länder Arbeitsgruppe zu Open Government zu helfen. Das für das Datenportal von Bund und Ländern vorgesehene Lizenzmodell ist ungeeignet für offene Daten und erschwert oder verhindert die Nachnutzung der Daten. Damit läuft es dem Zweck der Plattform zuwider, die ja die Weiterverarbeitung der Daten und damit Innovationen fördern will. Wir müssen den Standard endlich auf offen setzen!”

Gastbeitrag: Gibt es ein “Open Movement”?

November 11, 2012 in Positionen

Stefan Baack, 28 Jahre alt, schreibt derzeit eine Masterarbeit über die Open Data Bewegung an der Universität Bremen im Studiengang MA Medienkultur und geht in einem Gastbeitrag der Frage nach: Gibt es ein “Open Movement”?

Provokant bezeichnete Tom Slee die Open Data Bewegung vergangenen Mai als Witz. Er löste damit eine breite Diskussion darüber aus, ob es überhaupt so etwas wie eine Open Data Bewegungen im Sinne einer sozialen Bewegung gibt. In der Soziologie und Kommunikationswissenschaft sind mir keine Studien bekannt, die sich direkt mit dieser Frage auseinandersetzen. Allerdings wird darüber diskutiert, ob die vielen unterschiedlichen Offenheitsinitiativen (Herb 2012), zu denen bspw. die Open Knowledge Foundation ohne Frage gezählt werden kann, eine zusammenhängende, größere Bewegung bilden (könnten), quasi als eine große ‘Open Movement’. Im Folgenden möchte ich hierzu zunächst knapp umreißen, was soziale Bewegungen sind, um anschließend die Diskussion um die ‘Access to Knowledge’ (A2K) Bewegung vorzustellen und auf die häufig herangezogene Parallele zur Umweltbewegung einzugehen. Read the rest of this entry →

Freier Zugang zu staatlich finanzierter Wissenschaft

October 23, 2012 in Featured, offenes Wissen

In Deutschland wird ein Großteil der Wissenschaft und Wissensproduktion durch die öffentliche Hand finanziert. Während die privatwirtschaftliche Aneignung und Nutzung des produzierten Wissens erwartet wird, sind die wissenschaftlichen Publikationen aber nur selten für den Steuerzahler frei verfügbar. Das muss sich ändern!

Das ungewöhnliche Geschäftsmodell des wissenschaftlichen Publizierens

Bildungseinrichtungen und ihre Bibliotheken stehen vor akuten finanziellen Herausforderungen. In Zeiten knapper öffentlicher Kassen sind sie mit einem Erlösmodell der Wissenschaftsverlage konfrontiert, das die Mission der wissenschaftlichen Einrichtungen konterkariert. Es basiert auf einem sehr ungewöhnlichen Geschäftsmodell mit drei Teilnehmergruppen:

  1. Die Wissenschaftler: Sie forschen nicht nur und verfassen wissenschaftliche Arbeiten, sie übernehmen auch nachgelagerte redaktionelle Dienstleistungen rund um das akademische Publizieren.
  2. Die Verlage: Sie agieren als Mittelsmann und veröffentlichen und vertreiben die Publikationen.
  3. Die wissenschaftlichen Einrichtungen: Sie erwerben diese Publikationen durch ihre Bibliotheken von den Verlagen käuflich (zurück), um sie anderen Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen.

Der Kreislauf für diese äußerst lukrative Wertschöpfungskette beginnt von vorne, wenn durch diese Publikationen wieder neuer wissenschaftlicher Inhalt entsteht, der erneut durch die Verlage vertrieben wird. Darüber hinaus kommt in vielen Ländern dazu, dass Wissenschaftler für Qualifikationsmaßnahme, wie zum Beispiel eine Promotion, verpflichtet sind, ihre Arbeiten öffentlich zu publizieren.

In diesen Fällen ist es nicht selten, dass der Verlag nicht nur für die Veröffentlichung der Arbeit des Wissenschaftlers Geld verlangt, sondern dabei auch alleiniges Nutzungsrecht für das Produkt beansprucht. Mit diesem Prinzip des geschlossenen Zugangs zur Forschungsliteratur (“alleiniges Nutzungsrecht”), geht auch das Prinzip der geschlossenen Bewertung der Wissenschaft und Forschung einher, da der Verlag durch die Veröffentlichungshoheit bestimmt, welche Forschung wichtig ist und welche nicht. Das kann weder im Interesse der Wissenschaft, noch im Interesse der Gesellschaft sein. Es ist nicht einmal im Interesse der gesamten Wirtschaft!

Die Lösung heißt Open Access

Schon seit einiger Zeit versuchen Wissenschaftler diesen Kreislauf zu durchbrechen und entwickelten alternative Modelle für das akademische Publizieren. Im Jahr 2002 fasst die “Budapest Open Access Initiative” erstmals die Bemühungen um den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zusammen. In ihrem Zentrum steht der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen (Open Access). Ziel ist, dass Peer-Review-Fachliteratur …

“… kostenfrei und öffentlich im Internet zugänglich sein sollte, so dass Interessenten die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen können, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind. In allen Fragen des Wiederabdrucks und der Verteilung und in allen Fragen des Copyrights überhaupt sollte die einzige Einschränkung darin bestehen, den Autoren Kontrolle über ihre Arbeit zu belassen und deren Recht zu sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird.”

Nach dieser Erklärung soll das Recht des Urhebers gesichert und zugleich der Nutzer bestärkt werden: Jeder Nutzer soll nicht nur den reinen Zugang, sondern auch weitgehende Nutzungsrechte erhalten, ähnlich wie beim Modell der Open-Source-Software. Eine Idee, die auf offene Ohren stieß; deutsche und internationale Forschungsorganisationen haben die Budapest Open Access Initiative inzwischen unterzeichnet. Mit dem Ziel, Wissenschaft zu verbreiten und zu fördern, fordern sie in der Berliner Erklärung vom Jahr 2003 darüber hinaus, dass die Urheber und die Rechteinhaber solcher Veröffentlichungen ihnen erlauben,

„diese Veröffentlichungen – in jedem beliebigen digitalen Medium und für jeden verantwortbaren Zweck – zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu übertragen und öffentlich wiederzugeben sowie Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbreiten, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird.”

Während selbst in Harvard oder Stanford Open Access als eine mögliche Lösung für den unhaltbaren Umstand betrachtet wird, dass private Wissenschaftsverlage über öffentlich finanzierte Wissenschaftlerkarrieren entscheiden, sehen die Verlage sich in die Enge gedrängt. Ihr lukratives Geschäftsmodell mit Gewinnmargen jenseits der 30 Prozent ist gefährdet, und so schüren sie öffentlich Angst vor großem Jobabbau in der Branche. Doch die Öffnung von wissenschaftlichen Publikationen für eine breite Masse, bietet neue Chancen für Wissenschaft, Gesellschaft und auch für die Wirtschaft.

Offenheit als Motor für Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft

Eindrucksvoll haben Open-Access- und Hybrid-Publishing-Verlage im angelsächsischen Raum bewiesen: Offenheit bedeutet nicht automatisch die Zerstörung von Geschäftsmodellen. Im Gegenteil, mit Offenheit kann man Geld verdienen. Der freie Zugriff auf Forschungspublikationen und -daten unterstützt zudem die Wirtschaft auch indirekt. Er ermöglicht die Qualitätssicherung von Forschungsergebnissen, erleichtert Folgeforschung und erlaubt mehr Innovationen in der Gesellschaft.

Außerdem ist Offenheit auch eine Chance für ein wissenschaftliches Qualitäts- und Reputationssystem, dass einfach nicht in die Hand von privaten Unternehmen gehört, die damit Geld verdienen. Wissenschaft sollte nicht in-transparent sein, wie im aktuell bestehenden System, in dem Wissenschaftserkenntnisse oft erst nach langen Wartezeiten an die Öffentlichkeit gelangen. Ein offenes System ermöglicht wesentlich zeitnaher und flexibler als die klassischen Reputationssysteme, die Aktivität und Qualität eines Forschers zu erfassen.

Der Bund muss endlich handeln

Tatsache ist, dass über zehn Jahre nach ersten gemeinschaftlichen Forderungen nach einem freien Zugang zu öffentlich finanzierter Forschung noch immer weltweit Milliarden Euro für den Rückkauf wissenschaftlicher Publikationen (beziehungsweise das Abonnieren) an privatwirtschaftliche Verlage gezahlt wird – aus öffentlichen Geldern. Erst mit der Zeit entwickeln Bibliothekare und Wissenschaftler ein Verständnis für die Absurdität des Closed Access Systems. Ein untätiger Gesetzgeber hat lange durch eine unklare Rechtslage die Verbreitung des Open Access Prinzips behindert.

Der Umstand, dass durch Steuergelder finanzierte Forschung und damit die Arbeitszeit von Mitarbeitern öffentlicher Einrichtungen ein Geschäftsmodell befeuert, ist aber kein haltenswerter Zustand. Eine Gesellschaft, in der Bildung und Wissen für das langfristige Wachstum einer Volkswirtschaft verantwortlich sein sollen, darf den freien Zugang zu bereits finanzierter Forschung nicht verstellen. Angelehnt an die Empfehlungen der Budapest Open Access Initiative aus dem Jahr 2012 und den Handlungsempfehlungen der Projektgruppe Bildung und Forschung der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft, muss der Bund deshalb endlich für folgende Parameter sorgen:

  1. Rahmenbedingungen verbessern: Es muss für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissenschaftlicher Einrichtungen möglich sein, alle zukünftigen wissenschaftlichen Publikationen im Rahmen von Open Access zu veröffentlichen.
  2. Verpflichtungen aussprechen: Jede höhere Bildungseinrichtung soll sich verpflichten, wissenschaftliche Publikationen, die im Rahmen von steuerfinanzierter Forschung oder in steuerfinanzierten Einrichtungen entstehen, unmittelbar nach Erstellung offen und kostenlos über das Internet zur Verfügung zu stellen.
  3. Technologie und Geschäft rund um Open Access fördern: Es muss in die Entwicklung von Technologie, Geschäftsmodellen und Konzepte investiert werden, welche die Veröffentlichung, Bereitstellung, Sicherung und Verbreitung der freien wissenschaftlichen Publikationen nachhaltig sichert.
  4. Wissenschaftliche Reputationssysteme neu aufstellen: Die Entwicklung neuer, transparenter und öffentlicher Qualitätssicherungs- und Reputationsysteme für Wissenschaft und Forschung muss gefördert werden.
  5. Kommunikative Begleitung: Das Thema Offenheit, Verantwortlichkeit und Transparenz im wissenschaftlichen Betrieb muss politisch und kommunikativ stärker gefordert und gefördert werden, auch über die Grenzen von Open Access hinaus (Förderung von Open Science – z.B. Sonderförderung wenn Forscher ihr gesamtes Forschungsprojekt inklusive aller Daten öffnen).

Wenn wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der Bildung und Wissen den Schlüssel für Zukunftsfähigkeit unseres Landes darstellen, muss der Bund diesen Empfehlungen Folge leisten.

Dieser Beitrag von Christian Heise und Dr. Mercedes Bunz erschien zuerst bei http://blog.enquetebeteiligung.de. Der Text ist im Rahmen der internationalen Open Access Week vom 22. -28. Oktober 2012 entstanden.

OER(Camp) – freie Lehr-Lernmittel

September 19, 2012 in Deutschland, offenes Wissen, Termine

Ende Oktober 2011 machte netzpolitik.org auf eine “neue Innovation der Verlage” aufmerksam: den Schultrojaner. Auf Schulcomputern sollte anhand von Software nach unberechtigten Kopien, angefertigt durch Lehrer oder Schüler, gesucht werden. Die Folge der Debatte um die Einführung der “Software” war eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Urheberrechte bei Arbeitsmaterialien an Schulen und damit auch die Geburtsstunde von Open Educational Ressources (OER) in Deutschland. Bei OER geht es dabei um “Lehr-Lern-Materialien” und wie diese geöffnet oder frei zugänglich gemacht werden können.

Rund 50 Teilnehmer traffen sich auf dem ersten OERCamp in Bremen

Auch wenn die Schulbuchverlage letztendlich von der Idee des Einsatzes eines “Schultrojaners” abgesehen haben, ging die Debatte um den Einsatz digitaler Lehrmaterialien weiter und so trafen sich vom 14. bis 16. September 2012 OER-Interessierte an der Universität Bremen zum ersten OER(Bar)Camp. Über 50 Teilnehmer folgten dem Aufruf der Veranstalter und diskutierten drei Tage lang über freie Lehrmittel, Urheberrecht und Schulbuchverlage. Dabei wurde offensichtlich, dass vor allem die unklare und komplexe Rechtslage im Rahmen der Urheberrechts Gesetzgebung und das Auslaufen der Sonder-Regelung zum 31. Dezember 2012 für die anwesenden Lehrer ein großes Thema bei der Erstellung und Verteilung von Lehrmaterialien ist.

Digitale Lehrmittel sind noch in den Kinderschuhen

Darüber hinaus weckte aber auch die Anwesenheit von zwei Verlagsmitarbeitern aus einem Schulbuchverlag (Cornelsen und Klett), großes Interesse bei allen Beteiligten. Die beiden Vertreter bemühten sich in einer ad-hoc Session die Wertschöpfung der Verlage zu erklären und zeigten, dass sie als kommerzielle Anbieter im Hinblick auf das Angebot an digitalen Unterrichtsmaterialien nicht völlig untätig sind. Die vorgestellten Ansätzen berücksichtigen dabei zwar mögliche Kollaboration und die Weitergabe von (gekauftem) Material, das aber bisher nur innerhalb von geschlossenen Plattformen. Beispielhaft zeigen das die Projekte Digitale Schulbücher und hier MeinUnterricht.de.

Unklare Rechtslage stellt eine Herausforderung für Lehrer und Verlage dar

Wie die Lehrer beklagten auch die Verlagsmitarbeiter die unklare Rechtslage. Hier wurde in vielen Sessions offensichtlich, dass der Gesetzgeber sich mit der unklaren Rechtslage auseinandersetzen muss. Nicht nur weil die Sonderregelung Ende 2012 ausläuft, sondern auch weil das Urheberrecht den Arbeitsalltag der Lehrer und damit die Lehre negativ beeinflusst. Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite der Einzug des digitalen Klassenzimmers gefordert wird und auf der anderen Seite der Gesetzgeber diese Thematik ganz außer acht lässt – in der Forderung nach Rechtssicherheit besteht auch mit den Verlagen Einigkeit.

OER vs. Open Access

Obwohl eine enge Verbindung von Open Access und OER naheliegt, unterscheiden sich beide Bewegungen für mehr freies Wissen in wesentlichen Punkten: So beruht die Erzeugung von Lehrmitteln auf einem anderen Prinzip als die Produktion von wissenschaftlichen Publikationen. Auch der Herstellungsprozess seitens der Verlage für Schulbücher und -materialien unterscheidet sich deutlich. Trotzdem könnte die OER Debatte von den Entwicklungen, die es heute schon im Rahmen von Open Access gibt, profitieren. Die Verlage könnten sich zum Beispiel zukünftig an den Erlösmodellen von Open Access-Verlagen orientieren und ihre eigenen Produkte unter freien Lizenzen veröffentlichen. Vielleicht kann die OER-Bewegung darüber auf dem nächsten OERCamp ausführlicher debattieren.

Mehr zum Thema und über die Notwendigkeit für OER findet man in dem Whitepaper des durch Google finanzierten Internet und Gesellschaft Collaboratory. Die abgehaltenen Sessions auf dem OERCamp und die Dokumentation zu einzelnen Sessions wurde in einem GoogleDoc festgehalten.

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  • OGD WG Call
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    Description: Monthly call of the Working Groups Open Government Data and EU Open Data.

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